Eutingen · Energiekosten
: Kampf ums Überleben

Der Eutinger Bäcker Tobias Plaz berichtet Klaus Mack von seinen Sorgen.
Von
NC
Eutingen

Ein Filmteam des ZDF begleitet Bäcker Tobias Plaz für eine Reportage, so auch bei seinem Gespräch mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Klaus Mack.

Büro Mack

Die Energiekrise bereitet Handwerksbäckern Existenzsorgen. Traditionsbetriebe wie der von Tobias Plaz in Eutingen im Gäu brauchen viel Gas und Strom - bei steigenden Kosten, die nur begrenzt an die Kunden weitergegeben werden können.

Hinsichtlich der Hilfen vom Bund sieht Plaz sich und seine Kollegen im Vergleich zu Industrieunternehmen klar im Nachteil, wie er dem CDU-Bundestagsabgeordneten für den Wahlkreis Calw/Freudenstadt, Klaus Mack, berichtet. „Die CDU/CSU-Fraktion hat seit Sommer viele Anträge vorgelegt, um die Wettbewerbsbedingungen für Mittelständler zu verbessern“, meint Mack. Doch die Ampelregierung habe die kleinen Betriebe scheinbar kaum in dem Blick. „Aber die Sorgen der Bäcker, Metzger, Gastronomen und vielen weiteren müssen gehört werden. Wenn sie ihre Betriebe aufgeben, verliert insbesondere der ländliche Raum seine Nahversorgung, Arbeitsplätze und ein Stück Kultur“, sagt der Abgeordnete Mack.

Droht die Insolvenz?

Bäcker Plaz macht Mack seine Bedenken mit Zahlen deutlich. Er müsste aufgrund der gestiegenen Kosten jede Brezel, jedes Brot, jeden Kuchen um 36 Cent teurer machen, sonst drohe ihm in wenigen Monaten die Insolvenz. Ein wesentlicher Faktor seien die Pläne zum Strompreisdeckel.

„Als mittelständischer Unternehmer muss ich 40 Cent pro Kilowattstunde bezahlen, Industriebetriebe zahlen künftig nur 13 Cent. Das ist eine Ungerechtigkeit, die mir keiner erklären kann“, sagt Plaz. Dabei spüre er schon jetzt eine größere Zurückhaltung der Kunden, um zu sparen. Auf sie künftig die höheren Kosten umzulegen, sei daher nicht möglich.

Die Zahlen von Bäcker Plaz will der Abgeordnete Mack in Berlin nutzen, um für Nachbesserungen zu werben. „Die CDU/CSU-Fraktion wird den Finger in die Wunde legen. Es fehlt ein Gesamtkonzept. Es kann doch nicht sein, dass wir vor zwei Jahren in der Corona-Krise breitflächig Unternehmen gerettet haben, Einzelne jetzt aber in der Energiekrise alleine lassen“, sagt Mack.