Neckartal-Hochbrücke
: Bau der Horber Hochbrücke dauert von 2023 bis 2026

Die Vorarbeiten an der Bundesstraße 32 bei Nordstetten stehen in Bauabschnitt 2. Nun hat der Bund die Kostenfortschreibung für das Projekt genehmigt, und die eigentlichen Brückenarbeiten sind ausgeschrieben.
Von
NC
Horb/Karlsruhe

Auf Nordstetter Seite sind die vorbereitenden Arbeiten gut vorankommen .

Karl-Heinz Kuball

Die Horber Ortsumfahrung; genauer: Ortsüberfahrung, ist einen entscheidenden Schritt weiter: Die Arbeiten für die Brücke sind nach einem Beschluss der Bundesregierung finanziell gesichert, können ausgeschrieben werden und sollen 2023 beginnen. In einer Pressemitteilung bezeichnen das Regierungspräsidium Karlsruhe und das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg diesen Schritt als „Meilenstein“.

Kosten stark gestiegen

Die ursprünglich mit 65 Millionen Euro veranschlagten Kosten sind um 37,5 Millionen Euro auf 102,5 Millionen Euro gestiegen. Als wesentliche Gründe führen die Bauträger das geänderte Bauverfahren sowie die bei der Planung der Brücke nicht abschließend bekannten geologischen Verhältnisse vor Ort an. Weitere Kosten entstehen außerdem durch die Abänderung der zunächst geplanten Lärmschutzwände in Stützwände mit aufgesetzten Lärmschutzelementen sowie durch allgemeinen Kostensteigerungen im Straßen- und Brückenbau.

Das Landesverkehrsministerium hatte die Kostenfortschreibung zum Bau der Hochbrücke Horb genehmigt, der Bund sie am 22. November freigegeben. „Wir sind dankbar für die Unterstützung des Bundes im Rahmen der Kostenfortschreibung. Vor dem Hintergrund des Regierungswechsels auf Bundesebene war es wichtig, die zusätzlichen Kosten bereits jetzt sicher in den Bundeshaushalt zu bekommen“, sagte der Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne).

Sylvia Felder, die Präsidentin des RP Karlsruhe ergänzt: „Wir sind sehr froh, dass wir den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Horb damit eine zeitliche Perspektive für die dringend notwendige verkehrliche Entlastung ihrer Stadt geben können“.

Fertigstellung 2026 geplant

Das RP Karlsruhe hat die europaweite Ausschreibung am 9. Dezember, veröffentlicht. Interessierte Firmen sollen Angebote ausarbeiten und einreichen; sie werden geprüft und auf dieser Basis ein Vergabevorschlag an die Verkehrsministerien des Bundes und des Landes Baden-Württemberg formuliert. Nach deren Zustimmung und der Auftragserteilung kann der Auftragnehmer mit der Bauvorbereitung beginnen. Aufgrund der Komplexität des Projekts wurden die Zeiträume für die Ausführungsplanung vergrößert; damit verlängert sich die geplante Gesamtbauzeit der Brücke gegenüber den bisherigen Ansätzen: Mit dem Baubeginn wird Anfang des Jahres 2023 gerechnet, die Fertigstellung ist derzeit für Sommer 2026 vorgesehen.

Weitere Ausschreibungen

Als Nächstes wird die Baustellenzuwegung auf Nordstetter Seite ausgeschrieben; ihr Bau ist für Frühjahr bis Ende 2022 vorgesehen. Die Baustellenzuwegung und der Straßenbau auf der Seite Rauschbart wird als letztes Los ausgeschrieben; es soll laut derzeitiger Planung von Ende 2022 bis Ende 2024 umgesetzt werden.

Zurzeit wird der 2. Bauabschnitt ausgeführt. Die neuen Stützwände bei Nordstetten sind fertiggestellt. Sie werden verfüllt und mit Lärmschutzwänden versehen. Auch stehen im Bereich Nordstetten weitere Straßenbauarbeiten an. Ist Bauabschnitt 2 fertiggestellt, wird der Anschluss der B 32 an die Innenstadt Horb wieder freigegeben. Die Bundesstraße zwischen Nordstetten und Horb soll im Sommer 2022 wieder frei befahrbar sein.

Weitere Informationen zum Gesamtprojekt „B 32 Ortsumfahrung Horb - Teil Neckartalbrücke“ und zur Hochbrücke sind auf der Projektseite des RP Karlsruhe (rp.baden-wuerttemberg.de/rpk) abrufbar.