Fortbildung
: Krebse, Regen, Hochwasser

Der Gewässernachbarschaftstag lieferte unter anderem Einblicke in bewährte und neue Methoden im Hochwasserschutz.
Von
NC
Kreis Freudenstadt

Waldachtal nach dem Starkregen im Juni 2018.

Bauverwaltungsamt

Die von der wbw-Fortbildungsgesellschaft 1992 etablierte Fortbildungsveranstaltung „Gewässernachbarschaftstag“ fand vor kurzem im Kreis Freudenstadt statt. Landrat Dr. Klaus Michael Rückert begrüßte mehr als 50 Teilnehmende aus Städten und Gemeinden, Verbänden und staatlichen Flussbauhöfen. Er betonte: „Die Gewässerunterhaltung ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die eine enge Zusammenarbeit und den Austausch zwischen den verschiedenen Akteuren erfordert.“

Die Themen konzentrierten sich auf Krebse, Hochwasser und Starkregen. Ein Schwerpunkt lag auf der Bedrohung des heimischen Krebsbestands durch eingeschleppte oder ausgesetzte Arten. Chris Pardela von Union-River Sciences präsentierte Untersuchungen zum Bestand des Signalkrebses am Forbach, informierte über die Identifizierung des Tiers, die Risiken der Krebspest und Lösungsansätze, um eine Übertragung der Krebspest in andere Gewässer zu minimieren.

Auch die Sicherstellung des Abflusses der Gewässer - inbesondere nach Hochwasserereignissen und Starkregen - wurde als zentrale Aufgabe thematisiert. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in bewährte Praktiken und neue Ansätze. Heike Finkbeiner und Klaus Hoberg präsentierten Erfahrungen der Gemeinde Waldachtal aus einem Starkregenereignis des Jahres 2018.

Am Nachmittag empfing die Gemeinde Baiersbronn, vertreten durch Daniel Armbruster, Hartmut Johannsen und Benjamin Beilharz, die Gruppe. Sie zeigten, dass Hochwasserschutz sowohl technisch und als auch naturnah umgesetzt werden kann.

Die Teilnehmenden bewerteten die Veranstaltung als äußerst informativ und praxisnah. Der Gewässernachbarschaftstag habe so resümiert der Veranstalter, „einmal mehr gezeigt, dass er eine wertvolle Plattform ist, um Wissen zu teilen, bewährte Verfahren auszutauschen und gemeinsam an Lösungen für die Herausforderungen im Gewässermanagement zu arbeiten“.