Sperrung in Mühlen
: Wird der Bahnübergang früher fertig?

Der Bahnübergang bei Mühlen ist eigentlich noch bis 26. Oktober gesperrt. Am Montagabend wurde die Vollsperrung jedoch halbseitig abgebaut. Ob der Verkehr schon früher ungehindert fließen kann, ist noch unklar.
Von
Julia Gonser
Horb
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Noch ist hier Durchfahrt verboten für alle Fahrzeuge, die aus dem Schelmenwasen, dem Egelstal und von der Ahldorfer Höhe kommen. Aus Richtung Mühlen darf man passieren. Ob die Baustelle schon früher freigegeben werden kann, als geplant, wird sich zeigen. Die Bahn konnte gestern keine Angaben dazu machen.

Noch ist hier Durchfahrt verboten für alle Fahrzeuge, die aus dem Schelmenwasen, dem Egelstal und von der Ahldorfer Höhe kommen. Aus Richtung Mühlen darf man passieren. Ob die Baustelle schon früher freigegeben werden kann, als geplant, wird sich zeigen. Die Bahn konnte gestern keine Angaben dazu machen.

Marike Schneck
  • Der Bahnübergang in Mühlen ist teilweise wieder geöffnet, vollständige Freigabe unklar.
  • Sperrung wegen zu tief eingebauter Entwässerungsrille, welche die Verkehrssicherheit beeinträchtigte.
  • Bis 26. Oktober geplant, Arbeiten könnten früher fertig werden.
  • Deutsche Bahn und Straßenmeisterei Dornstetten involviert.
  • Verkehr aus bestimmten Richtungen immer noch verboten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Großes Hallo am Montagabend: Der Bahnübergang in Mühlen ist wieder frei! Wobei „frei“ hier, wie so oft, auch ein kleines bisschen Auslegungssache ist. Die Sperrung ist halbseitig abgebaut. Aus dem Egelstal und von der Ahldorfer Höhe ist die Durchfahrt noch immer verboten. Wer aus dem Neckartal über den Bahnübergang ins Egelstal oder rauf auf die Höhe will, darf durchfahren. Zumindest gibt es kein Schild, das das verhindert. Auch wenn die Umleitungsschilder an den umliegenden Straßen noch immer tapfer Wache halten.

Ende vergangener Woche herrschte fast gespenstische Ruhe. Hin und wieder passiert ein Fußgänger aus dem Egelstal die Gleise und grüßt die Arbeiter freundlich. Die Herren in Warnweste, die am Bahnübergang zugange waren, waren jedoch nicht wegen der Baustelle hier. „Wir machen hier Inspektion an der Signalanlage, solange alles dicht ist“, erklärte einer. Die tiefe Bodenrille, die Grund für die Sperrung war, war freigelegt. Der Bagger stand unbemannt daneben. Am Montagabend ist die Rille angehoben und eingebaut. Der frische Bitumen ist noch immer zu riechen.

Entwässerungsrille zu tief eingebaut

Die Entwässerungsrille zwischen Neckarbrücke und den Gleisen der Kulturbahn, die Horb und Tübingen verbindet, lag zuvor zu tief im Boden. Entdeckt hatte das die Straßenmeisterei Dornstetten. Zuvor hatte die Deutsche Bahn hier den Bahnübergang erneuert, dabei war die Entwässerungsrille tiefer eingebaut worden. Eigentlich ist am Bahnübergang Mühlen, der die Höhendörfer mit dem Neckartal und Bildechingen verbindet und über den bei Stau auf der Autobahn die ganzen Auswärtigen geleitet werden, Tempo 50 erlaubt.

Der tiefliegenden Rille wegen wurde die Höchstgeschwindigkeit auf 10 km/h begrenzt. Es sollten nicht nur Schäden an Autos vermieden werden, es bestand auch eine erhöhte Sturzgefahr für Fahrrad-, Roller- und Motorradfahrer.  Das hatte die Verkehrsschau festgestellt. Die Projektmanagerin der Deutschen Bahn hatte damals erklärt: „Die Differenz liegt noch im Toleranzbereich.“ Dennoch, gestand sie zu, müsse die Rille etwas angehoben werden, damit die Autos wieder mit höherer Geschwindigkeit darüberfahren können (wir berichteten).

Früher fertig als geplant?

Da sich die Rille über die gesamte Breite der Straße erstreckt, war der Bahnübergang seit dem 14. Oktober voll gesperrt. Weil der Bahnverkehr in diesen Wochen wegen Arbeiten am elektronischen Stellwerk in Horb und für den zweigleisigen Ausbau zwischen Horb und Neckarhausen ohnehin darniederliegt, bot sich der Termin wohl an.

Laut Plan wird der Bahnübergang erst am Samstag,  26. Oktober, wieder für den Verkehr freigegeben. Was bis dahin noch alles erledigt werden muss und ob die Arbeiten womöglich früher abgeschlossen werden können, ließ ein Bahnsprecher leider unbeantwortet.