Hohe Kosten für das Land: Abgeordneter Timm Kern (FDP) sagt dem Wolf wieder den Kampf an

Ein junger Wolf, wie dieser in einem Gehege, war zuletzt auch im Kreis Freudenstadt unterwegs.
Julian Stratenschulte/dpa (Symbol)- FDP-Abgeordneter Timm Kern kritisiert 27 Mio. Euro Kosten für das Wolfsmanagement in Baden-Württemberg.
- Kern fordert, Wölfe ins Jagdmanagement aufzunehmen, um problematische Tiere entnehmen zu können.
- Seit 2021 gab es 12 Nutztierrisse im Kreis Freudenstadt mit 31 getöteten Schafen und Ziegen.
- Herdenschutzmaßnahmen kosteten landesweit seit 2018 rund 22,3 Mio. Euro.
- Kern sieht den Wolf als ungeeignet für dicht besiedelte Regionen wie Baden-Württemberg.
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Anfang Mai war der Wolf im Kreis Freudenstadt aufgetaucht. An einem Reh, das bei Pfalzgrafenweiler bei einem Autounfall getötet wurde, hatte sich ein Tier zu schaffen gemacht. Ein Genetiknachweis belegte: Es war ein Wolf – wohl auf Wanderschaft. Dazu sind derzeit nachweislich vier Wölfe in Baden-Württemberg sesshaft, darunter mit dem Wolf „GW852m“ einer, der auch im Landkreis Freudenstadt schon erwiesenermaßen für Nutztierrisse gesorgt hat.
Eine Anfrage des FDP-Landtagsabgeordneten Klaus Hoher ergab nun: Das Land Baden-Württemberg hat für das Wolfmanagement seit 2018 nachweislich bereits fast 27 Millionen Euro ausgegeben – wobei sich laufende Kosten, zum Beispiel für Personal, Wolfsmonitoring und Verwaltung nicht vollständig erfassen lassen.
Der FDP-Landtagsabgeordnete für den Landkreis Freudenstadt, Dr. Timm Kern, kritisiert diese Ausgaben als falsche Schwerpunktsetzung seitens der grün-schwarzen Landesregierung. Seiner Ansicht nach sollte es einen anderen Umgang mit dem Wolf geben: „Das sogenannte Wolfserwartungsland ist vor allem eins: Ein teures grünes Prestigeprojekt.“
Weiter sagt Kern: „Die dafür aufgewendeten Gelder sollte das Land lieber in Zukunftsthemen wie Bildung oder Infrastruktur investieren.“ Der Ihlinger fordert: „Der Wolf muss ins Jagd- und Wildtiermanagementgesetz aufgenommen werden, um Wölfe, die regelmäßig Nutztiere reißen, rechtssicher entnehmen zu können.“
Bereits im vergangenen Jahr hatte Kern eine Anfrage an Umweltministerin Thekla Walker (Grüne) gestellt, in der die Nutztierrisse sowie die Kosten für Herdenschutzmaßnahmen im Landkreis Freudenstadt abgefragt wurden. Das Ergebnis damals: Es habe seit 2021 zwölf Fälle von Nutztierrissen gegeben, bei denen insgesamt 31 Schafe und Ziegen zu Tode kamen. Betroffen waren Baiersbronn mit sechs, Seewald mit vier und Bad Rippoldsau-Schapbach mit zwei Vorfällen.
Die Kosten allein für den Herdenschutz betrugen demnach landesweit fast 22,3 Millionen Euro in den vorangegangenen fünf Jahren. Schon damals kritisierte der FDP-Abgeordnete: „Für mich gehört der Wolf nicht in ein dicht besiedeltes Land wie Baden-Württemberg!“

