Fasnet
: Ringtreffen 2020 in Weitingen

Zudem ist auch 2030 das Treffen in Weitingen. Die Vorfreude ist riesig, Vorbereitungen laufen bereits. Die Gründung eines Fördervereins ist nicht geplant.
Von
Hermann Nesch
Weitingen

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Nicht gesetzt

Bei der Jahreshauptversammlung am vergangenen Samstag konnte Narrenpräsident Pascal Schmitt den Mitgliedern die erfreuliche Nachricht mitteilen, dass dem Narrenverein die Ausrichtung des Ringtreffens 2020 anlässlich seines 90-jährigen Bestehens zugesprochen wurde.

Der Verein hatte sich darum beworben, nachdem der anstehende Umbau der Weitinger Sporthalle von der Gemeinde frühestens für die Zeit nach dem Ringtreffen 2020 vorgesehen ist. Die Bewerbung galt aber nur unter der Bedingung, auch 2030 zum 100-jährigen Jubiläum der „Bettschoner“ den Zuschlag bekommen zu können, falls sich der Verein darum bewirbt. „Unter lautem Beifall“, so Schmitt, sei dieser Wunsch von der Ringversammlung erfüllt worden.

Zwischenzeitlich laufen die Vorbereitungen bereits. Bei einer Klausur im Herbst hat eine Arbeitsgruppe bereits erste grundlegende Strukturen erarbeitet. Bei der Vorstellung der ersten Ergebnisse sei die Vorfreude bereits deutlich spürbar gewesen. Schmitt zeigte sich begeistert darüber, wie vielschichtig sich schon viele mit dem Thema beschäftigt hätten und weiter beschäftigen. Er ist sich sicher, „dass wir wie gewohnt sehr gute Gastgeber sein werden und nach Bettschoner-Manier ein tolles Ringtreffen veranstalten werden“.

Zwei Jahre Zeit, sich vorzubereiten

Die nächsten gut zwei Jahre stehen also ganz im Zeichen dieser Großveranstaltung und deren Herausforderungen. Nach der Fasnet 2018 werde man im April über ein komplettes Wochenende im Allgäu das Thema weiter bearbeiten und bereits in unterschiedlichsten Themengruppen eine gute Grundlage dafür zu erstellen.

Wie Kassiererin Christin Teufel zuvor schon erläuterte, ist nach Rücksprache mit dem Steuerberater und anderen Zünften die Gründung eines Fördervereins nicht geplant. Gründe sind eine umständliche und aufwendige Organisation, der Bedarf an weiterem Führungspersonal und die Gefahr, mit beiden Vereinen in die Beteuerung zu fallen.

Der Narrenverein war bereits in den Jahren 1970, 1980 und 2000 jeweils in Verbindung mit einem Vereinsjubiläum Ausrichter eines Ringtreffens und hatte dabei jeweils neue Maßstäbe gesetzt. 1980 war es gleichzeitig das zehnte und 2000 das zwanzigste Ringtreffen.

Die Idee eines Zusammenschlusses der Narrenzünfte im Raum Horb wurde übrigens im Herbst 1968 beim Narrentreffen der Butzenzunft Hirrlingen geboren. Aber erst im Herbst darauf wurde auf Initiative vom damaligen Weitinger Narrenpräsidenten Jule Fischer die Gründung des „Närrischen Freundschaftsrings um Horb“ vollzogen, der nach zahlreichen weiteren Beitritten später in den „Närrischen Freundschaftsring Neckar-Gäu“ umbenannt wurde.

Junge, dynamische Mannschaft

Wer anderes, als der Initiator des Treffens, sollte dann auch einstimmig zum Präsidenten der neuen Narrenvereinigung gewählt worden sein. Insgesamt 28 Jahre dauerte die Amtszeit Fischers. So ist der Einschätzung seines Nachfolgers Karl Ruoff nicht zu wiedersprechen, „die Geschichte des Rings ist die Geschichte des Jule Fischer“. Der Ring feiert im Herbst 2018 sein 50-jähriges Jubiläum.

Ortsvorsteher Roland Raible gratulierte dem Narrenverein zur abermaligen Ausrichtung des Ringtreffens. Es sei mutig, ein solches auch für 2030 ins Auge zu fassen. „Das ist eine große Herausforderung.“ Aber der Verein stehe „auf sehr stabilen Füßen“. Besonders beeindruckt zeigte er sich über die junge und dynamische Führungsmannschaft und die frühe Einbindung der Jugend in die Vereinsarbeit. Damit rüste sich der Verein bestens für die Zukunft.