Fakeshops im Netz: Heizöl-Betrüger machen auch im Kreis Freudenstadt Beute

Beim Heizöl-Kauf im Internet ist Vorsicht geboten.
Christian Charisius/dpa- Heizöl-Betrüger im Netz aktiv, auch im Kreis Freudenstadt betroffen.
- Reutlinger Polizeipräsidium warnt vor Fakeshops, die günstiges Heizöl anbieten.
- Verbraucher zahlen im Voraus, erhalten aber keine Lieferung.
- Polizei rät zur Vorsicht und Nutzung des Fakeshop-Finders.
- Fälle von Zahlungsbetrug auch in Dornstetten, Freudenstadt und Waldachtal.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Man muss nicht lange suchen. Im Internet finden sich schnell einige Artikel, die eine neuartige Betrugsmasche beschreiben. Zum Beispiel: „Heizöl bei Fakeshop bestellt: 52-Jähriger verliert 3000 Euro.“ Nun ist diese Masche offenbar auch in der Region angekommen: Das Reutlinger Polizeipräsidium, das auch für die angrenzenden Kreise Tübingen und Zollernalb verantwortlich ist, warnt seit Freitag vor Kriminellen, die aktuell verstärkt mit vermeintlich günstigen Angeboten für Heizöl und andere Brennstoffe Verbraucher in die Falle locken.
In kurzer Zeit waren demnach im Bereich des Reutlinger Präsidiums knapp zwei Dutzend Bürgerinnen und Bürger Opfer dieser Betrugsmasche geworden. Die SÜDWEST PRESSE hakte beim Präsidium in Pforzheim nach, das unter anderem für den Kreis Freudenstadt verantwortlich ist: „Das gibt es auch bei uns“, sagt ein Sprecher. Bei den zwei Dutzend, die auf die Betrüger im Bereich des Nachbarpräsidiums reingefallen sind, „können wir in diesem Jahr mithalten“. Der Sprecher berichtet von Fällen in Dornstetten, Freudenstadt und Waldachtal.
Die Betrugsmasche kurz skizziert: Auf der Suche nach Heizöl landen Verbraucher oft auf Internet-Portalen, bei denen es sich um sogenannten Fakeshops handelt. Sie bestellen, leisten Vorkasse oder es kommen plötzlich horrende Lieferkosten hinzu. Ergebnis: Das Geld wurde bezahlt, das Heizöl wird nicht geliefert und der vermeintliche Verkäufer ist nicht mehr zu erreichen.
Was stutzig machen sollte
So erging es einem Geschädigten aus dem Zollernalbkreis, der vor einigen Tagen 6000 Liter Heizöl bei einem angeblichen Internet-Anbieter orderte und dazu rund 2500 Euro Vorauszahlung leistete. Das Geld war weg.
Die Polizei rät beim Kauf von Heizöl, aber auch von Holzpellets oder Brennholz bei Internet-Shops, misstrauisch zu sein. Der günstige Preis sei da nur ein Indikator. Vorkasse als einzige Zahlungsoption sollte misstrauisch machen, das Bestehen von Widerrufs-Hinweisen und einer Anbieteradresse sollte geprüft werden. Laut Polizei ähneln die Fakeshops den echten Seiten sehr. Was immer helfe: Die Verbraucherzentrale bietet im Internet einen sogenannten Fakeshop-Finder an. Dort kann man bequem die URL hineinkopieren und bekommt prompt eine Aussage darüber, ob man dem Shop trauen kann.
Laut des Sprechers des Pforzheimer Präsidiums gibt es aber auch die Kehrseite: Menschen, die Heizöl geliefert bekommen, aber nicht bezahlen. „Aber die lassen sich an einer Hand abzählen.“