Schließung abgewendet: Die Horber Geriatrie bleibt!

Gut 60 Leute waren zur Abstimmung über die Horber Geriatrie ins Kur- und Kongresszentrum nach Freudenstadt gekommen, darunter zahlreiche Kämpfer für den Erhalt der Einrichtung.
Michael Stock- Horber Geriatrie bleibt geöffnet – 22 Kreisräte stimmten gegen die Schließung, 19 dafür.
- Rund 60 Bürger verfolgten die emotionale Debatte im Kur- und Kongresszentrum Freudenstadt.
- Applaus gab es für Schließungsgegner, Pfiffe für Befürworter – geheime Abstimmung wurde abgelehnt.
- Landrat Junt: „Mitarbeiter hängen in der Schwebe, Verantwortung muss übernommen werden.“
- Kritiker betonten gesellschaftliche Schäden und geringe Defizite im Vergleich zum Landkreisbudget.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Applaus gab’s während der Debatte für Peter Rosenberger, Wolfgang Kronenbitter und Christina Nuss, Pfiffe für Sebastian Lazar, der für die Schließung stimmte, da, wie er sagte, man auch in schlechten Zeiten nüchtern auf die Realitäten schauen müsse. Immerhin hatte er den Schneid, in aller Öffentlichkeit Farbe zu bekennen. Zunächst hatte es Anträge auf eine geheime Abstimmung gegeben. Das traute sich angesichts der rund 60 Leute, die die Sitzung verfolgten, dann wohl doch niemand.
„Wir entscheiden heute, weil wir wissen, dass die Mitarbeiter in der Schwebe hängen und wir eine Verantwortung haben. Der Großteil der Fakten liegt auf dem Tisch“, hatte Landrat Andreas Junt den wohl heikelsten Tagesordnungspunkt der Kreistagssitzung eingeläutet.
Kronenbitter (FWV) betonte noch einmal: „Horb hat damals die Reha als Trostpflaster bekommen und das soll nun schmerzhaft entfernt werden.“ Rosenberger (CDU) appellierte: „Denken Sie daran, es geht um unsere Generation, die in einigen Jahren in die Situation kommen kann, in der heute die Patienten sind.“ Es entstehe auch ein gesamtgesellschaftlicher Schaden, wenn man Patienten ins Pflegeheim abschiebt. Und Nuss (Frauenliste) machte deutlich: „Das Defizit der Geriatrie ist im Vergleich zum Defizit des Landkreises ein Nasenwasser!“
