Verzögerung bei „Stuttgart 21“: Rathauschefs entlang der Gäubahn kämpfen um die Anbindung

Die Gäubahn im Bahnhof Horb.
Karl-Heinz Kuball (Archiv)- „Stuttgart 21“ könnte sich laut SWR-Recherchen bis 2030 verzögern.
- OBs entlang der Gäubahn fordern Anbindung an den Kopfbahnhof bis zur Eröffnung.
- Vorzeitige Kappung sei unzumutbar: Baustellen, Verspätungen, Einschränkungen belasten schon.
- Gäubahn als zentrale Verkehrsachse: Mobilität, Wirtschaft, Teilhabe sichern.
- Erklärung u. a. von Keßler, Belz, Reith, Burchardt, Neher, Ruf, Häusler, Beck, Roth.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Angesichts der erneuten Verzögerungen bei der Inbetriebnahme des Tiefbahnhofs „Stuttgart 21“ fordern die Oberbürgermeister der Städte entlang der Gäubahn in einer gemeinsamen Pressemitteilung erneut, dass die Gäubahn mindestens bis zur tatsächlichen Eröffnung des Tiefbahnhofs weiterhin direkt an den Stuttgarter Kopfbahnhof angebunden bleibt.
Eine vorzeitige Kappung der bestehenden Verbindung sei aus Sicht der Kommunen nicht akzeptabel. Die Fahrgäste entlang der Gäubahn seien bereits heute durch Baustellen, Verspätungen und wiederkehrende Einschränkungen erheblich belastet. „Ein zusätzlicher Umstieg würde die Situation weiter verschärfen und das Vertrauen in die Verlässlichkeit des Bahnverkehrs weiter untergraben“, heißt es in der auch von Horbs Oberbürgermeister Michael Keßler unterzeichneten Mitteilung.
Und weiter: „Die Menschen entlang der Gäubahn sind seit Jahren gebeutelt – durch Baustellen, Unterbrechungen und immer neue Verzögerungen. Solange der Tiefbahnhof nicht in Betrieb ist, muss zumindest der umsteigefreie Anschluss an den Stuttgarter Kopfbahnhof erhalten bleiben. Alles andere wäre eine zusätzliche Zumutung für Pendlerinnen und Pendler sowie für unsere Wirtschaftsregion.“
Es geht um Verlässlichkeit und Zumutbarkeit
Die Gäubahn sei eine zentrale Verkehrsachse für Baden-Württemberg. Sie sichere Mobilität, wirtschaftliche Verflechtungen und Teilhabe, argumentieren die Rathauschefs. „Viele Bürgerinnen und Bürger haben beim Volksentscheid zu Stuttgart 21 auf ein verbessertes Bahnangebot gesetzt. Umso wichtiger ist es jetzt, während der Übergangsphase praktikable und verlässliche Lösungen zu gewährleisten.“
Abschließend heißt es: „Die Oberbürgermeister erwarten daher eine klare, verbindliche Zusage, dass der direkte Anschluss an den Kopfbahnhof bis zur tatsächlichen Inbetriebnahme des Tiefbahnhofs aufrechterhalten wird. Verlässlichkeit und Zumutbarkeit für die Bahnkundinnen und Bahnkunden müssen oberste Priorität haben.“
Neben Keßler haben die Erklärung auch Dr. Stefan Belz (Böblingen), Nico Reith (Herrenberg), Uli Burchardt (Konstanz), Stephan Neher (Rottenburg), Dr. Christian Ruf (Rottweil), Bernd Häusler (Singen), Michael Beck (Tuttlingen) und Jürgen Roth (Villingen-Schwenningen) unterzeichnet.
