42-Jähriger in U-Haft: Zwölfjährige im Chat zum Sex aufgefordert

Um Kinder und Jugendliche zu schützen, verfolgt das Cybercrime-Zentrum Baden-Württemberg gezielt auch sexuellen Missbrauch im Internet.
Arne Dedert/dpa (Symbolbild)- 42-Jähriger aus Kreis Calw forderte Zwölfjährige im Chat zu sexuellen Handlungen auf.
- Verdächtiger bot Geld, verlangte Nacktfotos und verschickte kinderpornografisches Bild.
- Ermittlungen wegen schweren sexuellen Missbrauchs und Missbrauchs ohne Körperkontakt laufen.
- Haftbefehl wegen Flucht-, Verdunkelungs- und Wiederholungsgefahr; Verdächtiger in U-Haft.
- Cybercrime-Zentrum Baden-Württemberg spezialisiert auf Internetkriminalität, Ermittlungen aktiv.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein Mann aus dem Landkreis Calw ist am Freitagmorgen, 1.8.2025, vorläufig festgenommen worden. Wie das Cybercrime-Zentrum Baden-Württemberg und das Polizeipräsidium Pforzheim am Dienstag (5.8.2025) mitteilten, steht der 42-Jährige im Verdacht, in einem Chat mit einer Zwölfjährigen sexuelle Handlungen gefordert und ihr dafür Geld angeboten zu haben. Außerdem soll er Nacktbilder von dem Mädchen, mit dem er nach bisherigen Ermittlungen seit Mitte Juli Kontakt hatte, verlangt haben.
Im weiteren Verlauf des Chats offenbarte der Tatverdächtige, bereits sexuelle Handlungen an einem anderen, ebenfalls unter 14 Jahre alten Mädchen, vorgenommen zu haben und schickte der 12-Jährigen als Beweis ein kinderpornografisches Bild.
Cybercrime-Zentrum ist auf virtuelle Kriminalität spezialisiert
Das Cybercrime-Zentrum Baden-Württemberg ist eine spezialisierte Einrichtung, die sich mit besonders komplexen Fällen von Computerkriminalität beschäftigt. Es unterstützt die Polizei und Staatsanwaltschaft bei der Aufklärung von Straftaten, die mit Computern, Netzwerken oder dem Internet zu tun haben. Seit dem 1. Januar 2024 ist es landesweit zuständig für solche Fälle in Baden-Württemberg.
Wie die Polizei betont, wird auch der sexuelle Missbrauch von Kindern im Internet konsequent verfolgt. Ziel sei es, Täter zu identifizieren und strafrechtlich zu belangen, um Kinder und Jugendliche bestmöglich zu schützen.
Kriminalpolizeidirektion Calw und das Cybercrime-Zentrum leiteten unmittelbar nach Bekanntwerden des Chats ein Ermittlungsverfahren gegen den 42-Jährigen mit deutscher Staatsangehörigkeit ein. Er steht unter anderem wegen des schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes und des sexuellen Kindesmissbrauchs ohne Körperkontakt unter dringendem Tatverdacht. Am Freitag wurde sowohl ein Haftbefehl vollstreckt als auch die Wohnung des Mannes durchsucht. Dabei stellten die Ermittler Beweismittel sicher, deren Auswertung noch andauert.
Tatverdächtiger in Untersuchungshaft
Der Haftbefehl wurde wegen Flucht-, Verdunkelungs- und Wiederholungsgefahr in Vollzug gesetzt, heißt es in der Mitteilung weiter. Der Mann befindet sich nun in Untersuchungshaft.