Kultur in Sulz
: Gewinnt „Kokain im Hackenporsche“?

Sulz ist am 30. Oktober Austragungsort des Baden-Württembergischen Publikumsfilmpreises in der Kategorie Kurzfilm.
Von
Marcella Danner
Sulz
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Das Kinomobil ist in ganz Baden-Württemberg unterwegs - wie hier beim Zeltkino in Ochsenwang (ein Ortsteil der Gemeinde Bissingen an der Teck). Am Donnerstag, 30. Oktober, kommt es nach Sulz am Neckar. Die Stadt wird an diesem Tag zu einem der Austragungsorte für den Baden-Württembergischen Publikumsfilmpreis 2025.

Das Kinomobil ist in ganz Baden-Württemberg unterwegs – wie hier beim Zeltkino in Ochsenwang (ein Ortsteil der Gemeinde Bissingen an der Teck). Am Donnerstag, 30. Oktober, kommt es nach Sulz am Neckar. Die Stadt wird an diesem Tag zu einem der Austragungsorte für den Baden-Württembergischen Publikumsfilmpreis 2025.

Michael Halmel/Kinomobil
  • Sulz ist am 30. Oktober Austragungsort des Kurzfilm-Publikumsfilmpreises 2025 in Baden-Württemberg.
  • Sechs Filme stehen um 19.30 Uhr in der Stadthalle zur Wahl, darunter „Kokain im Hackenporsche“.
  • Zuschauer können abstimmen und am Gewinnspiel teilnehmen – Preisverleihung am 7. Dezember in Stuttgart.
  • Nachmittags zeigt das Kinomobil Familienfilme, begleitet von Popcorn und pädagogischen Aktionen.
  • Die Veranstaltung wird von lokalen und regionalen Kultur- und Kunstinitiativen unterstützt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Gemeinsam mit dem Verein Kinomobil Baden-Württemberg veranstaltet der gemeinnützige Kulturverein Filmbüro Baden-Württemberg dieses Jahr ein neues Voting: den Baden-Württembergischen Publikumsfilmpreis in der Kategorie Kurzfilm. Die Erweiterung der Landesfilmschau um zahlreiche neue Spielorte auch im ländlichen Raum macht das Publikum zur Jury, die über ausgewählte und nominierte Kurzfilme abstimmen darf.

Und am Donnerstag, 30. Oktober, ist Sulz einer der Austragungsorte. Die Stadthalle im Backsteinbau verwandelt sich dann in ein Kino mit besonderem Flair: Ab 19.30 Uhr werden sechs nominierte Kurzfilme des Landesfilmfestivals Filmschau Baden-Württemberg gezeigt. Das Publikum entscheidet dabei mit, welcher Film den Publikumsfilmpreis erhält.

Die Stadt Sulz ist von den Veranstaltern angefragt worden, ob sie als Austragungsort zur Verfügung stünde, berichtet Jugendreferentin Gertrud Teller auf Anfrage der SÜDWEST PRESSE. Bereits seit 14 Jahren kommt das Kinomobil regelmäßig in die Neckarstadt – im Gepäck je einen Kinder-, Jugend- und Erwachsenenfilm. Die Resonanz sei immer recht gut, sagt Teller. Die Filme haben, weil von der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg gefördert, sehr moderate Eintrittspreise. Das Kinder- und Jugendbüro unterstützt die Veranstaltung. Bietet etwa Popcorn und Getränke an, damit auch echtes Kinofeeling in der Stadthalle aufkommt, berichtet Teller.

Zudem soll „pädagogisch wertvolles Kino“ geboten werden. Bei den Kinderfilmen gibt es deshalb anschließend eine Nachbereitung. Da werde darüber geredet und auch passend zum Streifen gebastelt. „Das finde ich sehr wichtig. So beschäftigen sich die Kinder nochmal mit dem Thema und kommen auch miteinander ins Gespräch.“ Als die Anfrage kam, ob Sulz Austragungsort des Publikumspreises sein möchte, habe sie sich mit Frank Börnard kurzgeschlossen. Er ist bei der Stadtverwaltung unter anderem für den Bereich Kultur zuständig. Und so können nun also am 30. Oktober die Zuschauerinnen und Zuschauer die sechs Kurzfilme bewerten, die an diesem Abend gezeigt werden. Alle Gäste, die beim Kurzfilmabend ihre Wertung abgeben, nehmen automatisch an einem Gewinnspiel teil. Mit etwas Glück können sie Preise gewinnen – und zugleich Teil der landesweiten Jury werden.

Kurzfilme im Wettbewerb

Zur Auswahl stehen die Filme „Hiraeth“, „Kokain im Hackenporsche“, „Oblatio“, „Outside“, „Rotlicht“ und „Rock, Paper, Scissors“ (alle FSK 16). Die Besucherinnen und Besucher können direkt nach der Vorstellung ihre Stimme abgeben und so Teil der Jury werden. Der landesweite Gewinnerfilm wird am 7. Dezember bei einer großen Preisverleihung der Filmschau Baden-Württemberg in Stuttgart bekannt gegeben. Informationen zu den einzelnen Filmen finden sich unter www.filmschaubw.de.

Das Rahmenprogramm

Bereits am Nachmittag startet das Kinomobil mit einem Familienprogramm:. Um 14 Uhr beginnt der Film „Rosa und der Steintroll“, ab 17 Uhr läuft dann in der Stadthalle im Backsteinbau „Max und die wilde 7 – Die Geisteroma“ (FSK 6). Abends, parallel zu den Kurzfilmen, begleitet ein kleines Rahmenprogramm im Foyer des Backsteinbaus die Veranstaltung. Dabei stellen sich der Projektraum für Kunst Halle 16, die Stadt Sulz und das interkommunale Gewerbegebiet „InPark A81“ vor.

Ein besonderes Highlight, so teilt die Stadt mit, sei die Ausstellung der Fotokünstlerin Alesiia Bondarenko, die erstmals ihre neue Werkreihe „Aus dem Leben von Salzdrache Streusel“ zeigt – mit Themen wie „Streusel zu Hause“, „Streusel im Laufe der Geschichte“ und „Streusels Alltag in Sulz“.

Die Veranstaltung in Sulz wird organisiert von den Vereinen Filmbüro Baden-Württemberg und Kinomobil Baden-Württemberg, dem Sulzer Kinder- und Jugendbüro und der Stadt Sulz. Unterstützt wird sie vom interkommunalen Gewerbegebiet „InPark A81“ und der Stiftung Kulturlabor.  Tickets und weitere Informationen Tickets sind direkt an der Abendkasse erhältlich.

Kino, wo es kein Kino (mehr) gibt

„Kinomobil Baden-Württemberg e.V.“ ist ein seit 1986 bestehender gemeinnütziger Verein, der sich die Verbreitung und Stärkung von Filmkultur in kinolosen Regionen zum Ziel gesetzt hat. In Kooperation mit Städten und Gemeinden sowie sozialen und kulturellen Einrichtungen organisieren und betreut der Verein Filmvorführungen in Orten ohne Lichtspielhaus in ganz Baden-Württemberg. Derzeit gastieren wir mit monatlich wechselndem Filmprogramm in etwa 90 Gemeinden in ganz Baden-Württemberg. Gegründet wurde der Verein auf Initiative des „Filmbüro Baden-Württemberg“, kommunalen Kinos und dem späteren Landesverband „Kommunale Kinos Baden-Württemberg“.

Mehr als nur Abspielstelle für Filme
Der Verein Kinomobil sieht sich heutzutage verstärkt als ein lokal verankertes Kulturangebot, einen Ort der Kommunikation und der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen sowie eine Kooperationsmöglichkeit für kulturelle und soziale Initiativen. Wichtiges Anliegen sei dabei, das Interesse am Gemeinschaftserlebnis Kino zu wecken. Die Spielpartner würden daher ermutigt, lokale Vereine und Institutionen in die Veranstaltungen mit einzubeziehen – sei es für die Bewirtung, für Begleitaktionen oder für Einführungen und Diskussionen. Bei der Zusammenstellung des Filmprogramms achte man besonders auf ein pädagogisch wertvolles, aber auch vielseitiges Kinderprogramm und eine ausgewogene Mischung aus guten aktuellen Kinofilmen und anspruchsvoller Filmkunst. Besonderes Augenmerk liege auf deutschen und europäischen Produktionen.