Kübelesrennen in Bieringen
: Hohenzollerische Marine aus Empfingen triumphiert auch an Land

Bürgermeister Ferdinand Truffner blickt humorvoll auf die „verlegte“ Veranstaltung zurück. Immerhin haben die drei Leichtmatrosen aus Empfingen den ersten Preis abgeräumt.
Von
NC
Empfingen/Bieringen
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Bürgermeister Ferdinand Truffner (von links), Jochen Seibold und Thomas Lohrer machen auch an Land eine gute Figur.

Bürgermeister Ferdinand Truffner (von links), Jochen Seibold und Thomas Lohrer machen auch an Land eine gute Figur.

Paul Bossenmaier
  • Das Kübelesrennen in Bieringen wurde wegen starker Strömung auf die Straße verlegt.
  • Empfingens „Hohenzollerische Marine“ gewann mit kreativem Schiffsumzug den ersten Platz.
  • Bürgermeister Truffner und Team präsentierten ein selbstgebautes Schiff in Matrosen-Uniformen.
  • Der Umzug sorgte für große Begeisterung, die Jury belohnte das Team mit 30 Litern Freibier.
  • Die Veranstaltung bewies trotz Hindernissen großen Einfallsreichtum und Zusammenhalt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das legendäre Kübelesrennen sollte in diesem Jahr eigentlich zum 100. Jubiläum des Musikvereins Bieringen wieder über den Neckar schippern. 15 Teams hatten ihre Boote geschmückt und waren bereit, für Spaß, Spektakel und nasse Überraschungen zu sorgen. Doch der Fluss machte der Tradition einen Strich durch die Rechnung: Zu schnelle Strömung und Sicherheitsbedenken zwangen Feuerwehr und DLRG, die Veranstaltung kurzfristig vom Wasser auf die Straße zu verlegen.

Empfingens Bürgermeister Ferdinand Truffner hat teilgenommen. Er berichtet, was er vor Ort erlebt hat:  Anstatt jedoch ins sprichwörtliche Wasser zu fallen, verwandelte sich das Rennen in einen bunten Umzug durchs Dorf. Vom Feuerwehrwagen angeführt, rollten die Teams samt fantasievoll gestalteten Wagen an den jubelnden Zuschauern vorbei. Mit dabei: selbst geschnitzte Kanus, Prinzessinnen und eine Kirche samt Päpstin. Mitten in dieser Kolonne stach ein Schiff aber besonders ins Auge: das stolze Flaggschiff „Empfingen“ unter der Flagge der Hohenzollerischen Marine. An Bord eine eingeschworene Crew – Jochen Seibold, Thomas Lohrer und Bürgermeister Ferdinand Truffner.

Gemeinsam die Idee entwickelt

Truffner, selbst aufgewachsen in Bieringen und seit Kindesbeinen auch Kübele-Kapitän, hatte die beiden Mitstreiter nicht lange überreden müssen. Gemeinsam entwickelten sie die Idee der Hohenzollerischen Marine und schraubten nach Feierabend im Bauhof das Kübele zusammen. Werbetechniker Lohrer zeigte sein ganzes Können in Gestaltung und „druckte“ die Schiffteile auf eigenen Maschinen in Dornstetten aus. Das Material ist dabei auch in Empfingen nicht unbekannt: An der Fasnet schmücken die XXL-Comicnarrenfiguren den Ort.

Auch beim Hohenzollern-Markt war Werbetechniker Lohrer schon im Einsatz und das Trio hatte da bereits bewiesen, dass sie gemeinsam jede Welle nehmen. Nun präsentierten sie sich stilecht in brandneuen Leichtmatrosen-Uniformen, schwarz-weiße Fuhrmannskittel bestickt mit den weiß-schwarzen Hohenzollern-Herzen – ein Markenzeichen, das längst Kultstatus hat.

Unter den Klängen des Hohenzollern Liedes „schipperte“ so das Schiff über die Straße – unterstützt von den Kindern der drei Matrosen: Emma Lohrer, Tim Seibold und Johannes Truffner. Der Auftritt sorgte für Applaus und Jubelstürme am Straßenrand, bei dem selbst Neptun wohl anerkennend genickt hätte. Und auch die Jury, bestehend aus der SPD-Landtagsabgeordneten Dorothea Kliche-Behnke, Baubürgermeisterin Annette Schwieren und Ortsvorsteher Jürgen Kowalski konnte sich dem Charme der „Marine“ nicht entziehen: Sie vergab den ersten Platz an das Empfinger Schiff – und damit 30 Liter Freibier an das Trio.

Bestens auf Kurs

So verwandelte sich das Hochwasser-Hindernis in eine maritime Glanzstunde: Ein Kübele, das nicht nur die Straßen, sondern auch die Herzen der Zuschauer eroberte – und einmal mehr bewies, dass Empfingen mit seiner Hohenzollerischen Marine bestens auf Kurs liegt, ist Truffner überzeugt.