Fernsehköche in Hopfau: „Es ist zum Haare raufen“ – Martina und Moritz verzweifeln

Martina Meuth und Bernd „Moritz“ Neuner-Duttenhofer vor ihrem Apfelgut in Hopfau (Archivbild)
Otto- L409 bei Hopfau gesperrt – Sanierung läuft voraussichtlich bis Ende November.
- Apfelgut von Martina Meuth und Bernd „Moritz“ Neuner-Duttenhofer schwer erreichbar.
- Verkauf derzeit nur über das Glatttal und den Ortskern Hopfau möglich.
- Interne Wege: statt 200 Metern sind fast 13 Kilometer Umweg nötig, Traktor nutzt Plantagen.
- Verständnis für Vollsperrung, Appell: nicht durch die Baustelle fahren und Personal nicht beschimpfen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ausgerechnet jetzt, wo die Apfelernte in vollem Gange ist und allerlei weitere Leckereien aus dem großen Garten verarbeitet und für den Verkauf vorbereitet werden, haben die Fernsehköche Martina Meuth und Bernd „Moritz“ Neuner-Duttenhofer mit einer ihnen nur allzu bekannten Hürde zu kämpfen.
Nämlich mit einer Baustelle. Und die sorgt dafür, dass das Apfelgut aktuell nur schwerlich zu erreichen ist – mal wieder. Schon in den vergangenen Jahren hatten Straßenbauarbeiten den Betrieb und Verkauf von der anderen Seite her ausgebremst.
„Es ist zum Haare raufen. Schon wieder sind wir schwierig beziehungsweise nur umständlich zu erreichen“, bedauern die beiden. Die Straße L409 zwischen der Haarnadelkurve mit Abzweigung nach Dobel/Brachfeld/Dornhan und dem Ortseingang Hopfau ist gesperrt. Hier laufen Sanierungsarbeiten, die voraussichtlich noch bis Ende November laufen. Die Fahrbahn wird ausgebaut und die Entwässerungsleitungen werden neu hergestellt.
Großräumige Umleitung
Das bringt für alle Verkehrsteilnehmer Einschränkungen und große Umwege mit sich, denn der Verkehr wird großräumig umgeleitet. Für die Fernsehköche heißt das, dass der Obstverkauf gerade in dieser besonderen Erntezeit jetzt nur noch vom Glatttal her über den Ortskern Hopfau zu erreichen ist. „Also genau umgekehrt gegenüber den letzten drei Jahren, in denen man nur von Sulz aus über die als gesperrt ausgeschilderte Straße zum Einkaufen kommen konnte“, wie sie erinnern.

Das Guts-Lädle ist eine beliebte Anlaufstelle für Fans der Fernsehköche (Archivbild).
OttoWie sie meinen, hätte das Stück Landstraße gleich mit der Ortsdurchfahrt erneuert, verbreitert und mit einer Drainage versehen werden sollen. Nun aber falle die Sanierung dieses verbliebenen kurzen Stücks direkt in die Hauptverkaufszeit der laufenden Apfelernte.
Verständnis für die Bauarbeiter
Gleichzeitig haben die Fernsehköche Verständnis, dass jetzt eben eine Vollsperrung unumgänglich ist, um Entwässerungsrohre zu verlegen und Ablaufschächte einzurichten.

Hier in Hopfau gibt es aktuell kein Durchkommen. Ein Stück der L409 wird saniert.
CoolsSie haben der Baufirma für Geräte- und Personal-Container Platz auf und an dem Hof zur Verfügung gestellt. Die Firma wolle die Arbeiten zügig vorantreiben. An Kunden und andere Verkehrsteilnehmer appellieren sie, auf keinen Fall zu versuchen, doch durch die Baustelle zu fahren und das Personal zu gefährden oder gar zu beschimpfen. Dies sei bei den letzten Sperrungen leider vorgekommen. „Die Bauarbeiter können ja nichts dafür“, betonen Martina und Moritz – und hoffen, dass ihnen die Kunden trotz der Erschwernisse treu bleiben.
13 Kilometer statt 200 Meter
Für die Fernsehköche und ihr Team vom Apfelgut bedeutet die Sperrung, dass sie vom Gutshaus und dem Nebengebäude nicht mehr schnell mit dem Auto die 200 Meter Straße zum Obstschuppen, der Kochschule und dem Gemüsegarten fahren können, sondern sie „fast 13 Kilometer über die Sulzer Schillerhöhe/Glatt fahren müssen“, wie sie berichten. „Mit dem Traktor geht’s freilich auch durch die Apfelplantagen“, meinen sie. Oder man müsse eben über die Strecke hinweg vieles schwer tragen.
Die diesjährigen Äpfel hätten sich jedenfalls nach der langen Trockenheit über die kurzen Schauer sehr gefreut und seien trotz der bescheidenen Regenmengen prächtig gediehen. Das bekannte Apfelgut macht seinem Namen also auch unter erschwerten Bedingungen alle Ehre. Und Martina und Moritz, immerhin 77 und 83 Jahre alt, machen unermüdlich weiter, bis ihr großes Anwesen vielleicht doch noch einen neuen Besitzer findet.
