Horb · Spende: Ein Osterkorb für die Lieben mit wenig Geld

So sahen die Körble im vergangenen Jahr aus, die Rolf Maier und seine Helferinnen und Helfer verteilt haben. Privatbild
Nicht gesetztOstern ist längst ein zweites Konsumfest geworden. Doch nicht alle können es sich leisten, die Verwandten oder auch sich selbst mit einem Festessen, einem Strauß Blumen oder ein paar Geschenken zu beglücken. Bereits zum fünften Mal gibt es deshalb die Möglichkeit, einen Osterhasengruß bringen zu lassen. Die Aktion ist angelehnt an das Horber „Weihnachten schenken“ aus der Hand von Rolf Maier aus Betra. Oder wie er es ausdrückt: „Das ist die kleine Schwester.“
Für Maier ist es wichtig, nicht nur an Weihnachten Almosen zu verteilen, sondern auch an Ostern sich zu überlegen, wem man eine Freude machen kann. Denn ihn bedrückt, dass die Bruttorente um knapp fünf Prozent erhöht wurde. Das sei mit der allgemeinen Preissteigerung unmöglich aufzufangen, so Maier. Und merkt an: Streiken könne der Rentenempfänger auch nicht. Er findet es „sehr, sehr unsozial, dass immer mehr Mitbürger knapsen müssen“.
Das solidarische Schenken dient älteren Mitbürgern mit kleiner Rente oder gar in Altersarmut, die in Horb und im Umkreis von rund 30 Kilometern wohnen. Das bedeutet von Rottenburg bis Oberndorf und von Freudenstadt über Nagold bis nach Starzach. Denen will er „das Gefühl geben, dass sie nicht vergessen sind“. Und mit den bunt bestückten Präsentkörben Kindheitserinnerungen hervorrufen, wenn die Angehörigen es finanziell nicht können.
Die sogenannten Osterhasenkisten können von den Angehörigen und Bekannten bestellt werden, die selbst knapp bei Kasse sind. Ein persönlicher Gruß kann dann auch gerne an den Korb angebracht werden.
Am Karsamstag, 30. März, werden dann sechs bis acht Fahrer unter der Organisation von Heide Kreuzburg aus Dießen die Körbe kostenfrei ausliefern.
Die Osterhasengrüße sind bestückt „mit allem, was man für zwei Frühstücke braucht“, so Maier. Zwei, das heißt für Ostersonntag und Ostermontag. Der Inhalt reicht von Orangensaft über Käse, Brot und vielerlei Obst - auch Äpfeln von Maiers eigenem Hof. Passend zu Ostern wird der Korb mit Osterglocken vervollständigt sowie mit ein paar Schokoladenhasen, gefärbten Ostereiern von Maier und „bisschen Balsam für die Seele“, sprich Handcreme. Das meiste sei dabei regional und von Bauernkollegen oder ihm, nur etwa bei Zitrusfrüchten sei das nicht möglich.
Laut Maier reiche ein Korb gut für ein Pärchen aus, aber es sei natürlich auch möglich, dass jeder einen eigenen bekomme, versichert er. Bisher sind bereits 50 Kisten bestellt, bis zu 80 sind möglich. Im vergangenen Jahr waren es 40 Körbe, das Jahr zuvor rund 35 - „aber da war auch Corona“, merkt Maier an. Manchmal gehe es auch an die 50.
Hier sind Anmeldungen und Spenden möglich
Bis Gründonnerstag, 28. März 2024, um 20 Uhr werden Bring-Wünsche noch entgegengenommen. Möglich ist das per Telefon unter 0178/9801284 und per Mail an weihnachtenschenkeninhorb@gmx.de.
Bestellformulare gibt es im Internet auf weihnachtenschenken.de und in den sozialen Netzwerken auf Facebook unter „weihnachtenschenken“ und Instagram auf dem Kanal „Weihnachten.schenken.horb“.
Wer die Initiative finanziell unterstützen möchte, kann eine Überweisung an die Kreissparkasse Freudenstadt tätigen.
Verwendungszweck: „Osterhasengruß 2024“, IBAN: DE2764251060 0000504850.
