Horb/Stuttgart
: „Da fährt nichts“: Streik trifft den Bahnverkehr in der Region

Die Züge rund um Horb stehen am Freitag still. Der Frust bei der Bahn ist groß.
Von
itz
Horb/Stuttgart

Symbolbild: Hans-Jörg Schweizer

Nicht gesetzt

Auch rund um Horb wird der Bahnverkehr am Freitagmorgen zum Erliegen kommen. „Da fährt nichts“, sagt ein Bahnsprecher am Donnerstag der NECKAR-CHRONIK. Die Eisenbahn- und Verkehrsgesellschaft (EVG) hat in der Zeit von 3 bis 13 Uhr zum Streik aufgerufen. „Es wird bis in den Abend hineindauern, bis alles wieder normal läuft“, prophezeit der Sprecher. Auf „bahn.de“ stehen die Fahrpläne in Echtzeit zum Abruf bereit.

Der Ärger bei der Deutschen Bahn ist groß. „Was soll das? Dieser Streik ist völlig unnütz und unnötig“, sagt der Personalvorsitzende Martin Seiler in einer Pressemitteilung. Der Streik stoße deshalb auf Unverständnis, „weil die DB sich bereits am Sonntag bereit erklärt hatte, mit der EVG eine Lösung zu vereinbaren, die bahnspezifisch ist und sich am enormen Volumen des Öffentlichen Dienstes orientiert“, wie es in der Mitteilung heißt. Die EVG-Vorsitzenden Cosima Ingenschay und Kristian Loroch werfen den Arbeitgebern dagegen vor, „Tarifverhandlungen nach Gutsherrenart“ führen zu wollen. „Das ist nicht akzeptabel.“

In Baden-Württemberg fallen auf den Freitag die Abiturprüfungen in Italienisch, Portugiesisch und Spanisch. Das Horber Martin-Gerbert-Gymnasium meldet auf Nachfrage, dass dort am Freitag gar keine Prüfung anstehe und der Streik daher keinen Einfluss für die Prüflinge habe.

Schon am 27. März hatte ein bundesweiter Streik für einen Stillstand auf den Schienen und in den Bussen gesorgt. Wobei private Omnibusunternehmen nicht zum Streik aufgerufen sind. Die Bahn ermöglicht Kundinnen und Kunden, die bis einschließlich 18. April ein Fernverkehrsticket für Freitag gebucht haben, dieses bis kommenden Dienstag, 25. April, flexibel nutzen zu können. Weitere Informationen dazu gibt es unter www.bahn.de/sonderkulanz.