Erneuerbare Energien: Horb fällt im Photovoltaik-Städte-Ranking zurück

Archivbild: Karl-Heinz Kuball
Nicht gesetztIm vierten Quartal 2023 wurden in Horb insgesamt 84 Solaranlagen neu installiert. Das geht aus den am Mittwoch veröffentlichten Zahlen des Vergleichportals „Selfmade Energy“ hervor und entspricht einem Zuwachs von 4,2 Prozent im V ergleich zur letzten Datenerhebung im dritten Quartal 2023. Damit liegt das Wachstum in Horb unter dem bundesweiten Durchschnitt von 7 Prozent aller deutschen Städte. Die Gesamtzahl der in Horb installierten Solaranlagen beträgt laut „Selfmade Energy“ aktuell 2087 Anlagen, was ungefähr einer Fläche von 21 Fußballfeldern entspricht. Zum Vergleich: Nach dem zweiten Quartal 2023 lag Horb bei 1926 Anlage n.
Das Portal liefert weitere Zahlen: Die installierte Leistung in Horb liegt demnach bei insgesamt 33 Megawatt. Gemessen an der Anzahl der PV-Anlagen pro 1000 Einwohner schafft Horb es im Ranking der Städte auf Platz 265 - gemessen an der insgesamt installierten Leistung auf Rang 320. Das geht aus den offiziellen Photovoltaik-Ausbauzahlen der Bundesnetzagentur für das vierte Quartal 2023 hervor, die das Vergleichsportal jetzt erneut für 2050 Städte ausgewertet hat. Damit ist Horb abgefallen: Zum Halbjahr 2023 hatte die Stadt im Pro-Kopf-Ranking der Anlagen noch auf Platz 248 der deutschen Städte gelegen.
„I m Jahr 2023 wurden so viele Photovoltaikanlagen in Deutschland installiert wie nie zuvor: Mehr als eine Million Systeme, davon mehr als 600000 in der für private Dachanlagen typischen Leistungsklasse zwischen zwei und 15 Kilowatt“, wird „Selfmade Energy“-Geschäftsführer Tim Rosengart zitiert. Dieser neue Rekord zeige einmal mehr, dass viele Hauseigentümer energetisch unabhängig werden und ihren eigenen Strom erzeugen wolle n.
Kapazitäten frei bei Solarfirmen
O bwohl im Jahr 2023 so viele Photovoltaikanlagen in Deutschland installiert wurden wie nie zuvor, sei die Nachfrage im vierten Quartal vergleichsweise schwach gewesen, weiß Rosengart. Viele Hausbesitzer hätten zuletzt mit der Anschaffung einer Solaranlage gewartet, weil sie sich in der zweiten Runde des KfW-Programms 442 „Solarstrom für Elektroautos“ um die attraktive Förderung bewerben wollten. Die Mittel von 300 Millionen Euro waren in der ersten Runde im September nach nicht einmal einem Tag ausgeschöpft. Das KfW-Programm wird jedoch nicht fortgesetzt. „Hausbesitzer, die nun leer ausgegangen sind, sollten das Beste aus der Situation machen und sich beeilen“, sagt Rosengart. Viele Solarfirmen seien aufgrund der geringeren Nachfrage im Winter und der
hinausgezögerten Kaufentscheidung vieler Hausbesitzer aktuell nur schwach ausgelastet. Auch Preisnachlässe seien in Sicht.