Feuerwehreinsätze in Loßburg
: Wohnhaus in Dottenweiler brennt – Familie rettet sich ins Freie

In Dottenweiler (Loßburg) brannte in der Nacht zum Freitag ein Wohnhaus. Die Bewohnerin und ihre vier Kinder konnten sich unverletzt ins Freie retten. Die Ursache ist unklar. Im Loßburger Ortsteil Wälde hielt ein komplizierter Schwelbrand auf einem Aussiedlerhof die Einsatzkräfte in Atem.
Von
Marike Schneck
Loßburg
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In Dottenweiler (Loßburg) brannte in der Nacht zum Freitag ein Wohnhaus. Die Bewohner konnten sich unverletzt ins Freie retten.

In Dottenweiler (Loßburg) brannte in der Nacht zum Freitag ein Wohnhaus. Die Bewohner konnten sich unverletzt ins Freie retten.

Feuerwehr
  • Wohnhausbrand in Dottenweiler (Loßburg): Mutter und vier Kinder unverletzt gerettet.
  • Hund im Haus starb, Schaden auf 200.000–300.000 Euro geschätzt.
  • Brandursache bisher unklar, Ermittlungen laufen.
  • Feuerwehr mit 18 Fahrzeugen und über 100 Kräften bis zum Morgen im Einsatz.
  • Weiterer Brand in Loßburg-Wälde: Feuer in einem Aussiedlerhof ausgebrochen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wie die Feuerwehr berichtet, waren die Feuerwehren Loßburg und Sterneck um kurz vor 1 Uhr am Freitagmorgen alarmiert worden. Zur Unterstützung wurde die Abteilung Betzweiler-Wälde angefordert. Noch während die ersten Einsatzkräfte ausrückten, ging bei der Integrierten Leitstelle in Freudenstadt ein weiterer Notruf aus dem benachbarten Ortsteil Wälde ein. Dort wurde ein unklarer Brand mit starker Rauchentwicklung in einem Aussiedlerhof gemeldet. Umgehend wurde ein Teil der bereits anrückenden Einsatzkräfte aus Betzweiler und Loßburg nach Wälde abkommandiert. Zusätzlich wurde zur Verstärkung für die Abteilung Wittendorf Vollalarm ausgelöst. Beim Eintreffen der ersten Kräfte an den Einsatzorten wurde ein reales Brandereignis bestätigt.

Schwierige Löscharbeiten in Dottenweiler

In Dottenweiler standen große Teile eines dreigeschossigen Wohnhauses in Flammen und das Feuer drohte auf den Dachstuhl überzugreifen. Die Hausbewohner, eine Frau und ihre vier Kinder, konnten sich noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr selbständig aus dem Gebäude retten.

Umgehend wurde mit mehreren Trupps und über die Drehleiter ein intensiver Löschangriff eingeleitet, berichtet die Feuerwehr. Nach rund einer Stunde waren die Flammen im Innenbereich des Gebäudes unter Kontrolle. Schwierig und personalintensiv gestalteten sich die Nachlöscharbeiten. Insbesondere in der Dachisolierung und in den Zwischenwänden kam es immer wieder zu aufflammenden Glutnestern.

Ein vermisster Hund konnte nur noch tot aus dem zerstörten Wohnhaus geborgen werden.

Familie ist jetzt obdachlos

Die Brandausdehnung unter der Dacheindeckung war trotz aller Maßnahmen so intensiv, dass es gegen 4.30 Uhr zu einer Durchzündung und somit zu einem offenen Dachstuhlbrand kam. Dieser konnte laut Feuerwehr jedoch schnell wieder unter Kontrolle gebracht werden. Zur Absicherung der Löschwasserversorgung wurden noch jeweils ein Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Dornstetten und der Feuerwehr Freudenstadt nachgefordert.

Zur personellen Unterstützung waren zwischenzeitlich auch die Abteilungen Lombach und Schömberg sowie von der Feuerwehr Alpirsbach die Abteilungen Höhenstadtteile und Rötenbach alarmiert worden. Für ausreichend Atemschutzgeräte und Ersatzmaterial war der Gerätewagen Atemschutz aus Freudenstadt im Einsatz. Bis in die frühen Morgenstunden kam es trotz eines Innenangriffes immer wieder zu einzelnen Brandausbrüchen. Erst gegen 9 Uhr am Freitag konnten die letzten Fahrzeuge die Einsatzstelle verlassen.

Die durch den Brand obdachlos gewordene Familie wurde von den ebenfalls am Unglücksort anwesenden Vertreter der Gemeinde Loßburg andernorts untergebracht. Der entstandene Schaden liegt nach ersten Schätzungen der Polizei zwischen 200.000 und 300.000 Euro. Die Brandursache ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Schwelbrand in der Küche des Aussiedlerhofs in Wälde

Derweil stellte sich auf einem Aussiedlerhof im Loßburger Ortsteil Wälde ein Schwelbrand in der Küche heraus. Durch die starke Rauchentwicklung und den schwer lokalisierbaren Brandherd gestaltete sich auch dieser Einsatz sehr personalintensiv, berichtete die Feuerwehr. Da ein Großteil der Kräfte bereits beim Einsatz in Dottenweiler gebunden waren, wurde zur Unterstützung ein Löschzug der Feuerwehr Dornhan sowie die Drehleiter aus Alpirsbach hinzugezogen.

Mithilfe einer Wärmebildkamera konnten die Atemschutztrupps einen Brand hinter der Küchenverkleidung ausfindig machen. Zur Brandbekämpfung musste die komplette Einbauküche herausgerissen und ins Freie verbracht werden. Unter ständiger Kontrolle mit der Wärmebildkamera konnten der Schwelbrand gelöscht und die verrauchten Räume belüftet werden. Personen kamen auch bei diesem Einsatz nicht zu Schaden.

Hund und Wellensittich überleben den Brand nicht

Für einen Hund und einen Wellensittich kam auch hier jede Hilfe zu spät. Die Aufräumarbeiten und Kontrollmaßnahmen dauerten bis gegen 5 Uhr am frühen Morgen an.

Die Feuerwehren aus Loßburg mit sämtlichen Ortsteilen, Alpirsbach, Dornhan, Dornstetten und Freudenstadt waren insgesamt mit 28 Fahrzeugen und rund 200 Einsatzkräften an den beiden Brandorten unter dem Kommando von Andreas Eberhardt im Einsatz. Unterstützt wurde der Kommandant von den Führungsgruppen Loßburg und Dornhan.

Die Küche brannte vollständig aus, das Wohnhaus ist jedoch weiterhin bewohnbar, teilt die Polizei mit. Die Beamten schätzen die Höhe des Schadens auf 10.000 bis 15.000 Euro.