Nachruf
: Herbert Bärmann aus Empfingen ist im Alter von fast 89 Jahren gestorben

Viele Empfinger verbinden Bärmann vor allem mit seinem Engagement bei der Sportgemeinschaft. Ihm gelang es, in einer schwierigen Phase die Funktionen im Vorstand wieder zu besetzen.
Von
Emil Henger
Empfingen
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Herbert Bärmann

Herbert Bärmann war oft mit seiner Frau und dem Hund spazieren. Danach wurde eingekehrt.

Privat
  • Herbert Bärmann aus Empfingen verstarb am 1. August im Seniorenheim Pasodi in Vöhringen.
  • Er litt seit zehn Jahren an Morbus Parkinson – die Krankheit schränkte ihn zunehmend ein.
  • Geboren 1937 in Furtwangen: Elektrofeinmechaniker, später Meister mit vielen Weiterbildungen.
  • Ab 1972 in Empfingen, bis 2000 Betriebsleiter bei Julius Bauser KG; Ehefrau Irmgard starb 2018.
  • Engagiert bei der SGE: Vorsitz 1981–1985 und 1995–1997, zahlreiche Ehrungen und Vereinsarbeit.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Diagnose Parkinson vor zehn Jahren stellte Herbert Bärmanns Leben auf den Kopf. Die geliebten Spaziergänge mit seiner Frau Irmgard und dem Hund sowie die anschließende Einkehr in der Gegend oder am Bodensee wurden immer beschwerlicher und weniger, auch wenn die Ärzte die Krankheit gut in den Griff bekommen haben, wie der Sohn Peter erzählt. Doch der Verlauf von Morbus Parkinson forderte seinen hohen Tribut. Beginnend mit Bewegungseinschränkungen musste Bärmann sich später mit dem Rollator fortbewegen, dann kam der Rollstuhl. Nun verstarb Herbert Bärmann am 1. August im Seniorenheim Pasodi in Vöhringen mit fast 89 Jahren.

Bärmann war ein technikbegeisterter Mensch. Das Feingefühl für die Technik war ihm in die Wiege gelegt worden. Am 14. September 1937 wurde er in Furtwangen im Schwarzwald-Baar-Kreis als Sohn von Karl und Hilda Bärmann geboren, wo er mit zwei Brüdern und der Zwillingsschwester Hannelore aufwuchs. Der Vater war ein selbstständiger Mechaniker und fertigte Zahnräder, Bärmanns älterer Bruder Max war Werkzeugmachermeister, der Technische Angestellte Heinz, der Jüngste, übernahm später den Betrieb. Da ist es kein Wunder, wenn Peter Bärmann den Beruf des Mechanikers ergriff. „Mein Vater und ich haben oft gefachsimpelt und uns gegenseitig beraten. Ich habe viel von ihm gelernt“, sagt Peter Bärmann.

Weiterbildung durch viele Schulungen

Herbert Bärmann lernte in der Staatlichen Berufsfachschule Furtwangen Elektrofeinmechaniker und machte den Meister als Feinmechaniker. Ständig absolvierte er Lehrgänge und Schulungen, um sich weiterzubilden: Elektronik,  Arbeitsstudien, Fernkurs für Berufsausbildung, Pneumatik, Steuerungstechnik, Digitaltechnik, programmierbare Steuerungen und nicht zuletzt Führungswissen für Meister. Das hatte einen häufigen Wechsel des Arbeitsplatzes und des Wohnsitzes zur Folge.

Zuletzt wohnte die Familie mit dem kleinen Peter von 1970 bis 1972 in Eltville am Rhein. Dann zog die Familie nach Empfingen um. Bei der Firma Julius Bauser KG, seinerzeit noch im Horber Gässle ansässig, war Bärmann bis Ende September 2000 Betriebsleiter, ehe er in den verdienten Ruhestand ging. Am 24. Mai 2018 verstarb Bärmans Frau Irmgard.

Ein großes Hobby von Bärmann war der Sport. Den schaute er sich nicht nur im Fernsehen an, er engagierte sich auch bei der Sportgemeinschaft Empfingen (SGE). Große Verdienste hatte er sich erworben, als der Verein 1995 in einer schwierigen Phase einen Vorsitzenden suchte. Die größte Leistung in dieser Amtszeit bis Juni 1997, war es, die Funktionen in der Vorstandschaft adäquat wieder zu besetzen.

Mitglied in der Rentnergruppe

Schon einmal stand Bärmann an der Spitze des Vereins, nämlich von März 1981 bis März 1985. Ende der 1970er Jahre war er zudem mehrere Jahre A-Jugend-Trainer. Bärmann war auch Mitglied in der legendären Rentnertruppe. Die rüstige Truppe hatte die Kunstrasenplätze mitgebaut, half beim Bau des Sportheims, und hat die Sportplatzpflege übernommen.

Für seine Verdienste bekam Bärmann den WFV-Verbandsehrenbrief und die WLSB-Ehrennadel in Bronze überreicht. Die Ehrenmitgliedschaft der SGE wurde ihm im Mai 2001 verliehen

Beisetzung ist am 14. August in Empfingen

Die Urnenbeisetzung ist am Freitag, 14. August, um 14 Uhr auf dem Empfinger Friedhof.