Love Scaming in Freudenstadt: Leeres Konto statt großer Liebe – drei Frauen um Geld gebracht

Betrügern haben mehrere Frauen aus Freudenstadt reingelgt.
Nicolas Armer/dpa- Frau aus Freudenstadt fällt auf „Love Scaming“ im Internet herein
- Täter forderte wiederholt Geld, sie zahlte per Geschenkkarten und weitere Zahlungen
- Sie verschickte intime Bilder; Ende Januar erpresste der Mann mit Veröffentlichung
- Gesamtschaden unbekannt; Polizei in Freudenstadt ermittelt nach Meldung
- Polizei rät: misstrauisch sein, kein Geld/ Codes senden, keine intimen Bilder, früh Anzeige stellen
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Gleich drei Frauen aus Freudenstadt und der Umgebung sind auf Liebesbetrüger im Internet hereingefallen. Darüber berichtet die Polizei zu Wochenbeginn in zwei Mitteilungen.
Die Masche ist immer gleich: Die Frauen lernten im Internet über soziale Netzwerke Männer kennen, die ihnen die große Liebe vorgaukelten, aber nur auf Geld aus waren. Zwischen einer Frau aus dem Stadtgebiet, deren Alter die Polizei nicht nennt, und einem Kriminellen wuchs Ende 2025 der Kontakt. „Im Verlauf der Kommunikation forderte der Mann wiederholt finanzielle Zuwendungen, welche die Geschädigte in Form von Geschenkkarten sowie weiterer Zahlungen leistete“, teilt die Polizei mit. Zudem schickte die Frau dem Kriminellen intime Bilder. Mit diesen erpresste der Täter die Freudenstädterin Ende Januar. Er drohte, die Bilder sowie persönliche Daten zu veröffentlichen, sollten keine weiteren Zahlungen erfolgen. Wie viel Geld die Frau verloren hat, weiß die Polizei noch nicht.
Eine 66-Jährige hatte im vergangenen Jahr einen Mann aus den USA kennengelernt. Er täuschte vor, Geld für verschiedene Reparaturen zu benötigen und drohte der Frau, sie zu verlassen, sollte sie kein Geld mehr schicken. In der Folge überwies die 66-Jährige rund 20.000 Euro in die USA.
Im dritten Fall gab sich ein Betrüger als amerikanischer Kinderarzt im Auslandseinsatz aus. Im Oktober stellte er den Kontakt zu einer 55-Jährigen aus dem Raum Freudenstadt her. Unter verschiedenen Vorwänden überwies sie ihm mehrfach Geld im Gesamtwert von knapp 20.000 Euro – bis sie merkte, betrogen worden zu sein.
Die Polizei rät: „Seien Sie misstrauisch bei schnellen Liebesbekundungen über das Internet. Überweisen Sie kein Geld und geben Sie keine Geschenkkarten oder Codes an Online-Bekanntschaften weiter. Versenden Sie keine intimen Bilder oder persönliche Daten an unbekannte Personen. Seien Sie vorsichtig und misstrauisch bei ständig wechselnden Nummern. Erstatten Sie frühzeitig Anzeige und wenden Sie sich an die Polizei, wenn Ihnen etwas komisch vorkommt.“
