Künstliche Intelligenz
: MGG Horb: Wie schlau können Maschinen sein?

Bei einem Workshop diskutierten Schülerinnen und Schüler des Martin-Gerbert- Gymnasiums die Möglichkeiten und Gefahren künstlicher Intelligenz.
Von
NC
Horb

Die Wissenschaftlerinnen Carolin Seidel (links) und Malin Klingenberg (rechts). Privatbild

Nicht gesetzt

Techniken der künstlichen Intelligenz (kurz KI) haben mittlerweile in viele Bereiche des Alltags Einzug gehalten. Sie werden erfolgreich bei der Gesichtserkennung, bei medizinischen Diagnosen, zur Steuerung von Produktionsprozessen und auch zur Ermittlung des optimalen Verkaufspreises an Tankstellen eingesetzt.

Seit drei Jahren gibt es den Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz, der Schülerinnen und Schüler motivieren möchte, mit den Werkzeugen der KI ihre eigenen Ideen für eine bessere Welt von morgen umzusetzen. Das Team des Bundeswettbewerbs KI ist im Moment „on Tour“. Das Martin-Gerbert-Gymnasium war eine von fünf ausgewählten Schulen in Baden-Württemberg, an der zwei Wissenschaftlerinnen der Universität Tübingen einen Workshop moderierten.

Wiederholung in Klasse 10

D abei konnten die beiden Informatikkur se der Kursstufe in die Welt der künstlichen Intelligenz eintauchen, wie aus einer Mitteilung der Schule hervorgeht. Carolin Seidel und Malin Klingenberg aus Tübingen veranschaulichten an Beispielen den Einfluss künstlicher Intelligenz im Alltag und kamen mit den Schülerinnen und Schülern ins Gespräch: Was sind die Chancen und Risiken, welche Visionen haben die jungen Leute zum Thema?

In Gruppen setzten sich die Kursstufenschüler kritisch mit den Technologien auseinander und reflektierten die Auswirkungen auf die Gesellschaft und die persönliche Freiheit. Die beiden Wissenschaftlerinnen hatten nicht unbedingt erwartet, dass die Schülerinnen und Schüler dem Thema KI überwiegend positiv gegenüber stehen. Zum Abschluss informierten sie über den neuen Wettbewerb und den online KI-Kurs.

Der betreuende Kurslehrer Peter Schmid war zufrieden mit dem Ergebnis der Veranstaltung, wie aus dem Schreiben der Schule hervorgeht: „Die Schülerinnen und Schüler haben lebhaft diskutiert und sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Deshalb ist angedacht, den Workshop für die Informatik-AG der Klasse 10 zu wiederholen.“ Er hofft, dass einige Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme am Wettbewerb motiviert wurden.

Der Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz

Bereits im vierten Jahr veranstaltet das Tübingen AI Center, eine Kooperation zwischen der Universität Tübingen und dem Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, den Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz (BWKI). Hauptförderer des Projekts ist die Carl-Zeiss-Stiftung. Bei dem Wettbewerb reichen jährlich mehr als 150 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 13 und 20 Jahren, KI-Projektideen ein. Der BWKI motiviere dazu, mit den Werkzeugen der künstlichen Intelligenz eigene Ideen „für eine bessere Welt von morgen umzusetzen“, wie es in einer Eigenbeschreibung der Wettbewerbmacher heißt. Im Finale, das jährlich im Herbst in Tübingen stattfindet, stellen sich zehn Teams den Fragen der Wettbewerbsjury und versuchen das Publikum zu überzeugen. Für die Vorbereitung auf den Wettbewerb hat das BWKI Team eine kostenlose Online-Lernplattform

(www.ki-kurs.org) zusammengestellt.