Orientmaler Gustav Bauernfeind: Ein Übersetzer setzt über

Die Nähe zu Sulz und Gustav Bauernfeind beweist auch das Foto, welches Otto Höschle am Grab von Gustav Bauernfeind auf einem christlichen Friedhof in West-Jerusalem zeigt.
Privat- Otto Höschle veröffentlicht „Dschalal ad-Din Rumi – Robayat – Sämtliche Vierzeiler“ mit Chalice-Verlag.
- Newsletter zeigt Gemälde-Ausschnitt „Jaffa, Einziehung der türkischen Landwehr in Palästina“.
- Bauernfeind-Museum in Sulz zeigt 200 Werke des Künstlers Gustav Bauernfeind – ehrenamtlich geführt.
- Otto Höschle studierte Islamwissenschaften und war Delegierter für das Rote Kreuz in mehreren Ländern.
- Höschle bleibt Sulz verbunden, arbeitete an „Die Reise nach Damaskus“ mit und liefert Erläuterungen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Chalice-Verlag in der Schweiz hat einen Newsletter über eine sehr umfangreiche Rumi-Übersetzung aus der persischen Sprache von Otto Höschle herausgebracht. Weil Höschle seinem Verlag das Foto mit dem Bauernfeind-Grab in Jerusalem dazu einsandte, kam er auf die Idee als Aufhänger einen Ausschnitt des Bauernfeind-Bildes von der Einziehung der türkischen Landwehr in Palästina zu verwenden. Der Leiter des Sulzer Bauernfeind-Museums, Richard Weinzierl, hat dazu einen Gastbeitrag verfasst.
Mit dem Titel „Ein Übersetzer setzt über“ und einem Ausschnitt aus dem Gemälde „Jaffa, Einziehung der türkischen Landwehr in Palästina“ von Gustav Bauernfeind hat der Sulzer Otto Höschle einen Newsletter zu seinem neuesten Buch „Dschalal ad-Din Rumi - Robayat - Sämtliche Vierzeiler“ für seinen Verlag, (Chalice-Verlag, Xanten), verfasst.

Mit dem Titel „Ein Übersetzer setzt über“ und einem Ausschnitt aus dem Gemälde »Jaffa, Einziehung der türkischen Landwehr in Palästina« von Gustav Bauernfeind hat der Sulzer Otto Höschle einen Newsletter zu seinem neuesten Buch »Dschalal ad-Din Rumi - Robayat - Sämtliche Vierzeiler« verfasst.
PrivatDschalal ad-Din Rumi, kurz Rumi genannt, wurde 1207 im heutigen Afghanistan geboren und starb 1273 in Konya, südlich von Ankara. Er war einer der größten Mystiker in der Geschichte des Islam. Rumi-Zitate handeln oft von Liebe, Weisheit, dem Weg zu Gott und der inneren Suche.
Ein Beispiel: „Du wurdest mit Flügeln geboren, warum ziehst du es vor durchs Leben zu kriechen?“ Mit der ersten deutschen Gesamtübertragung der rund 1800 Vierzeiler von Rumi aus dem Persischen hat der Germanist und Orientalist Otto Höschle einmal mehr seine Begabung als Übermittler von Geist, Herz und Seele orientalischer Lebensweisheit in die Schönheit der deutschen Sprache bewiesen.
Familiäre Verbindungen zum Gründer des Bauerfeind-Museums
Als der Begründer des Bauernfeind-Museums, Hugo Schmid, 1948 aus der Gefangenschaft nach Sulz heimkehrte, unterstützte er Christian Höschle, den Vater von Otto, beim Aufbau von dessen Firma, in der zum Beispiel Zifferblätter für Uhren hergestellt wurden. Der Sohn Otto erblickte am 21. Januar 1952 in Sulz das Licht der Welt.
1961 zog die Familie nach Sarnen in die Schweiz um. Otto Höschle studierte in der Schweiz Anglistik und Germanistik. Diese Kenntnisse setzte er am Luzerner Theater als Dramaturg ein. Von 1987 bis 1991 arbeitete er für das Internationale Komitee des roten Kreuzes als Delegierter in den Ländern Jordanien, Iran, Libanon, Israel/Palästina, Afghanistan und Saudi-Arabien.
Seine Orientreisen und sein Interesse an der muslimischen Welt veranlassten ihn, von 1990 bis 1995 Islamwissenschaften mit Arabistik und Iranistik an den Universitäten Berlin und Basel zu studieren. Höschle hat Romane, Lyrik, Hörspiele und Theaterstücke verfasst, sowie eine Anzahl Übersetzungen (Rumi, Molière, Wilde) verfasst.
Am Buch „Die Reise nach Damaskus“ mitgearbeitet
Trotz seiner Weltoffenheit ist er seinem Geburtsort Sulz immer noch sehr verbunden. So hat etwa die Verbindung zwischen den Familien Schmid über die Tochter Ulrike Steinbrenner und Otto Höschle bis heute Bestand. Bei Hugo Schmids Buch „Die Reise nach Damaskus“ hat Otto Höschle ebenfalls mitgearbeitet. Im hinteren Buchteil steuerte er Erläuterungen zu den damaligen Sprachen in Damaskus, zur Geschichte und ein Verzeichnis arabischer Wörter sowie ein paar arabische Kalligrafien bei.
Das Bauernfeind-Museum in Sulz
Der am 4. September 1848 in Sulz am Neckar geborene Künstler Gustav Bauernfeind gilt als der bedeutendste deutsche Orientmaler des 19. Jahrhunderts. Es ist dem Engagement des Heimatforschers Hugo Schmid zu verdanken, dass sich heute in der Sulzer Innenstadt das Bauernfeind-Museum befindet. Er hatte bereits 1978 damit begonnen, über diesen Ausnahmekünstler die Familiengeschichte und das künstlerische Werk zusammenzutragen.
Im Museum werden an die 200 Werke, darunter 75 Originale in Form von Zeichnungen, Aquarellen und Ölgemälden, gezeigt. Daneben dokumentieren Fotos, Briefe und Schriftstücke den Lebensweg des Künstlers. Das Bauernfeind-Museum des Orientmalers Gustav Bauernfeind seit seiner Gründung 1990 ehrenamtlich geführt.
Die Öffnungszeiten: sonntags von 14 bis 17 Uhr; Führungen nach Vereinbarung.
