Gesundheit
: Das Horber Corona-Testzentrum Hinger schließt

Über eineinhalb Jahre stand das Team in der Horber Markthalle zur Verfügung.
Von
NC
Horb

Fast zwei Jahre gab es in der Horber Markthalle Corona-Tests.

Nicht gesetzt

„20 Monate, teilweise 11 Stunden täglich, 7 Tage die Woche, 6 Änderungen in den Corona-Testverordnungen, 4 Prüfungen durch die Kassenärztliche Vereinigung und eine Besichtigung durch Dekra später ist es für uns an der Zeit, den Koffer zu packen und Lebewohl zu sagen.“ Das schreibt Karin Hinger, die mit ihrer Familie und Unterstützern das Corona-Testzentrum in der Markthalle am Horber Flößerwasen betrieben hatte. Mit der weitgehenden Abschaffung der Testpflicht in Baden-Württemberg zum 1. März sieht Hinger nun aber keine Basis mehr, den Test- und Verwaltungsaufwand rentabel darzustellen.

Sie nutzt den Abschluss für ausführliche Danksagungen für das ihr und ihrem Team entgegengebrachte Vertrauen, „für die vielen netten Gesten: Schokolade, Gebäck, Sekt und Wein, die tollen selbst gestrickten Strümpfe, die unsere Füße warm gehalten haben. Die vielen Becher mit heißem Kaffee, die uns gewärmt haben, den tollen Blumenstrauß zum Abschied“ und vieles mehr. Viele, die das Testzentrum in der Horber Markthalle regelmäßig genutzt hatten, seien in den letzten Tagen noch einmal vorbeigekommen, um sich zu verabschieden.

Auch wenn die Pandemie Anlass ihrer Arbeit war, blickt sie auf eine „auch schöne Zeit“ zurück: „Wir durften so viele nette Menschen kennenlernen, haben wunderbare Gespräche geführt. Täglich haben wir die Dankbarkeit derer gespürt, die einen Test benötigten, um ihre Angehörigen im Krankenhaus oder Pflegeheim besuchen zu dürfen. Die Dankbarkeit derer, die nur mit einem Test die für ihre Gesundheit benötigten Therapien wahrnehmen konnten. Seniorinnen und Senioren, die unter der Einsamkeit leiden und denen wir durch ein ‚kleines Schwätzchen‘ ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnten.

Es sei nicht immer einfach gewesen, und das Team hat mehr als einmal Tränen unterdrücken müssen, wenn Nachrichten von Todesfällen oder Long-Covid-Erkrankungen eintrafen. Nahe gingen ihnen auch „die Tests, die wir im Auto durchgeführt haben, weil die Person teils so geschwächt war durch beispielsweise eine laufende Chemotherapie oder eine andere schwere Erkrankung oder Beeinträchtigung.

Dank richtet Karin Hinger auch an die Stadt Horb für das „in uns gesetzte Vertrauen, die Markthalle als Testzentrum zu nutzen“ und an das Stadtmarketing: Trotz der vielen Veranstaltungen, in der Markthalle und drumherum, „war für uns immer ein Plätzchen frei zum Testen.“