Freudenstadt/Horb · Pandemie: Zehn Covid 19 positive Patienten auf der Isolierstation

In der Freudenstädter Klinik könnten kommende Woche Leistungen eingeschränkt werden.
Karl-Heinz KuballAktuell befinden sich zehn Covid-19 positiv getestete Patienten auf der Isolierstation im Klinikum Freudenstadt. Eine intensivmedizinische Versorgung ist derzeit bei keinem Patienten notwendig.
Die Geschäftsführung und die ärztliche Leitung schätzen die aktuelle Lage im Klinikum noch als stabil ein. Je nach Entwicklung
der Pandemie könnte es in der kommenden Woche jedoch erforderlich sein, darüber zu entscheiden, ob und wenn ja, welche medizinischen Leistungen einzuschränken wären.
Um den Kontakt auf ein Minimum zu beschränken und dadurch das Infektionsrisiko für Patienten und Mitarbeiter zu minimieren, wird von der Klinikleitung ausdrücklich darum gebeten, von unnötigen Besuchen abzusehen und die nachstehende Besuchsregelung zu respektieren: Die Besuchsregelung der Landesregierung Baden-Württemberg sieht vor, dass ein Patient durch einen Besucher pro Tag für eine Stunde besucht werden darf. Es sei nicht akzeptabel, dass Mitarbeiter des Krankenhauses mit Besuchergruppen darüber diskutieren müssen, ob nicht auch vier Personen für jeweils eine viertel Stunde den Patienten besuchen könnten, so das Landratsamt. Es gehe um die Minimierung der Kontaktanzahl und somit der Risikominimierung. Die Besuchsregelungen werden entsprechend der aktuellen Infektionslage sowie der Vorgaben der Landescoronaverordnung im Klinikum angepasst.
Die Besuchszeiten für das
Klinikum Freudenstadt sowie der Klinik für Geriatrische Rehabilitation stehen auf der Website. Die Besucherselbstauskunft ist vorab als Download auf der Website
verfügbar.
Wirtschaftliche Lage
Zur wirtschaftlichen Situation des Krankenhauses schreibt das Landratsamt, dass sich weniger Patienten ins Klinikum trauen und somit das Angebot von medizinischen Leistungen nicht annehmen. Daraus entstehen für das Klinikum Umsatzeinbußen, während die Kosten für den Kampf gegen die Corona-Pandemie steigen.
Deshalb sei es aus der Sicht des Klinikums unabdingbar notwendig, dass der Anfang des Jahres zugesicherte Rettungsschirm für die Krankenhäuser weiterhin fortgeführt werde und das Land Baden-Württemberg weiterhin die Krankenhäuser unterstützt.