FDP-Landtagsabgeordneter wechselt Wahlkreis
: "Keine guten Aussichten": Timm Kern kandidiert nicht mehr im Kreis Freudenstadt

Der FDP-Landtagsabgeordnete Dr. Timm Kern tritt bei der Landtagswahl 2026 für die FDP im Wahlkreis Hechingen-Münsingen an. Den Landkreis Freudenstadt will er, sollte er in den Landtag gewählt werden, zum "Betreuungswahlkreis" machen.
Von
NC
Horb am Neckar
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Der FDP-Landtagsabgeordnete Dr. Timm Kern.

Der FDP-Landtagsabgeordnete Dr. Timm Kern.

Privatfoto
  • FDP-Abgeordneter Timm Kern kandidiert 2026 im Wahlkreis Hechingen-Münsingen.
  • Kern wechselt wegen Reform des Landtagswahlrechts, kritisiert Vergrößerung des Parlaments.
  • Er bleibt dem Kreis Freudenstadt verbunden und will ihn als "Betreuungswahlkreis" betreuen.
  • Kern übernimmt Nachfolge von Rudi Fischer und bleibt FDP-Kreisvorsitzender.
  • Kooperation zwischen Kreis Freudenstadt und Region Neckaralb geplant.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Dr. Timm Kern wird bei der Landtagswahl 2026 nicht mehr im Landkreis Freudenstadt, sondern im Wahlkreis Hechingen-Münsingen kandidieren. Er schreibt: „Wie Sie wissen, bin ich seit dem Jahr 2011 mit sehr viel Leidenschaft und großem Herzblut Abgeordneter für den Landkreis Freudenstadt.“ Eine wichtige Sache habe sich seit seiner letzten Kandidatur 2021 jedoch geändert: das Landtagswahlrecht. War bisher das Wahlergebnis im Wahlkreis entscheidend dafür, ob ein Kandidat in den Landtag einzieht oder nicht, entscheiden nun die Parteien mit einer Landesliste darüber, wer die besten Aussichten hat.

„Ich halte die Reform des Wahlrechts in dieser Form für falsch, nicht zuletzt auch deshalb, weil eine starke Vergrößerung des Parlaments droht“, so Kern. Eine Folge dieser Reform sei, dass die Parteien in ihrer Listenaufstellung versuchten, die verschiedenen Regionen Baden-Württembergs einigermaßen gerecht abzudecken. Das führe dazu, dass die Region Nordschwarzwald mit ihren bisherigen drei FDP-Abgeordneten sehr stark repräsentiert ist.

"Möchte weiterhin für die Ziele kämpfen"

Kern: „Eine Kandidatur meinerseits im Landkreis Freudenstadt würde daher keine guten Aussichten dafür bieten, den Einzug in den Landtag wieder zu schaffen. Ich möchte aber weiterhin für die Ziele kämpfen, die noch lange nicht erreicht sind: Weltbeste Bildung für unsere Kinder, Stärkung des ländlichen Raums und eine Politik, die sich an der Praxis statt an Ideologien orientiert.“

Gleichzeitig habe ihn sein Abgeordnetenkollege Rudi Fischer, der kommendes Jahr aus Altersgründen nicht mehr kandidieren wird, gebeten, im Wahlkreis Hechingen-Münsingen sein Nachfolger zu werden. „Da ich in Tübingen wohne, in Reutlingen Lehrer war und daher mit der Region Neckar-Alb ebenfalls enge Verbindungen habe, habe ich mich entschlossen, dieser Bitte nachzukommen.“

Kooperation zwischen Kreis Freudenstadt und Region Neckaralb

Kern schreibt: „Ich fühle mich dem Landkreis Freudenstadt sehr verbunden – und das wird auch weiterhin so sein. Denn nach einer eventuellen Neuwahl in den Landtag möchte ich den Landkreis Freudenstadt zu meinem sogenannten ‚Betreuungswahlkreis‘ machen“ Zudem werde er FDP-Kreisvorsitzender bleiben. „Es ist also meine feste Absicht, dass ich mich auch weiterhin um die Belange des Landkreises und seiner Menschen kümmern werde.“

Nicht nur aufgrund des neuen Wahlrechts halte er es für sinnvoll, dass jeder Abgeordnete zukünftig ganze Regionen vertritt, so Kern. Eine enge Kooperation zwischen dem Kreis Freudenstadt und der Region Neckaralb biete sich dabei mit Handwerkskammer und Klinik-Kooperation geradezu an.