Polizeieinsatz in Horb
: Ein nächtliches Poltern, eine große Menge Blut und eine wirklich arme Sau

Eine Blutspur in Dießen hat am Sonntag Bevölkerung und Polizei in Alarmbereitschaft versetzt. Der Hubschrauber kreiste über dem Tal, im Dorf wurde wild spekuliert.
Von
Marike Schneck
Horb am Neckar
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Am frühen Dienstagnachmittag 30.09. führten Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei Wuppertal und der Düsseldorfer Polizeifliegerstaffel eine groß angelegte Rettungsübung an der Wupper-Talsperre durch. Im Bereich der Kräwinklerbrücke trainierten die Taucher der Technischen Einheit des Polizeipräsidiums Wuppertal gemeinsam mit der Hubschrauber-Crew der Hummel 2 ein standardisiertes Rettungsverfahren. Bei der Übung wurde ein Polizeitaucher per Seilwinde aus dem Hubschrauber abgelassen. Gemeinsam mit einer in eine spezielle Schlinge platzierten Person wurde er anschließend wieder hochgezogen und in den Helikopter gebracht. Dieses Vorgehen entspricht bundesweit geltenden Standards für Hubschrauberrettungen. Die Übung diente

Ein Polizeihubschrauber kreiste über Dießen - die Beamten ermittelten in alle Richtungen.

IMAGO/Justin Brosch (Symbolbild)
  • Blutspur löst in Dießen große Aufregung aus, Polizei ermittelt in alle Richtungen.
  • Ein Bewohner hörte nachts Poltern, fand morgens viel Blut und einen zerbrochenen Blumentopf.
  • Ein Polizeihubschrauber kreiste über dem Tal – die Beamten suchten nach einem möglichen Verletzten.
  • Abends meldete sich ein Jagdpächter: Sein Hund verfolgte die Spur bis zum Hof.
  • Ursache wohl verletzte Wildsau, das Tier wurde im Wald lokalisiert, entkam jedoch.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein Poltern und Klopfen in der Nacht und eine Blutspur, die sich vom Dorf bis rauf in den Wald zieht: In Dießen herrschte am Sonntag helle Aufregung, nachdem ein Bewohner am Morgen aus dem Haus trat und sehr viel Blut in seinem Hof entdeckte. Nachts schon hatten den Mann komische Geräusche, ein Klopfen, wach werden lassen. Am Morgen nun sah er einen kaputten Blumentopf im Hof und Blut, Blut, Blut.

Helikopter kreist über dem Tal

Die Spur zog sich durch Dießen bis rauf zur Burg. Die Angst war groß und die Polizei in Alarmbereitschaft. „Die Kollegen in Horb haben wirklich wahnsinnig viel geschafft“, sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Pforzheim am Montag.

Weil unklar war, woher das viele Blut stammt, und nicht ausgeschlossen werden konnte, dass womöglich irgendwo ein Verletzter liegt und dringend Hilfe benötigt, fuhren die Beamten das ganz große Besteck auf: Ermittlungen in alle Richtungen, ein Polizeihubschrauber kreiste über dem Tal. „Es wurde ja alles Mögliche vermutet“, sagte die Polizeisprecherin.

Ein Hund nahm die Fährte auf

Was vorgefallen war, sollte sich erst in den Abendstunden zeigen, als sich ein Jagdpächter bei der Polizei meldete. Ihm sei eine verletzte Wildsau am Ortsrand gemeldet worden. Der Jagdpächter kam mit seinem Hund, der nahm am Ortsrand die Fährte auf und verfolgte die Blutspur bis hin zu dem in Scherben und Blut liegenden Blumentopf.

Ob sich die arme Sau an den Scherben tief geschnitten hat oder ob sie zuvor womöglich anderweitig verletzt worden ist, kann wohl nicht mehr geklärt werden. Das Tier sei im Wald zwar zunächst lokalisiert worden, berichtete die Polizei, dann aber sei es entwischt – vermutlich wie eine gesengte Sau.