Vielgliedriges Großprojekt gewinnt Kontur: Auf der Eutinger Sportplatz-Baustelle ist einiges zu beachten: Abwasser, Feldwegverlegung und auch ein Zeitplan

Vertreter der Baufirma, des Ingenieurbüros, der Eutinger Verwaltung und des Sportvereins bei der Besprechung auf der Baustelle.
Nicht gesetztÜber Wochen hinweg war es auf der Baustelle matschig und zu nass. Dann konnte nicht nach Plan gearbeitet werden. Deshalb hinken die Arbeiten zwei Wochen hinter dem Zeitplan zurück. Dennoch ist Achim Rebholz, Bauleiter der Firma Sportplatzbau Gfrörer, zuversichtlich, dass der Auftrag bis zum Herbst abgeschlossen ist. Genaue Prognosen möchte er jedoch nicht abgegeben.
Trotz des verregneten Frühjahrs und Sommers ist schon einiges geschafft. Rund 150 Arbeitsstunden haben auch Mitglieder des SV Eutingen schon auf der Baustelle geleistet. Sie haben Bäume und Sträucher abgeholzt und Zäune entfernt.
Pflasterarbeiten werden
zur Mega-Aufgabe
Organisiert werden die Arbeitseinsätze von Horst Philipp. Gewissenhaft dokumentiert er die geleisteten Stunden in langen Listen. Mit den zu einem späteren Zeitpunkt anstehenden Pflasterarbeiten komme auf den Verein noch eine Mega-Aufgabe zu, sagt er. Wie groß die zu pflasternde Fläche genau ist, wusste am Mittwoch keiner der Beteiligten zu sagen. Die ursprünglichen Pläne sind noch mal verändert worden. Unter anderem soll als Abstellort für zusätzliche Tore eine Fläche zwischen den Spielfeldern gepflastert werden.
Die erste Maßnahme des Sportplatzneubaus war die Verlegung des landwirtschaftlich genutzten Wegs um den künftigen Bolzplatz herum, erzählt Bauamtsleiter Fischer. Schließlich sollen die Bauern auf ihre Felder kommen.
Mittlerweile ist der Untergrund des Kleinspielfelds hergestellt. Am Mittwoch waren auch die Erdarbeiten für die Drainageleitungen abgeschlossen. Über Sammelschächte läuft das Wasser später Richtung Talbach ab. Sie lagen am Mittwoch noch offen, so dass der Wasserlauf gut nachvollziehbar war. Probleme gab es noch beim Ausheben der Drainagegräben für das große Kunstrasenfeld. Ein eigens dafür von der Baufirma angeschafftes Fräsgerät erfüllte die Erwartungen nicht. Bis Donnerstag sollte Ersatz vor Ort sein.
Das Oberflächenwasser vom Spielfeld und vom Sportheim wird in den Talbach abgeleitet. Das Schmutzwasser wird unter dem Talbach durchgepumpt und auf der Bauhofseite in den Abwasserkanal eingeleitet, erläutert Fischer. In dem Düker unter dem Bach verlaufen neben dem Schutzwasser Rohre für Strom, Gas, Frischwasser und Internetleitungen.
Auf der Rückseite des Feuerwehrhauses fließt das Oberflächenwasser des Hochdorfer Tals durch eine Dole in den Talbach. Das Wasser schieße dort nach Regenfällen in solchen Mengen heraus, dass es das gegenüberliegende Ufer ausgehöhlt habe, erzählt Horst Philipp. Dort ist das Rasenspielfeld des SVE.
Im Zuge der Bauarbeiten wurde der Bereich zwischen Fußballfeld und Bach mit gut zwei Tonnen Erde aufgefüllt und mit großen Felsblöcken befestigt. Am Mittwoch waren zwischen dem Rasenfeld und der Oberkante Felsriegel 90 Zentimeter Höhenunterschied, wie Fischer mit einem aus der Aktentasche hervorgezogenen Meterstab abmaß. Eine weitere Lage Steine soll die Böschung abflachen.
In rund vier Wochen beginnen die Handwerkerferien. Bis dahin sollen die Kunstrasenplätze so weit fertig sein, damit der Belag aufgebracht werden kann. Und wenn das dann geleistet ist, können sich die Bauarbeiter auch erst einmal in ihren wohlverdienten Urlaub verabschieden.