Förderdschungel kaum zu durchschauen
: Glasfaserausbau in Wiesenstetten geht in die nächste Runde

In Wiesenstetten bei Empfingen können nun weitere Grundstücke angeschlossen werden. Bürgermeister Ferdinand Truffner: „Wir sind inzwischen fast am Verzweifeln.“
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NC
Wiesenstetten
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Glasfaserausbau in Erfurt: ARCHIV - 19.06.2025, Thüringen, Erfurt: Ein Schild mit der Aufschrift "Glasfaser" steht beim Baustart für den Glasfaserausbau durch Vodafone an einer Baustelle. Deutschlands Glasfaser-Branche ist in einer schwierigen Lage. (zu dpa: ««Glasfaser in jede Wohnung» - Reform für schnelleren Ausbau») Foto: Michael Reichel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Der Weg zum Glasfaseranschluss ist nicht so einfach, wie der Fall in Wiesenstetten zeigt.

Michael Reichel/dpa (Symbolfoto)
  • In Wiesenstetten können künftig weitere Gebäude kostenfrei an Glasfaser angeschlossen werden.
  • Grund ist der geförderte Ausbau durch OEW Breitband, möglich durch geänderte Kriterien.
  • Die Netze BW erinnert säumige Eigentümer: Die GNV ist Voraussetzung für den Gratisanschluss.
  • Bürgermeister Truffner kritisiert den „Förderdschungel“ – Vorgaben änderten sich ständig.
  • Gemeinde bittet um schnelle Rücksendung der GNV: Chance für Wertsteigerung und Zukunft des Ortsteils.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Gute Nachrichten für zahlreiche Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer im Empfinger Ortsteil Wiesenstetten: Im Rahmen des geförderten Breitbandausbaus durch die Gesellschaft OEW Breitband können aufgrund geänderter Förderbedingungen weitere Gebäude für einen kostenfreien Glasfaser-Hausanschluss berücksichtigt werden. Betroffene Eigentümer erhalten hierzu in den kommenden Tagen ein entsprechendes Informationsschreiben, teilt die Gemeindeverwaltung in einer Pressemitteilung mit.

Gleichzeitig werden Eigentümer, die ihre Gestattungs- und Nutzungsvereinbarung (GNV) bislang noch nicht zurückgesendet haben, nochmals von der Netze BW erinnert. Die unterschriebene Vereinbarung ist laut Bericht Voraussetzung dafür, dass der Hausanschluss kostenfrei hergestellt werden kann.

Vorgaben und Verfahren ändern sich ständig

Bürgermeister Ferdinand Truffner freut sich, so berichtet er, über die zusätzlichen Anschlussmöglichkeiten, macht aber zugleich auf die schwierigen Rahmenbedingungen aufmerksam: „Jeder zusätzliche Glasfaseranschluss ist ein Gewinn für Wiesenstetten. Umso mehr freut es mich, dass durch die geänderten Förderbedingungen nun weitere Gebäude berücksichtigt werden können. Gleichzeitig müssen wir aber ehrlich sagen: Wir sind inzwischen fast am Verzweifeln. Der Förderdschungel ist kaum noch zu durchschauen. Ständig ändern sich Vorgaben und Verfahren, während die Kommunen auf Entscheidungen warten. Dabei wollen wir nichts anderes, als unsere Ortschaften fit für die digitale Zukunft machen.“

Die Gemeinde hat deshalb bereits den Bundestagsabgeordneten Klaus Mack (CDU) um Unterstützung gebeten. Auch Freudenstadts Landrat Andreas Junt setzt sich laut Gemeindeverwaltung mit Nachdruck für eine Beschleunigung der Förderverfahren ein.

„Ich bin Klaus Mack und unserem Landrat Andreas Junt sehr dankbar“, sagt Truffner. „Andreas Junt kämpft an vorderster Front dafür, dass unsere Kommunen im Förderdschungel endlich vorankommen. Dieses Engagement ist enorm wichtig – dennoch brauchen wir endlich schnellere Entscheidungen und verlässliche Rahmenbedingungen. Digitalisierung darf nicht an Bürokratie scheitern.“

Die Gemeinde Empfingen bittet alle angeschriebenen Eigentümerinnen und Eigentümer, die Gestattungs- und Nutzungsvereinbarung zeitnah unterschrieben an die Netze BW zurückzusenden. Nur so kann der kostenfreie Glasfaseranschluss im Zuge des geförderten Ausbaus realisiert werden. „Nutzen Sie diese einmalige Chance. Ein Glasfaseranschluss steigert nicht nur den Wert Ihrer Immobilie, sondern ist eine Investition in die Zukunft unseres Ortsteils. Jeder Anschluss bringt Wiesenstetten ein Stück weiter.“