Sicherheit in der Regionalbahn: Mehr Bahn-Mitarbeitende tragen jetzt Bodycams

Die Kulturbahn im Neckartal (hier vor der Wurmlinger Kapelle) ist neben der Gäubahn eine der Hauptpendelstrecken im Raum Horb.
Ulrich Metz/Archiv- Deutsche Bahn stattet Kulturbahn-Mitarbeitende mit Bodycams aus.
- Die Bodycams kommen ab März auf weiteren Strecken in Baden-Württemberg zum Einsatz.
- 120 Mitarbeitende werden sukzessive mit Bodycams ausgestattet.
- Bodycams wirken deeskalierend und liefern Beweismaterial.
- DB investiert jährlich über 200 Millionen Euro in Bahnsicherheit.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach den guten Erfahrungen mit dem Einsatz von Bodycams auf der Schwarzwaldbahn (seit 2023), der Gäubahn und der Murrbahn (seit 2024) wird die Deutsche Bahn (DB) diese Technik in Baden-Württemberg auf weitere Strecken bringen. Wie die DB weiter mitteilt, fühlten sich sowohl die Reisenden als auch das Zugpersonal damit sicherer. Die Bodycams wirkten nicht nur deeskalierend, sie lieferten auch wertvolles Beweismaterial für die Strafverfolgungsbehörden.
Neu hinzu kommen ab Mitte März sukzessive 120 Mitarbeitende mit Bodycams in den Regionen Stuttgart-Ulm-Bodensee, Donau-Ostalb, Breisgau Ost-West, Aulendorfer Kreuz, Bodenseegürtelbahn, Hochrhein, Ermstal- und Ammertalbahn, Bodensee-Oberschwaben, Wendlingen-Ulm und eben auf der Kulturbahn, die zwischen Tübingen und Pforzheim verkehrt und neben der Gäubahn, in der die Technik seit dem vergangenen Jahr bereits eingesetzt wird, eine der Hauptpendelstrecken in der Region um Horb ist.
Angriffe auf Zugpersonal
Die Mitarbeitenden, so die Bahn, nutzen die Technik auf freiwilliger Basis. Die Bodycam wird gut sichtbar vorn am Oberkörper getragen. Bevor die Kamera als technisches Hilfsmittel in den Einsatz geht, absolvieren die Kundenbetreuerinnen und Kundenbetreuer im Nahverkehr, wie das Zugpersonal in der Kulturbahn genannt wird, eine umfassende Schulung rund um Einsatzbedingungen, Rechtsgrundlagen, Kennzeichnungspflichten sowie praktische Bedienung und Umgang mit der Bodycam. Die Bodycam werde lediglich eingeschaltet, wenn eine Situation zu eskalieren droht, beispielsweise bei einer Fahrkartenkontrolle. Die Kamera, so die Bahn weiter, könne nur von der Bundespolizei ausgelesen werden. Die Bundespolizei ist für die Sicherheit auf Bahnstrecken zuständig.
Jedes Jahr gibt die DB nach eigenen Angaben bundesweit mehr als 200 Millionen Euro für Sicherheit in den Bahnen aus. Die vergangenen Jahre zeigten leider, dass Angriffe gegenüber Mitarbeitenden der Deutschen Bahn immer häufiger werden. Im Jahr 2023 gab es laut DB insgesamt 3144 Übergriffe. Knapp die Hälfte der körperlichen Übergriffe (inklusive Versuche) habe das Zugpersonal im Regionalverkehr betroffen. Auch in den Zügen der Kulturbahn kommt es immer wieder zu Übergriffen und Problemen, insbesondere zwischen Rottenburg und Tübingen wurden in den vergangenen Jahren Vorfälle dokumentiert.
Für die DB hätten der Schutz und die Sicherheit ihrer Mitarbeitenden Priorität, schreibt die Bahn. Im Sommer vergangenen Jahres hat die Bahn den Horber Bahnhof mit einer neuen Videoüberwachung ausgestattet.
