Mehr als 150.000 Euro fehlen
: Lücke in der Finanzierung: Special Olympics in Baiersbronn abgesagt

Bei den Special Olympics Landesspielen sollten sich 450 Athletinnen und Athleten im Februar 2027 in Baiersbronn duellieren. Jetzt ist das inklusive Großevent abgesagt.
Von
red/pm
Baiersbronn
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Die Special Olympics Landesspiele, hier im Jahr 2023, werden im kommenden Jahr nicht ausgetragen.

Die Special Olympics Landesspiele, hier im Jahr 2023, werden im kommenden Jahr nicht ausgetragen.

SOBW/Johannes Lörz
  • Special Olympics Landesspiele in Baiersbronn sind abgesagt – die Finanzierung ist nicht gesichert.
  • Trotz mehr Förderungen und vervielfachter Sponsorensuche bleibt ein Loch von 150.000 bis 200.000 Euro.
  • SOBW und Gemeinde trafen die Entscheidung gemeinsam, um keine verbindlichen Zusagen zu riskieren.
  • Geplant waren Landeswinterspiele mit 450 Athletinnen und Athleten in acht Disziplinen.
  • Baiersbronn will Inklusion im Sport weiter fördern, auch ohne Großveranstaltung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die ehrenamtlichen Helfer wurden längst gesucht, die Botschafterinnen und Botschafter vorgestellt, doch jetzt wurden die Special Olympics Landesspiele 2027 in Baiersbronn abgesagt. Diese „schwere Entscheidung“ sei gemeinsam mit Special Olympics Baden-Württemberg (SOBW) getroffen worden, teilt die Gemeinde Baiersbronn mit.

Als Grund nennt sie eine nicht gesicherte Finanzierung. Trotz Förderungen und einer im Vergleich zu den vergangenen Spielen vervielfachten Sponsorenakquise sei eine Lücke von 150.000 bis 200.000 Euro verblieben, heißt es in der Mitteilung. Es seien vier- bis fünfmal so viele Unternehmen wie noch für die Landesspiele 2025 angesprochen worden.

„Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Bis zuletzt haben wir intensiv daran gearbeitet, die Finanzierung zu sichern. Am Ende mussten wir feststellen, dass eine Durchführung unter diesen Bedingungen nicht verantwortbar ist“ , erklärt Beate Slavetinsky, Präsidentin von Special Olympics Baden-Württemberg. „Dass wir jetzt entscheiden und nicht später, hat einen einfachen Grund: Ab diesem Zeitpunkt werden Zusagen fest verbindlich. Nicht nur für uns, sondern auch für unsere Delegationen und deren Athletinnen und Athleten, gegenüber Partnern und weiteren Beteiligten“, sagt SOBW-Geschäftsführer Heiko Wipfler.

Ruf: „Für alle ein großer Wermutstropfen“

Bürgermeister Michael Ruf (CDU): „Die Absage ist für uns alle in Baiersbronn ein großer Wermutstropfen, denn wir als Austragungsort standen in den Startlöchern und die Vorfreude auf die Landeswinterspiele war bereits riesig. Letztlich muss die Gesamtfinanzierung einer solchen Großveranstaltung aber auf sicheren Beinen stehen, weshalb wir die schwierige Entscheidung des SOBW-Präsidiums vollumfänglich mittragen.“

Die Special Olympics Landesspiele sollten vom 18. bis 20. Februar stattfinden. Dazu sollten rund 450 Athletinnen und Athleten mit geistiger Behinderung nach Baiersbronn kommen und sich in acht Disziplinen duellieren. Rund 130 Trainerinnen, Trainer und Betreuungspersonen sollten sie dabei begleiten. Im März hatte es dazu bereits eine Informationsveranstaltung in Baiersbronn gegeben, anschließend wurden die Verträge unterzeichnet – jetzt die Absage.

„Die gute Zusammenarbeit mit Special Olympics endet hier aber nicht: Wir möchten den Nordschwarzwald auch weiterhin für inklusiven Sport öffnen“, betont Ruf. Dem pflichtet Nina Miketta, Projektleiterin der Landesspiele, bei: „Inklusion durch Sport braucht keine Großveranstaltung. Sie entsteht dort, wo Menschen dauerhaft gemeinsam Sport treiben und Begegnungen möglich werden.“