Horb · Förderung
: 32600 Euro für die Horber Kulturarbeit

Die Veranstaltungsreihe im Mittelbau Marmorwerk bekommt Geld vom Land.
Von
NC
Horb

Das Mittelbau Marmorwerk hat sich innerhalb kurzer Zeit zur beliebten Location für Bands entwickelt.

Andreas Wagner

I m Rahmen des Programms „FreiRäume“ fördert das Land Baden-Württemberg mit rund 2,1 Millionen Euro 19 kulturelle Begegnungsorte im ländlichen Raum. „Ziel ist es, Menschen über künstlerische und kulturelle Angebote zusammenzubringen und so den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken“, hießt es in der Pressemitteilung des Landes.

Horb wurde ebenfalls bedacht. Das Jugendreferat der Stadt Horb erhält 32600 Euro für die Veranstaltungsreihe im Mittelbau Marmorwerk.

In der inzwischen dritten Ausschreibungsrunde von „FreiRäume“ wurden in ganz Baden-Württemberg - von Tauberbischofsheim bis Tengen-Blumenfeld - 19 weitere Projekte zur Förderung ausgewählt: Ein denkmalgeschütztes Kesselhaus in Aalen wird zum temporären Atelier für Bildende Künstlerinnen und Künstler, die ehemalige Apotheke in Calw zum Veranstaltungsraum, ein Biergarten in Tauberbischofsheim als „Wir-Garten“ zum Ort der Begegnung und des soziokulturellen Engagements und der Römische Gutshof Eigeltingen entwickelt sich zum partizipativen Spielort, der die Geschichte des Orts zum Leben erweckt.

„Unser Programm ‚FreiRäume‘ bewegt die Menschen und belebt leerstehende Räume. Die neuen Kunst- und Begegnungsorte schaffen Zusammenhalt

und regionale Verantwortungsgemeinschaften, die von größter gesellschaftlicher Bedeutung sind“, sagte Staatssekretär Arne Braun am 6. Februar 2023 in Stuttgart.

Die ländlichen Räume nehmen in diesem Zusammenhang eine besondere Stellung ein: „Gemeinschaft und die Verbundenheit zu einem Ort wird hier besonders intensiv gelebt. Das zeigt sich nicht zuletzt in der außerordentlich großen Bereitschaft für ehrenamtliches Engagement“, so Arne Braun.

„Dritte Orte“ entstehen

Erneut geht es der Landesregierung darum, Menschen über künstlerische und kulturelle Angebote zusammenzubringen, den ländlichen Raum kulturell zu beleben und so den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Durch die ausgewählten Projekte werden neue Orte der Begegnung und des soziokulturellen Engagements entstehen, bestehende Kulturorte öffnen sich für neue Nutzungen und werden damit zu sogenannten „Dritten Orten“.

„Die Erschließung neuer Orte für Kultur und Begegnung stärkt den Gemeinschaftssinn und spielt für die Zukunftsfähigkeit ländlicher Räume eine wichtige Rolle. Um diese Zukunftsfähigkeit geht es mir auch bei meiner Tour de Länd im Frühjahr“, betonte der Staatssekretär.

Im Rahmen des Programms wurden 2020 und 2021 bereits 26 außergewöhnliche Projekte zur Förderung ausgewählt, die die kulturelle Infrastruktur in ländlichen Regionen stärken. Im Zuge der dritten Ausschreibung wurden 31 Projektanträge eingereicht und von einem unabhängigen Fachgremium begutachtet. 19 Projektträger dürfen sich

über die Finanzierung ihrer Ideen freuen.

Insgesamt stellt die Landesregierung im Rahmen des Förderprogramms rund 2,1 Millionen Euro bereit, um „FreiRäume“ für Kunst und Kultur in ländlichen Regionen zu schaffen.