Statistik
: Sechs Menschen starben 2024 bei Verkehrsunfällen im Kreis Rottweil

Das Polizeipräsidium Konstanz legt Zahlen für das vergangene Jahr vor. Im Bereich Sulz kostete ein Unfall einen Biker das Leben. Überhöhte Geschwindigkeit ist oft eine Ursache.
Von
Marcella Danner
Kreis Rottweil
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tödlicher Unfall Fischingen Biker

Ein tödlicher Unfall ereignete sich im Juli 2024 auf der Landesstraße 424 (ehemalige B14) bei Fischingen, auf Höhe des Schotterwerks. Dabei kam ein 59-jähriger Motorradfahrer ums Leben.

Marcella Danner (Archiv)
  • 2024 starben im Kreis Rottweil 6 Menschen bei Verkehrsunfällen, 2 mehr als 2023.
  • Polizeipräsidium Konstanz verzeichnete 3436 Unfälle, 4,8% mehr als im Vorjahr.
  • Auf der A81 gab es 333 Unfälle, eine Steigerung um 33,7%.
  • Geschwindigkeit und Überholen sind Hauptursachen.
  • 328 Senioren und 281 junge Erwachsene waren 2024 an Unfällen beteiligt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

3436 Verkehrsunfälle verzeichnet das Polizeipräsidium Konstanz in seiner Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2024 im Kreis Rottweil. Das entspricht einer Steigerung um 4,8 Prozent im Vergleich zu 2023. Sechs Menschen kamen im vergangenen Jahr dabei ums Leben, zwei mehr als im Vorjahr. 74 Verkehrsteilnehmer (2023: 71) wurden schwer, 381 (2023: 432) leicht verletzt.

Auf der A81 im Kreis Rottweil gab es im vergangenen Jahr 333 Verkehrsunfälle – eine Steigerung um 33,7 Prozent im Vergleich zu 2023. Allerdings endete in den beiden vergangenen Jahr jeweils „nur“ ein Unfall auf der Autobahn in diesem Bereich tödlich.  Mit weitem Abstand den größten Anteil an den Unfällen auf der A81 hat laut der Statistik die Geschwindigkeit (37 Prozent), gefolgt von Überholen (28 Prozent).

Grafik Unfälle

Die Grafik des Polizeipräsidiums Konstanz zeigt auf, aus welchen Gründen es im vergangenen Jahr auf der Autobahn 81 im Landkreis Rottweil zu Unfällen gekommen ist.

Polizeipräsidium Konstanz (Grafik)

1010 der Unfälle im Landkreis Rottweil ereigneten 2024 sich außerhalb geschlossener Ortschaften (ohne Einbeziehung der Autobahn). Das waren 8,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Überhöhte Geschwindigkeit hatte mit 29,3 Prozent den größten Anteil an den Ursachen. 17,5 Prozent sind laut Statistik auf Vorfahrtverstöße zurückzuführen. Vier Todesopfer waren dabei zu beklagen. Unter anderem der 59-jährige Motorradfahrer, der im Juli 2024 auf der Landesstraße 424 (ehemalige B14) bei Fischingen – auf Höhe des Schotterwerks – ums Leben kam. Insgesamt kosten Unfälle im Landkreis Rottweil vergangenes Jahr 3 Biker das Leben.

Innerhalb geschlossener Ortschaften lag die Zahl der Unfälle 2024 im Kreis mit 2093 nahezu auf dem Vorjahresniveau. Darunter war ein tödlicher Verkehrsunfall.

Obgleich sich 2024 weniger Unfälle mit Fußgängern innerhalb geschlossener Ortschaften ereigneten (33), als im Vorjahr (43), so endete doch einer tödlich.

Mehr über 65-Jährige an Unfällen beteiligt

Interessant ist die Aufschlüsselung der Unfallbeteiligten im Kreis Rottweil nach Altersgruppen: 328 Senioren (ab 65 Jahren) werden da für 2024 aufgeführt. Das sind 8,3 Prozent mehr als 2023. 281 junger Erwachsene (18 bis  24 Jahre) waren vergangenes Jahr an Unfällen beteiligt (2023: 317). Und 23 Kinder (0 bis 13 Jahre) gehörten 2024 zu den Unfallbeteiligten im Landkreis.

Bei 61 Unfällen war Alkohol im Spiel (2023: 60), und bei 5 Unfällen (2023: 7) werden in der Statistik Drogen für 2024 aufgeführt.

In Sulz gab es im vergangenen Jahr 110 Verkehrsunfälle, 42 weniger als 2023. Mit dem verunglückten Motorradfahrer bei Fischingen musste im Gegensatz zu 2023 ein Todesfall beklagt werden. 5 Menschen wurden bei Verkehrsunfällen im Bereich Sulz im vergangenen Jahr schwer verletzt, zwei davon innerhalb geschlossener Ortschaften. Bei 161 Unfällen wurde in der Neckarstadt ein sogenanntes Verwarngeld ausgesprochen. 43 davon waren Wild-Unfälle.

Statistik des Polizeipräsidiums Konstanz

Im Polizeipräsidium Konstanz ereigneten sich im Jahr 2024 insgesamt 20.218 Verkehrsunfälle, die durch die Polizei aufgenommen wurden. Das entspricht einem Anstieg um 2,8 Prozent zum Vorjahr. Somit ereigneten sich im Schnitt 55 Verkehrsunfälle pro Tag. Zugenommen haben sowohl die Verkehrsunfälle mit Sachschaden (um 2,9 Prozent auf 17.874) als auch die Unfälle mit Personenschaden (um 1,4 Prozent auf 2.344).

Während die Zahl der verunglückten Personen (leicht, schwer und tödlich verletzt) im Vergleich zu 2023 landesweit teilweise deutlich zurückging, musste im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Konstanz eine leichte Zunahme registriert werden. Bei insgesamt 2.344 Verkehrsunfällen erlitten 2.936 Personen Verletzungen (ein Plus von 0,4 Prozent). Dabei verletzten sich 2.448 (2.452) leicht und 460 (447) schwer. Im Laufe des Jahres 2024 verloren 28 Menschen durch einen Verkehrsunfall ihr Leben, zwei mehr als im Jahr zuvor. Unter den tödlich Verunglückten waren elf Pkw-Fahrende und drei Pkw-Insassen, ein Lkw-Fahrer, sieben Motorradfahrende, vier Fußgänger, ein E-Scooter-Fahrender und eine radfahrende Person.

„Hinter den abstrakten Zahlen der Verkehrsunfallopfer mit schweren oder gar tödlichen Folgen verbergen sich viel Leid und persönliche Schicksale. Umso wichtiger ist es, bei den Anstrengungen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit nicht nachzulassen“, so Polizeipräsident Uwe Stürmer.

Erfreulich sei, dass es mit auch durch eine gezielte Schwerpunktsetzung bei der polizeilichen Verkehrssicherheitsarbeit gelungen sei, zum dritten Mal in Folge einen Rückgang bei den Unfällen unter Beteiligung von Fahrradfahrenden zu erzielen. Im Ergebnis fiel die Zahl der Radunfälle so im Jahr 2024 um ein weiteres Prozent auf 871.