Freudenstadt · Schwimmbad: Familienkarte steigt stärker im Preis

Steigende Energiekosten machen sich in Hallenbädern besonders bemerkbar.
StadtwerkeJe länger der Badegast künftig bleibt, desto mehr trifft ihn die neue Preisstruktur. Für 105 Minuten sind künftig mit 6,80 Euro 60 Cent (knapp 10 Prozent) mehr zu berappen. Wer eine Tageskarte kauft, zahlt mit 17,20Euro 22 Prozent mehr als bisher. Bei ermäßigten Karten fällt die prozentuale Erhöhung ähnlich aus. Bei der Familienkarte sind es allerdings für 105Minuten-Karte rund 13 Prozent.
Die Notwendigkeit höherer Eintrittspreise erklärten Bäder-Geschäftsführer Tobias Degout und Oberbürgermeister Julian Osswald im Gemeinderat mit höheren Energiekosten. Der Stromvertrag laufe zu bisherigen Konditionen zwar noch zwei Jahre, aber die Ausgaben für Wärme werden sich 2023 voraussichtlich mehr als verdoppeln von 400000 auf eine Million Euro. Können trotz erhöhter Eintrittspreise die Besucherzahlen von vor der Pandemie gehalten werden, geht Degout von Mehreinnahmen von 390000 Euro aus. Die Kosten pro Badegast werden sich von rund 3,50 Euro in 2022 wohl auf 4,74 Euro in 2023 erhöhen, so die Prognose.
Osswald sagte: „Wir werden uns strecken müssen, die Mehrkosten einzufangen.“ Das Panoramabad zu schließen, ist für ihn zunächst keine Option. Denn das Bad würde dennoch Kosten verursachen. Das Personal müsste in Kurzarbeit geschickt werden und die Einnahmen fielen völlig aus. Mit einer „moderaten Erhöhung“ der Eintrittspreise werde eine bessere Deckung erreicht, „als wenn wir zumachen“, sagte der OB. Gleichwohl er weiß, dass „unsere Gäste sehr mobil sind und mit den Autoreifen abstimmen“. Ein Gaszuschlag von 10 Euro eines Spaßbades auf der Alb führte zu einem drastischen Besucherrückgang. Einige Stadträte signalisierten, dass sie auch einem höheren Preisanstieg zugestimmt hätten. Die Diskussion sei schon im Ausschuss geführt worden, wiegelte der OB ab. Das Gremium befürwortet das neue Preisgefüge.