Regionale Küche
: Solhof darf sich „Naturpark-Wirt“ nennen

Als achter Gastronomiebetrieb im Landkreis Freudenstadt wurde der Landgasthof in Loßburg-Schömberg in die Runde der „Naturpark-Wirte“ aufgenommen.
Von
NC
Loßburg-Schömberg

Hier bei der Übergabe der Plakette, von links: Freudenstadts Landrat Dr. Klaus Michael Rückert, Loßburgs Bürgermeister Christoph Enderle, Naturpark-Geschäftsführer Karl-Heinz Dunker, Naturpark-Wirt Christoph Hübner, Naturpark-Wirte-Vorsitzender Rolf Berlin, Naturpark-Wirtin Lorin Hübner und Forellenzüchter Joachim Schindler.

Nicht gesetzt

Die Naturpark-Wirte haben den Landgasthof Solhof in Loßburg-Schömberg am Mittwoch als weiteres offizielles Mitglied in ihren Verein aufgenommen. Insgesamt umfasst dieser Zusammenschluss aus Gastronomen nahezu 50 Betriebe. In Loßburg ist der Landgasthof Solhof neben dem Landgasthof Hotel Hirsch der zweite Naturpark-Wirt, im Landkreis Freudenstadt ist es der Achte.

„Toll, dass der Landgasthof Solhof so vielfältige Produkte direkt aus der Region bezieht. Wir freuen uns, Lorin und Christian Hübner im Kreis der Naturpark-Wirte willkommen zu heißen“, sagte der Erste Vorsitzende des Vereins Naturpark-Wirte Schwarzwald Mitte/Nord, Rolf Berlin vom Hotel Berlins Krone-Lamm in Bad Teinach-Zavelstein, bei der Auszeichnungsfeier in Schömberg. „Unser Credo, regionale und saisonale Lebensmittel zu verwenden und damit zum Erhalt der Kulturlandschaft beizutragen, breitet sich so immer weiter aus.“

Der Geschäftsführer des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord Karl-Heinz Dunker ergänzte: „Die Plakette der Naturpark-Wirte ist das sichtbare Zeichen für das Bekenntnis zu Regionalität, Nachhaltigkeit und Heimatverbundenheit. Die Naturpark-Wirte sind erste Wahl bei der regionalen Küche.“

Die hebt auch der Bürgermeister der Gemeinde Loßburg, Christoph Enderle, besonders hervor: „Bei den Hübners haben wir eine vorzügliche Küche mit frischen und regionalen Produkten. Das schätzen die Leute.“ Hinzu komme die wunderschöne Natur- und Kulturlandschaft um den Schwarzwaldhof herum.

„Wir sind Schwarzwälder und wollen den Schwarzwald auf den Tisch bringen“, sagt Gastwirt Christian Hübner. „Wir sind mitten in der Natur und leben mit ihr.“ Genau so sieht das auch der Landrat des Landkreises Freudenstadt, Dr. Klaus Michael Rückert: „Naturpark ist etwas, wo man Heimat erleben kann. Die Naturpark-Wirte machen das deutlich.“

Saisonal und regional

Die Naturpark-Wirte verpflichten sich, für ihre Speisen und Getränke regionale Zutaten zu verwenden. Bei mindestens sechs Gerichten auf der Speisekarte stammen die Zutaten von Erzeuger/innen aus den beiden Schwarzwälder Naturparken.

Für Lorin und Christian Hübner vom Landgasthof Solhof ist das selbstverständlich: 95 Prozent der Gerichte auf ihrer Speisekarte bereiten sie mit Produkten aus der Region zu. In der Speisekarte können die Gäste sich auch direkt darüber informieren, woher die einzelnen Produkte stammen.

Ihren Fisch beziehen die Hübners aus der Forellenzucht Lohmühle von Joachim Schindler in Alpirsbach. Sie ist nur wenige hundert Meter vom Gasthof entfernt. Die Fischgerichte bereitet Koch Christian Hübner gerne auch einmal kreativ und teilweise auch speziell auf Nachfrage hin zu - wie den „Gugelhupf vom Saibling“. Das Wild erhält der Gasthof direkt von Jägern aus der Region. Das Rezept für das Brot hat Christian Hübner mit der Bäckerei Huber in Waldulm entwickelt. Das Brot wird in der Bäckerei gebacken.

Landschaftspflege mit Messer und Gabel

An die 50 Gastronominnen nd Gastronomen aus dem Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord haben sich als Verein zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist es, ihre Gäste mit regionalen Spezialitäten zu verwöhnen. Der Verein ist langjähriger Partner des Naturparks und arbeitet eng mit Erzeugerinnen und Erzeugern zusammen. Die „Landschaftspflege mit Messer und Gabel“ verfolgen sie mit großem Engagement und vielen köstlichen Ideen.

Regional bedeutet, dass die Zutaten für die Kreationen aus den beiden Schwarzwälder Naturparken stammen. Das Motto dabei lautet: „Schmeck den Schwarzwald“. Indem die Naturpark-Wirte heimische Produkte in ihrer Küche verwenden, leisten sie einen wichtigen Beitrag dazu, die typische Schwarzwälder Kulturlandschaft offenzuhalten. Inspiration liefert den Küchenchefs all das, was die Saison, die Natur und die Erzeuger/innen für sie bereithalten.

Durch Loßburg verläuft der Naturpark-Radweg, der auf 260 Kilometern Länge einmal um den Naturpark herumführt. Vom Naturpark-Augenblick aus auf der gleichnamigen Rundwanderung ist sogar die Burg Hohenzollern zu sehen. Sehr beliebt ist auch das Trekking-Camp Loßburg. Dort können Trekkerinnen und Trecker ganz legal mitten im Naturpark übernachten. Wer sein Wissen über die Flößer-Tradition in der Region testen will, sollte unbedingt den Flößerpfad und das Diplom machen.

Naturpark-Markt am 3. Oktober

Auch kulinarisch bietet Loßburg einiges: Am 3. Oktober findet der Naturpark-Markt in Loßburg statt. Mit dem Hof Bürkle war zudem ein landwirtschaftlicher Betrieb beim Naturpark-Brunch auf dem Bauernhof dabei.