Dürrenmettstetten: Website informiert über Windparkplanung

Mehrere Windräder sollen in Dürrenmettstetten entstehen.
Karl-Heinz Kuball (Archiv)- ABO Energy plant einen Windpark mit fünf Anlagen in Dürrenmettstetten, Sulz.
- Die Website informiert transparent über Planung und bietet FAQs.
- Windpark soll 58.000 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.
- Bau und Inbetriebnahme für Ende 2028 bis Ende 2029 geplant.
- EEG 2023 ermöglicht finanzielle Beteiligung der Gemeinden; 3,1 Millionen Euro für Gemeindekassen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Den Ausstoß von rund 58.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr soll der geplante Windpark mit fünf Anlagen in Sulz einsparen. Denn dieser würde so viel sauberen Strom produzieren wie rund 23.000 Haushalte. Im Ortsteil Dürrenmettstetten soll die Potenzialfläche liegen, nordöstlich des Steinbruchs an der Gemeindegrenze zu Horb. Dies teilt das zuständige Unternehmen Abo Energy aus Wiesbaden mit. Um die Bürgerinnen und Bürger sowie Interessierte immer auf den neuesten Stand zu halten, sie über das Projekt zu informieren und ihnen Antworten auf häufige Fragen geben zu können, hat das Unternehmen nun eine Website zu dem Windpark Dürrenmettstetten gestaltet.
„Wir legen großen Wert darauf, die Bürgerinnen und Bürger der Region über unsere Planungen auf dem Laufenden zu halten“, informiert Abo Energy auf der Website. Diese soll jedoch nicht die einzige Informationsquelle im Laufe des Projekts bleiben: „So organisieren wir Infomessen oder bieten Baustellenführungen an.“
Projekt ist aktuell in der Entwicklung
Der aktuelle Status des Projekts heißt „Entwicklung“. Es folgen noch das Genehmigungsverfahren, Errichtung des Windparks und Inbetriebnahme. Der Zeitplan sieht wie folgt aus: Bis zum ersten Quartal 2026 folgen naturschutzfachliche Untersuchungen und die Erstellung weiterer Gutachten. Im dritten Quartal dieses Jahres bis zweites Quartal 2026 folgt die Windmessung. Anschließend folgt das Genehmigungsverfahren. Im ersten Quartal 2028 kommt es zur Teilnahme am Ausschreibungsverfahren, das bis zum zweiten Quartal des gleichen Jahres dauert. Ende 2028 bis Ende 2029 soll der Bau und die Inbetriebnahme des Windparks folgen, informiert Abo Energy.

In Dürrenmettstetten, an der Grenze zu Horb, ist ein Windpark mit fünf Anlagen geplant.
Screenshot/Abo EnergyAuf der Website findet sich auch ein Dialogforum. Dort können Bürgerinnen und Bürger mit dem Unternehmen in Kontakt treten und ihre Fragen zur Windkraft stellen. Falls diese von allgemeinem Interesse ist, möchte das Unternehmen die Frage anonymisiert in den Fragenkatalog hinzufügen.
Häufige Fragen hat das Unternehmen bereits kompakt zusammengefasst und beantwortet, unter den Schwerpunkten „Allgemein“, „Vor Ort“, „Der produzierte Strom“, „Natur- und Artenschutz“ sowie „Technisches“. Darunter fallen Fragen wie „Wie hoch ist die Lärmbelästigung durch die Anlagen?“, „Bleibt der Strom in der Region?“, „Verträgt sich der Bau eines Windparks mit Natur- und Artenschutz?“ und „Gibt es ein Brandschutzkonzept?“.
Keine Windkraftanlage im Wald
Keine der fünf Anlagen soll im Wald entstehen, betont das Unternehmen. Und das, obwohl dieser stark vom Borkenkäfer geschädigt ist, informiert die Firma. Stattdessen sei der Windpark nordöstlich des Steinbruchs an der Gemeindegrenze zu Horb geplant. Auch die Wege zu den Anlagen sei so geplant, dass der Eingriff in den bestehenden Wald so gering wie möglich ausfällt. „Derzeit kalkulieren wir mit mittleren Windgeschwindigkeiten von 6 Meter je Sekunde auf Nabenhöhe“, so Abo Energy. Das Planungsgebiet ist im Entwurf des „Teilfortschreibungsplans Wind RV Schwarzwald-Baar-Heuberg“ als Potenzialfläche für Wind vorgesehen. Es handele es sich um einen Offenland-Standort.
Alle Anlagen sind mehr als 800 Meter von der nächstgelegenen Wohnbebauung in Dürrenmettstetten und mehr als 1000 Meter von der nächstgelegenen Wohnbebauung in Glatt entfernt, informiert Abo Energy auf der Website. Das verhindere eine sogenannte bedrängende Wirkung des Windparks und stelle sicher, dass sämtliche gesetzlichen Vorgaben erfüllt sind. „Damit übertreffen wir die Vorgaben des Regionalverbandes, die einen Mindestabstand von 750 Metern vorsehen.“
Welcher Anlagentyp dort entsteht, ist laut aktueller Information noch offen. Doch die Gesamthöhe soll rund 172 Meter betragen, die Nabenhöhe rund 175 Meter Höhe. Die Gesamtleistung im Windpark soll zirka 36 Megawatt betragen. Abo Energy möchte bei Bau und Betrieb der Anlagen darauf achten, „möglichst weitgehend Menschen und Betriebe aus der Region zu beauftragen“. Insgesamt ist Abo Energy bei 13 Projekten in Baden-Württemberg beteiligt.
3,1 Millionen Euro für die Gemeindekassen
Das Erneuerbaren-Energien-Gesetz 2023 (EEG 2023) bietet laut der Firma Abo Energy die Möglichkeit, Kommunen im 2500-Meter Radius um einen Windpark entsprechend ihres Flächenanteils mit 0,2 Cent für jede produzierte Kilowattstunde finanziell zu beteiligen. Sie können frei entscheiden, wie sie das Geld einsetzen. Wenn alle fünf Anlagen des Windparks Dürrenmettstetten realisiert werden, könnten die Gemeinde Sulz pro Jahr rund 109.000 Euro und die Städte Horb etwa 42.000 Euro, Schopfloch zirka 3000 Euro sowie Dornhan ungefähr 2000 Euro erwarten. Über die 20 Jahre währende Zeit der EEG-Vergütung fließen laut Unternehmen demnach rund 3,1 Millionen Euro allein aus der Zuwendung der Windenergieanlagen in die Gemeindekassen.
