Für Bürgerbroschüre: Betrugsmasche in Empfingen – Firmen werden für Anzeigen kontaktiert

Die Anrufer drängen auf eine schnelle Entscheidung und fordern Unterlagen per E-Mail an.
Monika Skolimowska/dpa (Symbolfoto)- Betrüger rufen Firmen in Empfingen an und verlangen Anzeigenverlängerungen für eine „Bürgerbroschüre“.
- Die Gemeindeverwaltung bestätigt, dass es sich um eine bekannte Betrugsmasche handelt.
- Aktuell gibt es keine offizielle Anzeigenakquise der Gemeinde für Publikationen.
- Betroffene sollen keine mündlichen Zusagen machen und bei Zweifeln Polizei oder Gemeinde kontaktieren.
- Tipps: Infos schriftlich anfordern, Absender prüfen, keine Unterschrift bei Unsicherheit leisten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In den vergangenen Tagen wurden Firmen in der Gemeinde Empfingen telefonisch kontaktiert und dazu aufgefordert, bestehende Anzeigen in einer angeblichen „Bürgerbroschüre“ zu verlängern. Dies teilt die Gemeindeverwaltung Empfingen mit.
Die Anrufer geben sich dabei laut Pressemitteilung seriös, drängen aber auf eine schnelle Entscheidung und fordern anschließend Unterlagen per E-Mail an. Es handele sich hier um eine bekannte Betrugsmasche – zumal die „Empfinger Bürgerbroschüre“ ja druckfrisch sei. Ziel sei es, Unternehmen durch fingierte Anzeigenaufträge finanziell zu schädigen.
Derzeit keine Anzeigenakquise
Die Gemeindeverwaltung weist in der Pressinfo ausdrücklich darauf hin, dass sie derzeit keine Anzeigenakquise für Bürgerbroschüren oder ähnliche Publikationen beauftragt hat. Unternehmen und Gewerbetreibende werden daher gebeten, bei entsprechenden Anrufen äußerst vorsichtig zu sein, keine mündlichen Zusagen zu machen und im Zweifel sofort bei der Gemeinde oder der Polizei nachzufragen. In der Gemeinde Empfingen werden etwaige Anzeigenakquisen stets mit einem offiziellen Begleitschreiben des Bürgermeisters autorisiert, die sich Unternehmen vorlegen lassen können.
Folgende Tipps gibt die Gemeindeverwaltung den Firmen sowie Bürgerinnen und Bürgern zur Vorgehensweise bei verdächtigen Anrufen: „Lassen Sie sich Informationen immer schriftlich geben“, „Prüfen Sie Absender und Absenderadressen genau“, „Leisten Sie keine Unterschrift, wenn Zweifel bestehen“, „Melden Sie verdächtige Anrufe der Gemeindeverwaltung oder direkt der Polizei“,
Die Gemeinde Empfingen möchte alle Unternehmen im Ort sensibilisieren, um nicht Opfer dieser Masche zu werden.
Ähnliche Betrugsversuche in der Region
Eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Pforzheim berichtet auf Nachfrage der SÜDWEST PRESSE, dass ihnen bislang kein Fall in Empfingen bekannt sei. „Allerdings wurde im Februar dieses Jahres in Bad Herrenalb ein Betrugsversuch bekannt, bei dem sich eine angebliche Werbeagentur an Geschäftsleute wandte“, so die Pressesprecherin weiter. „Darüber hinaus liegen uns Hinweise auf einen weiteren Betrugsfall in Salzstetten (Landkreis Freudenstadt) vor. Hier ging es um eine sogenannte ‚Abo-Falle‘ im Zusammenhang mit Werbeaufträgen.“
In diesem Zusammenhang sei es durchaus denkbar, dass es auch zu weiteren Versuchstaten kam, die jedoch nicht angezeigt wurden – möglicherweise, weil die Betroffenen den Aufwand scheuten. Weitere Fälle seien dem Polizeipräsidium nicht bekannt.
Die Polizei teilt noch weitere Tipps zum Schutz vor solchen Betrugsmaschen mit: „Verträge oder Aufträge genau prüfen, bevor eine Unterschrift oder Zusage erfolgt“, „Im Zweifel bei der angegebenen Firma eigenständig recherchieren oder Rücksprache mit offiziellen Stellen halten“, „Keine Zahlungen leisten, solange die Seriosität des Angebots nicht zweifelsfrei feststeht“ und „Im Verdachtsfall umgehend die Polizei informieren“.
Broschüre erst im Juli veröffentlicht
Die Gemeinde Empfingen hat die Neuauflage der Bürgerinfobroschüre Ende Juli digital und in Papierform veröffentlicht. Die Broschüre ist im Rathaus erhältlich oder digital unter www.empfingen.de.
