Region · Mobilität
: IHK Nordschwarzwald setzt sich für Metropolexpress ein

Der Interessenverband schlägt eine Verknüpfung in Eutingen vor und fordert „intelligente Lösung“ für die Gäubahn.
Von
NC
Region

Schwäbisches Tagblatt

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Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nordschwarzwald hat sich in ihrer jüngsten Verbandsversammlung zum Ziel gesetzt, die Anbindung an größere Städte und Ballungsräume zu optimieren. Neben notwendigen Straßenverbindungen gelte der Fokus den Schienenverbindungen, wie aus dem Bericht zur Versammlung zu erfahren ist.

Für eine gute Zukunft der „Gäubahn“, also der Schienenachse Stuttgart-Zürich, setze sich die IHK Nordschwarzwald bereits seit vielen Jahren ein. Dabei messe sie nicht nur der bestehenden direkten Verbindung an den Stuttgarter Hauptbahnhof aus dem Landkreis Freudenstadt hohe Bedeutung bei, sondern auch einer ebensolchen Lösung aus der Raumschaft Nagold.

Konkret fordert die IHK eine umstiegsfreie Schienenverbindung, die beispielsweise durch eine Attraktivierung der bestehenden Strecke und einem intelligenten Konzept erreicht werden könnte, das in Eutingen im Gäu eine Verknüpfung mit dem Metropolexpress aus beziehungsweise nach Freudenstadt vorsieht. „Das wäre aus Expertensicht ökologisch wie ökonomisch klug und relativ schnell umzusetzen“, heißt es im Bericht des Interessenverbands.

Aber auch der ÖPNV innerhalb der Region beschäftigt die IHK für die Mobilität von Fachkräften intensiv. „Eine moderne und leistungsfähige Mobilitätsstruktur ist von zentraler Bedeutung für die wirtschaftliche Dynamik und die Zukunftsfähigkeit unseres ländlichen Raums“, betont Claudia Gläser, die Präsidentin der IHK Nordschwarzwald.

Für eine Verbesserung einer nachhaltig ausgerichteten Mobilität von Fachkräften nennt Tanja Traub, die Hauptgeschäftsführerin der IHK Nordschwarzwald beispielhaft zwei unterschiedliche Ansätze aus dem Kreis Freudenstadt: Zum einen das mehr als drei Jahre mit 1,8 Millionen Euro vom Landesverkehrsministerium geförderte Pilotprojekt „Mobilerleben im Landkreis Freudenstadt“, das seit Ende 2022 mit in einer nun wachsenden Zahl von Kommunen eine Mobilitätsgarantie mit der Ergänzung des Schienen- und Busverkehrs durch ÖPNV-Taxis ermöglicht. „Wir werden die Erfahrungen im Landkreis Freudenstadt nächstes Jahr im Netzwerk der baden-württembergischen IHKs vorstellen und uns bei weiter erfolgreichem Verlauf für eine gesicherte Finanzierungsstruktur sowie die Ausweiterung auf weitere Landkreise beim Land einsetzen“, so Traub. „Gleichzeitig haben wir über unsere Starthilfe-Beratung und den Digital Hub ein junges Start-up aus Horb gefördert, dass eine Software für die Kombination des ÖPNV mit privatem Carpooling im ländlichen Raum entwickelt hat und diese mit einigen großen Unternehmen für unternehmensübergreifende, individuell und in Echtzeit organisierbare Fahrgemeinschaften erfolgreich erprobt hat“, so Traub abschließend.

Die IHK Nordschwarzwald setzt sich also aktiv für innovative Ansätze ein, die eine nachhaltige Mobilität fördern und somit zur Stärkung der regionalen Wirtschaft, zur Schonung der Umwelt und zur Steigerung der Lebensqualität für die Bewohnerinnen und Bewohner im Nordschwarzwald beitragen.