Unwetter in Eutingen: 44 Einsätze in einer Nacht — so gefordert war die Eutinger Feuerwehr

Zu 44 Einsätzen musste die Eutinger Gesamtwehr
Feuerwehr Eutingen im Gäu- Gewitter über Eutingen forderte die Gesamtwehr – 44 Einsätze in einer Nacht.
- Flächenlage begann um 18.19 Uhr, Leitstelle meldete über 20 Einsatzstellen.
- Führungshaus koordinierte: Priorisierung nach Gefährdung und betroffenen Ortsteilen.
- Eutingen am stärksten betroffen mit 19 Stellen, Göttelfingen zwölf, Rohrdorf neun.
- Über 100 Helfer im Einsatz, DRK verpflegte, letzter Feuerwehrmann ging um 0:45 Uhr.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
44 Einsätze für über 100 Einsatzkräfte: Die Eutinger Gesamtwehr musste wegen der Gewitterzellen über Eutingen in der Nacht vom 15. auf den 16. Juli einen Einsatz-Marathon stemmen. Ihr Dauereinsatz zog sich über mehrere Stunden.
In ihrer Pressemitteilung erläutert die Eutinger Gesamtwehr, dass die Flächenlage am Mittwochabend um 18.19 Uhr begann. Denn da meldete die Leitstelle Freudenstadt über 20 Einsatzstellen. Bei solchen Flächenlagen greift eine Grundregel: Sobald die Zahl der Einsätze die in der Gemeinde verfügbaren Feuerwehrfahrzeuge übersteigt, wird in Eutingen im Gäu das sogenannte Feuerwehr-Führungshaus am Standort in Eutingen hochgefahren.
Das bedeutet, dass ab dem Zeitpunkt die Leitstelle direkt nach Eutingen weitermeldet. Vor Ort koordiniert dann die Mannschaft im Führungshaus die Einsatzstellen. „Zunächst gilt es, sich einen Überblick zu verschaffen: Welche Ortsteile und Straßen sind am stärksten betroffen, und sind Menschenleben in Gefahr – etwa durch angehobene Gullydeckel?“, erklärt die Wehr in ihrer Mitteilung. Anschließend werden die Einsätze nach Priorität abgearbeitet.
Ortsteile unterschiedlich stark betroffen
Die Meldebilder, die die Einsatzkräfte bekamen, waren vielfältig: Sie reichten von „Wasser im Keller zwischen 10 und 50 Zentimeter“ über „Bäume auf der Straße“ bis hin zu Bäumen, die auf Häusern liegen und Gullydeckeln, die auf der Straße liegen,
Am härtesten getroffen wurde Eutingen, hier gab es 19 Einsatzstellen für die Feuerwehrleute. In Göttelfingen waren es ein Dutzend. In Rohrdorf mussten die Feuerwehrleute an neun verschiedenen Stellen Hilfe leisten, in Weitingen an dreien und in Eyach an einer.
Für die Grundsicherung kommen Bildechinger
Nachdem die Eutinger Feuerwehrleute die ersten Meldungen gesichtet hatten, forderten sie direkt Material von der Feuerwehr Horb nach. Da alle Feuerwehrleute der Gesamtgemeinde ausrückten, brauchte es Feuerwehrleute aus Bildechingen als Verstärkung. Diese stellten beim Eutinger Feuerwehrhaus den sogenannten Grundschutz sicher. Die Einsatzkräfte erläutern in ihrer Mitteilung: „Der Grundschutz stellt sicher, dass bei einem zeitkritischen Einsatz – zum Beispiel einem Verkehrsunfall oder einem Zimmerbrand – definitiv ein leistungsstarkes Feuerwehrfahrzeug bereitsteht, das diesen Einsatz ohne Verzögerung abarbeiten kann“. Damit hatte die Eutinger Gesamtwehr die Möglichkeit, mit ihren neun Fahrzeugen die Einsatzstellen in der Gemeinde abzuarbeiten.
„In der Summe waren über 100 Helferinnen und Helfer von Feuerwehr, DRK sowie Bauhof- und Gemeindemitarbeiter vor Ort“, schildern die Feuerwehrleute. Auch Bürgermeister Markus Tideman sei von Anfang an vor Ort gewesen und habe die Einsatzleitung unterstützt. „Wir bedanken uns auch beim DRK Ortsverein Eutingen für die Unterstützung bei der Verpflegung der Kameradinnen und Kameraden vor Ort“, loben die Floriansjünger. Sie heben hervor, dass teilweise auch kein Eingreifen durch die Wehr mehr nötig gewesen sei, wenn „Hausbesitzer sich selbst zu helfen wussten“. In der Mitteilung betonen sie, wie dankbar sie allen Einsatzkräften für die gute Zusammenarbeit sind. Der letzte Feuerwehrmann verließ um 0:45 Uhr das Führungshaus, so lang hatte sich der Einsatzabend gezogen.
Hinweis der Feuerwehr: Immer 112 wählen
Die Eutinger Feuerwehrleute betonten in ihre Mitteilung: „Melden Sie alle Einsätze – auch in solchen Unwetterlagen – bitte immer über die 112.“ So sei sichergestellt, erläutern die Feuerwehrleute, dass die Meldungen im Führungshaus ankommen und nach Priorität abgearbeitet werden.

