Handwerk
: Konjunktur tritt auf der Stelle

Die Mehrheit der Handwerksbetriebe in der Region ist mit der Geschäftslage im dritten Quartal zufrieden. Das zeigt die Konjunkturumfrage der Handwerkskammer.
Von
NC
Kreis Freudenstadt
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64 Prozent der befragten Betriebe bewerten die Auftragslage als gut.

64 Prozent der befragten Betriebe bewerten die Auftragslage als gut.

Handwerkskammer
  • 64% der Handwerksbetriebe in der Region sind im dritten Quartal zufrieden mit der Geschäftslage.
  • Rückgänge bei Neuaufträgen und Auslastung, besonders im Bauhauptgewerbe und bei Zulieferern.
  • 34% der Betriebe erreichten eine Auslastung von 81-100%, weniger als im Vorjahr.
  • Umsätze stagnierten; 19% meldeten höhere, 22% niedrigere Einnahmen.
  • Beschäftigtenzahl sank, könnte sich im Herbstquartal stabilisieren.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Handwerkskammer Reutlingen, zu deren Einzugsbereich auch der Landkreis Freudenstadt zählt, hat die Konjunkturumfrage zum zweiten Quartal 2024 veröffentlicht. Laut dieser ist die Mehrheit der Handwerksbetriebe in der Region mit der Geschäftslage im dritten Quartal zufrieden. Allerdings verzeichnen die Unternehmen im Vergleich zum Frühjahr weniger Neuaufträge und eine sinkende Auslastung.

Besonders hoch fallen die Rückgänge im Bauhauptgewerbe und bei den Zulieferern aus. „Das Handwerk steht in weiten Teilen nach wie vor gut da, kann sich aber nicht von der schwachen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abkoppeln. Nach den aktuellen Prognosen der Bundesregierung dürfte auch das Herbstquartal keine nachhaltige positive Veränderung bringen“, fasst Präsident Harald Herrmann die jüngste Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Reutlingen zusammen.

Bei der im September durchgeführten Befragung bewerteten 64 Prozent der befragten Betriebe in den Landkreisen Freudenstadt, Reutlingen, Sigmaringen, Tübingen und Zollernalb die Geschäftslage als „gut“. Unzufrieden äußerten sich 12 Prozent, deutlich mehr als noch vor einem Jahr (3/2023: 8 Prozent).

Schwächelnde Nachfrage

Der Saldo der Auftragseingänge im Sommerquartal fiel negativ aus. Während jeder fünfte Betrieb im Vergleich zum Vorquartal mehr Bestellungen verzeichnen konnte, meldeten 30 Prozent einen Rückgang. Im Branchenvergleich ist die Bilanz bei den Ausbaubetrieben, im Gesundheitshandwerk und im Nahrungsmittelhandwerk positiv.

Hingegen weist die Befragung für die Dienstleistungsbetriebe, die Autohäuser und Werkstätten, das Bauhauptgewerbe und die gewerblichen Zulieferer einen deutlichen Auftragsrückgang aus. 40 Prozent der Maurer, Zimmerer und Dachdecker meldeten ein Minus, bei den Zulieferbetrieben sogar die Hälfte der Betriebe.

Bei der Prognose halten sich Optimisten und Pessimisten im Kammerbezirk die Waage: 20 Prozent der Befragten erwarten ein Plus, 20 Prozent ein Minus. 58 Prozent der Betriebe rechnen mit einer stabilen Auftragslage. Die schwächelnde Nachfrage dezimiert bestehende Auftragspolster der Betriebe. Jeder vierte Befragte meldete der Handwerkskammer einen geringeren Bestand als im Vorquartal. Ebenso wirkt sich die Auftragsentwicklung auf die Betriebsauslastung aus, die zuletzt unter der des Vorjahres lag. 34 Prozent der Betriebe erreichten eine Auslastung von 81 bis 100 Prozent (3/2023: 45 Prozent), 27 Prozent lagen zwischen 61 und 80 Prozent (3/2023: 21 Prozent). Eine geringe Auslastung von bis zu 60 Prozent meldeten 17 Prozent der Betriebe (3/2023: 13 Prozent).

Die Umsätze stagnierten im Sommerquartal. 19 Prozent der befragten Betriebe konnten höhere Einnahmen erzielen, während 22 Prozent einen Rückgang hinnehmen mussten. Was die kommenden Monate angeht, sind die Betriebe dennoch verhalten optimistisch. 30 Prozent rechnen mit Zuwächsen, hingegen stellen sich 22 Prozent auf geringere Umsätze ein. Die Erwartungen liegen damit auf dem Niveau des Vorjahres.

Weniger Beschäftigte

Die Zahl der Beschäftigten im regionalen Handwerk dürfte in den vergangenen drei Monaten abgenommen haben, schreibt die Handwerkskammer. 15 Prozent der Befragten stockten ihre Belegschaften auf, knapp 18 Prozent bauten Arbeitsplätze ab. Diese Entwicklung könnte sich im Herbstquartal umkehren.

Für das vierte Quartal rechnet die Mehrheit der Handwerksbetriebe mit einer stabilen Geschäftslage. 21 Prozent sehen noch Luft nach oben, 24 Prozent erwarten eine Verschlechterung. Der Konjunkturindikator fürs dritte Quartal, der Lagebeurteilungen und Erwartungen des regionalen Handwerks zusammenfasst, liegt bei 22,8 Punkten (Vorjahresquartal: 28,6 Punkte).