Konzert
: Es ist ein Mross entsprungen

Schlager, Schnee und Schottenrock: Volksmusik-Star Stefan Mross kam mit seiner Weihnachtstournee in die Sulzer Stadthalle.
Von
Herold Schwind
Sulz

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Nicht gesetzt

Se it über 25 Jahren steht Mross auf der Bühne, Markenzeichen: Trompete. Er moderiert aber auch in der ARD und ist aus Schlager- und Volksmusikbranche nicht mehr wegzudenken. Auf seiner Tournee „Weihnachten mit Stefan Mross“ präsentierte er mit weiteren Künstlern jede Menge Schlager- und Volksmusik, traditionelle und moderne Weihnachtslieder in der mit rund 800 Besuchern restlos ausverkauften Stadthalle. Die Stars aus Volksmusik- und Schlagerszene trugen ihre Lieder mit viel Herz und Gefühl vor und zauberten eine harmonische Stimmung.

Gastgeber und Entertainer Mross brachte schon bei seiner Begrüßung das Publikum mit Lachern auf seine Seite. So sei es immer schon sein Kindheitstraum gewesen, in Sulz auf der Bühne zu stehen. Oder eine original Sulzer „Neckartanne“ zu fällen. Um mehr über sich selber zu erfahren, kaufe er regelmäßig die Zeitung.

Das Konzert begann mit Jonathan Zelter, dem „Newcomer des Jahres 2017“. Natürlich durfte das Lied, mit dem seine Karriere im April 2015 bei „Immer wieder Sonntags“, der Musiksendung von Stefan Mross, begonnen hatte, nicht fehlen: „Du bist der Mensch“. Liane im knappen Glitzerkleid machte sich dann ihren Hit „ Ich lasse die Sonne in mein Herz“ zum Lebensmotto. Schnell schunkelten und klatschten auch die Besucher bei den dargebrachten Musikstücken mit, zwischendurch kamen die ersten Leuchtstäbe beim Schwenken zum Einsatz. Nach der Frage von Stefan Mross, im Schotten-Kilt, nach ihrem Lieblingsweihnachtslied, entgegnete Liane: „Es ist ein ‚Ross‘ entsprungen“.

Seinem Ruf als Gute-Laune-Musiker machte Geri, der Klostertaler, aller Ehre. Er spielt unter anderem Saxophon, Pan-Flöte, Dudelsack, Steirisches Alphorn, Xylophon und Didgeridoo. Mit seiner „Helena“ brachte er den Saal zum Kochen. Dass Volksmusik scheinbar nicht nur etwas für die ältere Generationen ist, zeigte die Tatsache, dass der Leiter von Geris mitangereistem Fanclub, Jochen, gerade mal 35 Jahre alt ist.

Stefan Mross’ neue Liebe Anna-Carina Woitschack steht für den modernen Schlager, den sie mit sehr viel Rhythmus rüberbrachte. Mit ihrem Lied „Ich liebe das Leben“ sorgte sie für Partystimmung zum Weihnachtsfest. Stimmwunder Woitschak brachte das „Schmankerl“ für ihre Fans, „Warum kann es nicht nur Liebe sein“, einen gefühlvollen Song, den Besuchern näher – begleitet von Stefan Mross auf der Gitarre.

Im Duo besangen die beiden ihre Verliebtheit mit dem Welthit „Felicita“ von Al Bano Carisi und Romina Power.

Volksmusik ist bei „Oesch’s die Dritten“ Familientradition. Die Schweizer Gruppe bewies, dass die Schweizer auch schnell können, und zwar mit „It’s Jodeltime“, was das Publikum tobend entgegennahm.

Dass Stefan Mross nicht nur Trompete spielen kann, stellte der ARD-Moderator bei seinem Auftritt stimmgewaltig unter Beweis. Seinen Song „Meine beste Zeit liegt noch vor mir“ trug er gekonnt vor. Mit der Weihnachtsgeschichte von vier Kerzen, Frieden, Glaube, Liebe und Hoffnung endete unter großem Applaus der erste Teil der Veranstaltung.

Das Repertoire der Stars war im zweiten Teil ganz auf Weihnachten zugeschnitten, die Leinwände auf der Bühne zeigten schneebedeckte Tannen und Sternenlichter, ein bunt leuchtender Weihnachtsbaum unterstrich die weihnachtliche Atmosphäre. Anna-Carina Woitschack und Liane trugen Weihnachtslieder im langen mit Pailletten besetzten Kleid vor. Jonathan Zelter lies den Schnee leise vom Himmel rieseln. Das Gebet „Lieber Gott vergiss uns nicht“ trug Mross in gekonnter Weise vor. Beim Weihnachtslied „Es wird schon gleich dunkel“ spielte er zum ersten Mal am Abend auf seiner Trompete. Die festlich gekleideten Stars durften natürlich erst nach vielen Zugaben die Bühne verlassen.