Kriminalpolizei ermittelt: Hausdurchsuchung wegen Kinderpornografie auch in Horb

Die Polizei hat in drei Landkreisen (Calw, Freudenstadt, Enzkreis) sechs Objekte durchsucht. Dabei kam auch ein Datenträgerspürhund zum Einsatz.
Daniel Karmann/dpa (Symbolbild)- Sechs Durchsuchungen in Calw, Freudenstadt, Enzkreis wegen Kinderporno-Verdachts
- Objekte u. a. in Bad Liebenzell, Simmersfeld, Neubulach, Engelsbrand, Horb, Baiersbronn
- Beschlagnahmt: Handys, Laptops, Festplatten; Datenträgerspürhund im Einsatz
- In Horb zudem verbotene Waffen gefunden (z. B. Schlagringe), keine Schusswaffen
- Kein Zusammenhang zwischen den Fällen; sechs Verdächtige (17–62) wieder entlassen
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wie das Polizeipräsidium Pforzheim mitteilt, hat die Kriminalpolizeidirektion Calw am Dienstagmorgen koordiniert insgesamt sechs Durchsuchungsbeschlüsse in den Landkreisen Calw, Freudenstadt und dem Enzkreis wegen des Anfangsverdachts des Verbreitens, des Erwerbs und des Besitzes von kinderpornografischen Inhalten vollstreckt.
Betroffen waren Wohnanwesen in Bad Liebenzell, Simmersfeld, Neubulach, Engelsbrand, Horb und Baiersbronn. Kriminalbeamtinnen und Kriminalbeamte der Ermittlungsgruppe Kinderpornografie und der Kriminalkommissariate Pforzheim und Freudenstadt konnten mehrere Dutzend Beweismittel, darunter Mobilfunktelefone, Laptops, Festplatten und anderweitige Datenträger, beschlagnahmen. Bei dem Einsatz kam laut Polizei auch ein Datenträgerspürhund zum Einsatz.
Waffen in Horb gefunden
In einem Objekt in Horb wurden neben Datenträgern auch verbotene Gegenstände nach dem Waffengesetz sichergestellt. Auf Nachfrage der SÜDWEST PRESSE teilt die Polizei mit, dass es sich bei den Waffen nicht um scharfe Schusswaffen handelt. Vielmehr seien andere Waffen wie beispielsweise Schlagringe gefunden worden.
Werden in Horb Waffen gefunden, wird gern sofort eine Verbindung ins Reichsbürgermilieu gezogen. Immerhin stehen derzeit gleich zwei Horber unter anderem wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung in Stuttgart vor Gericht. In diesem Fall aber, sagte Polizeisprecher Benjamin Koch der SÜDWEST PRESSE, gebe es keine Hinweise.
Kein Zusammenhang
Nicht zuletzt, so der Polizeisprecher, seien alle sechs Fälle losgelöst voneinander zu betrachten. Es gebe auch kein gemeinsames Ursprungsverfahren. Erst im Dezember war am Horber Amtsgericht ein 43-Jähriger im Zusammenhang mit dem „Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach“ verurteilt worden. Ein Zusammenhang zu einem solchen Komplex sei bisher nicht zu erkennen, so Koch.
Mehrere der sechs Tatverdächtigen im Alter von 17 bis 62 Jahren, bei denen die Polizisten am Dienstag im Einsatz waren, seien erkennungsdienstlich behandelt worden. Die Daten jener, bei denen das nicht nötig war, lagen der Polizei bereits vor. Alle sechs wurden hernach wieder entlassen. Niemand sitzt in Haft.
Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an. Insbesondere die Auswertung der beschlagnahmten Datenträger wird sicher einige Zeit in Anspruch nehmen.
Wo man sich informieren kann
Die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes bietet Tipps und Unterstützung rund um das Themenfeld Sexualstraftaten, darunter auch Kinderpornografie, für die Bürgerinnen und Bürger, insbesondere für Betroffene und Erziehungsberechtigte an: www.polizei-beratung.de
Ebenso gibt es diverse, im Internet gut recherchierbare Hilfsangebote und Programme für Tatverdächtige oder Personen, welche pädophile Neigungen zeigen, schreibt die Polizei.

