Fünf Ordner voller Informationen: Alle Horber Kleindenkmale sind nun erfasst

Bürgermeister Ralph Zimmermann und Heinz Schmid freuen sich gemeinsam, dass nun alle Kleindenkmale in der Stadt Horb erfasst sind.
GEEKHeinz Sch mid aus Horb, stolze 92 Jahre alt, erfasst seit 1986 Kleindenkmale in und um Horb. Er war der Gründer der Kleindenkmalfreunde Horb und Umgebung und hat damals Karl Dengler aus Horb, Alfred Jung aus Ahldorf, Adolf Sayer aus Rexingen und Bernhard Würger aus Bittelbronn animiert, doch bei dem Projekt mitzumachen - was ihm gelungen ist. Über seine Arbeit berichtet die Gesellschaft zur Erhaltung und Erforschung der Kleindenkmale in Baden-Württemberg (GEEK) in einer Mitteilung.
Im Jahr 1986 ging es demnach erstmal darum, alle bis dahin noch vorhandenen Grenzsteine sowie die Kleindenkmale im Wald und auf den Feldern der jeweiligen Gemarkung zu erfassen. „Dies haben seine Mitstreiter mustergültig erledigt und die Erfassungsbögen mitsamt wunderbaren Zeichnungen oder Fotos befinden sich heute im Stadtarchiv Horb, wo sie von jedermann eingesehen werden können“, heißt es in der Mitteilung. Auf die Erfassung der Kleindenkmale innerhalb der Ortschaften sei anfangs verzichtet worden, weil Brunnen, Hausinschriften, Wirtshausschilder oder Radabweisersteine innerorts weniger gefährdet seien als ein Grenzstein, der mitten im Acker stehe und die Bewirtschaftung erschwere.
Nach und nach kamen aber auch die so genannten Ortslagen hinzu, allerdings ist noch nicht alles vollständig - mit einer Ausnahme: der Innenstadt von Horb. Diese Kleindenkmale hat Schmid laut der Mitteilung ab 2008 höchstpersönlich erfasst und wenn heute noch eine neues Kleindenkmal auftaucht, wie zum Beispiel die Stelen am Rauschbart und ein Stolperstein, so werde auch dieses noch von ihm erfasst und er gebe seinen Erfassungsbogen im Stadtarchiv ab.
Im Jahr 2000 erhielt die Gruppe „Kleindenkmalfreunde Horb und Umgebung“ den ersten Kleindenkmalpreis des Schwäbischen Heimatbundes, der damals neu ausgelobt worden war, für die bis zu diesem Zeitpunkt erfassten Kleindenkmale. Zwei Jahre später erhielt Karl Dengler für die Erfassung der Kleindenkmale auf den Gemarkungen Ihlingen, Dettingen und Dießen ebenfalls den Preis. „Die Horber Kleindenkmalfreunde waren äußerst umtriebig und auch erfolgreich“, so die GEEK.
Schmid hat laut der Mitteilung nun die Originale seiner Erfassungsbogen in fünf Ordnern der GEEK, bei der er Gründungsmitglied ist, übergeben. Die Geschäftsstelle ist heute im Gemeindearchiv Baiersbronn angesiedelt. Kopien sämtlicher Erfassungsbögen seien nicht nur im Stadtarchiv Horb vorhanden, sondern inzwischen auch digitalisiert im digitalen Informationssystem „Bürger-GIS“ des Landkreises abrufbar - mitsamt den dazugehörigen Bildern. Das GIS erlaube auch zu sehen, wo noch Erfassungen gemacht werden können. „Diese Übersichtlichkeit war früher, als alles nur auf Papier existierte, nur sehr schwer zu erreichen“, so die GEEK in der Mitteilung.
Info Weitere Informationen gibt es im Stadtarchiv Horb.