Sulz, Empfingen und Horb im Einsatz
: Mehrere Feuerwehren bekämpfen Waldbrand bei Renfrizhausen

Eine Fläche von rund 630 Quadratmetern brannte in einem Waldstück zwischen dem Kloster Kirchberg und Weiherhof. 83 Einsatzkräfte bekämpften das Feuer. Die Polizei ermittelt.
Von
Mira Bültel
Renfrizhausen
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Feuerwehr Renfrizhausen Sulz Waldbrand

Die Einsatzkräfte bekämpften den Waldbrand im Bereich Renfrizhausen.

Freiwillige Feuerwehr Sulz
  • Bei Renfrizhausen brannte ein Waldstück von rund 630 Quadratmetern – Feuer unter Kontrolle.
  • Alarmierung ab etwa 17 Uhr, Suche führte zwischen Kloster Kirchberg und Weiherhof zum Brandherd.
  • 83 Kräfte mit 17 Fahrzeugen aus Sulz, Empfingen und Horb im Einsatz, Gelände teils schwer zugänglich.
  • Wasser per Pendelverkehr, Drohne der Feuerwehr Horb half bei Lagebild und Kontrolle von Glutnestern.
  • Gegen 21.15 Uhr endete der Einsatz; höchste Waldbrandgefahr Stufe Fünf, striktes Feuer- und Rauchverbot.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Freiwillige Feuerwehr Sulz wurde am Donnerstag gegen 17 Uhr zu einer gemeldeten Rauchentwicklung im Freien im Bereich Renfrizhausen, Kirchberg, alarmiert. Im Einsatz befanden sich zunächst die Einsatzabteilungen Renfrizhausen und Bergfelden. Zeitgleich gingen auch bei der Leitstelle Freudenstadt Notrufe ein, weshalb parallel die Feuerwehr Empfingen in Richtung Autobahn 81 alarmiert wurde. Dies berichtet die Freiwillige Feuerwehr Sulz in ihrem Bericht.

Die Sulzer Einsatzkräfte konnten die Einsatzstelle zunächst nicht genau lokalisieren. Nach intensiver Suche wurde in einem Waldstück zwischen dem Kloster Kirchberg und Weiherhof eine starke Rauchentwicklung festgestellt und der Brandherd lokalisiert. Daraufhin wurde das Alarmstichwort erhöht und die Einsatzabteilungen Stadt und Mühlheim sowie die Führungsunterstützung nachalarmiert.

Unterstützung aus der Luft

Vor Ort standen rund 630 Quadratmeter Waldfläche in Brand. Durch das schnelle und koordinierte Eingreifen der Einsatzkräfte konnte eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindert und der Brand zügig unter Kontrolle gebracht werden, berichtet die Sulzer Wehr. Um die Wasserversorgung an der abgelegenen Einsatzstelle sicherzustellen, wurde ein Pendelverkehr mit Löschfahrzeugen eingerichtet. Dabei unterstützten neben der Feuerwehr Empfingen auch die Feuerwehr Horb. Zusätzlich verschaffte sich die Drohnengruppe der Abteilung Betra der Feuerwehr Horb aus der Luft einen Überblick über die Lage und unterstützte die Kontrolle der Brandfläche.

Die Feuerwehr überflog das Waldgebiet mit einer Drohne. Von einem Brand war da nichts zu sehen.

Die Feuerwehr Horb überflog das Waldgebiet mit einer Drohne. Von einem Brand war da von Weitem schon nichts mehr zu sehen.

Mira Bültel

Nach den Löscharbeiten wurde das betroffene Waldstück auf Glutnester kontrolliert und umfangreich nachgelöscht. Gegen 21.15 Uhr konnten die letzten Einsatzkräfte die Einsatzstelle verlassen.

Ebenfalls vor Ort war die Polizei. Ein Sprecher des zuständigen Polizeipräsidiums Konstanz teilt auf Nachfrage der SÜDWEST PRESSE mit, dass die Ursache für den Brand ein Reisighaufen war, der ursprünglich gebrannt hat. Ein Fremdverschulden lasse sich nicht ausschließen. Die Ermittlungen der Polizei laufen.

Schwer zugängliches Gelände

Die Freiwillige Feuerwehr Empfingen berichtet ebenfalls über den Einsatz. Funkmeldeempfänger der Gesamtwehr ertönten um kurz nach 17 Uhr und alarmierten die Einsatzkräfte zu einem gemeldeten Waldbrand an der Bundesstraße 463 in Fahrtrichtung Haigerloch.

Doch die Empfinger Feuerwehr konnte die Einsatzstelle zunächst nicht finden. Daraufhin stellte sich heraus, dass die Feuerwehr Sulz kurz zuvor zum selben Einsatz alarmiert worden war. Um Kurz vor 18 Uhr wurden dann die Abteilungen Horb-Stadt, Betra sowie der Einsatzleiter vom Dienst (EvD) zur Unterstützung alarmiert. Auch die Feuerwehr Horb berichtet von einem teils schwer zugänglichem Gelände in dem Wald. Die Abteilung Horb-Stadt war mit dem Tanklöschfahrzeug 24/50 sowie dem Wechselladerfahrzeug mit Abrollbehälter Löschwasser zur Sicherstellung der Wasserversorgung im Einsatz. Der Einsatzleiter vom Dienst koordinierte die Kräfte der Feuerwehr Horb und stellte die Verbindung zu den weiteren eingesetzten Feuerwehren sicher.

17 Fahrzeuge waren im Einsatz

Von Seiten der Feuerwehr Sulz waren die Einsatzabteilungen Renfrizhausen, Bergfelden, Stadt und Mühlheim mit insgesamt zehn Fahrzeugen im Einsatz. Unterstützt wurden sie durch die Feuerwehr Empfingen sowie die Feuerwehr Horb mit ihrer Drohnengruppe der Abteilung Betra. Von Seiten der Feuerwehr waren insgesamt 17 Fahrzeuge und 83 Einsatzkräfte im Einsatz. Ebenfalls an der Einsatzstelle waren die DRK-Bereitschaft, der Rettungsdienst sowie die Polizei.

Die Sulzer Wehr bedankt sich in ihrem Bericht bei allen beteiligten Einsatzkräften und Organisationen für die gute Zusammenarbeit, sowie an die DRK-Bereitschaften für die Verpflegung an der Einsatzstelle.

Waldbrand Renfrizhausen Sulz Feuerwehr

Die Einsatzstelle mitten im Wald war schwer zugänglich, die Wege dorthin schmal.

Freiwillige Feuerwehr Sulz

Schon seit Tagen warnen Kommunen und Feuerwehren in der Region über Waldbrandgefahr. Die Feuerwehr Sulz musste während der aktuellen trockenen Hitzewelle bereits schon öfters aufgrund von Bränden ausrücken. Am Mittwochabend stand auf Höhe der Kläranlage in Sulz am Radweg ein Stück Wiese in Brand. Durch das schnelle Eingreifen von Ersthelfern konnte eine Ausbreitung verhindert werden. Die Abteilung Fischingen löschte die Brandfläche ab und kontrollierte den Bereich abschließend. Am Freitagmorgen, 24. Juli, wurde die Einsatzabteilung Dürrenmettstetten zu einem Kleinbrand alarmiert. Ein Haufen Sperrmüll hatte Feuer gefangen. Einen Tag zuvor, 23. Juli, brannte mittags eine kleine Wiesenfläche in der Sulzer Vorstadt an der Bahnlinie. Im Einsatz war die Abteilung Stadt.

Aktuelle Waldbrandgefahr

Der Waldbrandgefahrenindex liegt derzeit bei Stufe Fünf von Fünf, betont die Freiwillige Feuerwehr Sulz. Es besteht höchste Waldbrandgefahr. Bürgerinnen und Bürger folgende Verbote beachten: Offenes Feuer und Grillen im Wald sowie in dessen Nähe sind derzeit untersagt. Auch Rauchen im Wald ist verboten. Keine Zigarettenkippen dürfen in die Natur gewrofen werden, Fahrzeuge sollen nicht auf trockenem Gras geparkt werden. Auch liegen gelassene Glasflaschen oder Glasscherben können bei starker Sonneneinstrahlung Brände auslösen. Rauch oder Feuer soll umgehend über den Notruf 112 gemeldet werden.