Horb · Blaulicht
: Johanniter sind „Helfer vor Ort“ in Horb

Ehrenamtliche Ortskundige unterstützen den Rettungsdienst bei Notfällen.
Von
NC
Horb

Ein Ford Focus dient den Horber HvO als Einsatzfahrzeug. Privatbild

Nicht gesetzt

Se it Frühjahr ist der Horber Ortsverband der Johanniter-Unfall-Hilfe mit ehrenamtlichen Mitgliedern als Helfer vor Ort (HvO) in Horb als Ergänzung zum Rettungsdienst unterwegs. Dies ist einer Pressemitteilung der Johanniter zu entnehmen. Die HvO helfen, bevor der Rettungsdienst eintrifft; die Leitstelle verständigt sie. Da sich die HvO gut auskennen, sind sie für gewöhnlich schnell am Unfallort. Noch bevor die Rettungskräfte eintreffen, können die HvO qualifizierte Sofortmaßnahmen am Verletzten oder Erkrankten einleiten.

„Wir wollten eigentlich schon 2020 starten, aber auch uns hat die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung gemacht“, erklärt Gerold Imhof, Ortsbeauftragter der Johanniter in Horb. „2020 wurde eine eigene HvO-Ordnung erarbeitet, die sich an die HvO-Verordnung des Innenministeriums Baden-Württemberg anlehnt. Uns ist wichtig, dass unsere Helfer auch die notwendige Qualifikation haben. Alle ehrenamtlichen Mitarbeiter verfügen mindestens über eine Sanitätsausbildung mit zusätzlichen Qualifikationen.“ Der Bereichsausschuss Rettungsdienst habe die Pläne 2020 abgesegnet. „Selbst wenn wir nur einmal dadurch jemanden vor großem Schaden bewahren oder sogar ein Leben retten können, hat es sich gelohnt“, heißt es in einer Mitteilung.

Die Johanniter hätten stark in ihre Einsatzbereitschaft investiert. Ein gebrauchter Ford Focus wurde zum Einsatzfahrzeug. Er verfügt über Funk und eine Sondersignalanlage. Die Ausrüstung umfasst einen Einsatzrucksack mit Hilfsmitteln wie Verbandmaterial, Blutdruckmessgerät, Beatmungsbeutel und Intubationsmaterial. Ferner gehören ein Defibrillator, Material für einen Kindernotfall, Sauerstoff, ein Rettungsbrett sowie ein Feuerlöscher dazu. „Wir haben etwa 10000 Euro in unser Projekt investiert und sind stolz, dass wir 2021 starten konnten und nun das Horber Stadtgebiet, den Hohenberg, das Heiligenfeld sowie Isenburg betreuen können“, so Imhof.

Eine 700-Euro-Spende des DM-Marktes habe den Einsatzrucksack finanziert. Krankenversicherungen entlohnen die HvO für ihre Einsätze nicht, erklärt Imhof.

Spenden und Beiträge

Der Betrieb eines solchen Systems sei keine kommunale Pflichtaufgabe. Daher müsse der HvO vollständig durch Spenden finanziert werden. Die Johanniter-Unfall-Hilfe übernimmt als Träger die Versicherung des E insatzfahrzeuges sowie der Einsatzkräfte und die Ausbildung der Helfer. Alle weiteren Kosten müssen durch Spenden von Bürgern und Unternehmen sowie den Fördermitgliedern des Vereins erbracht werden.