Dr. Ortelt gibt Sachspenden: Wie ein Horber Zahnarzt das Land Eswatini in Afrika unterstützt

Ute Gerlach und Jürgen Ortelt beim Verladen der Spenden in Horb.
Matthias Reuter/Mercy Air- Zahnarzt Dr. Ortelt spendet Praxisinventar an „Mercy Air“ für zahnärztliche Hilfe in Eswatini.
- Ausrüstung wird per Sammelcontainer nach Afrika verschifft – Nutzung in neuer Praxis geplant.
- „Mercy Air“ versorgt entlegene Regionen Afrikas per Hubschrauber mit medizinischer Hilfe.
- Ortelt engagiert sich seit vier Jahren bei mobilen Einsätzen in abgelegenen Bergdörfern.
- Spende soll die zahnärztliche Versorgung im Land Eswatini entscheidend verbessern.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Spezialgeräte, Zahnarztbesteck, Verbrauchsmaterialien, Sattelstühle und vieles mehr – die Liste der von Jürgen Ortelt Ende Juni gespendeten Gegenstände ist lang. Der Zahnarzt aus Horb, der zusammen mit seiner Frau Ute in der gemeinsamen Praxis in der Neckarstraße über drei Jahrzehnte Patienten behandelte, trat vor kurzem in den Ruhestand ein, löste seine Praxis auf und spendete die Restbestände an Einrichtungsgegenständen und Materialien an die gemeinnützige Organisation „Mercy Air Deutschland“. „Hier war 30 Jahre lang unser Lebensmittelpunkt – es ist schön, dass die Sachen nun auch weiterhin eine sinnvolle Verwendung finden“, wird Jürgen Ortelt in einer Pressemitteilung zitiert. Beim Ausräumen der letzten Umzugskisten habe er sich sichtlich bewegt gezeigt, heißt es darin weiter.
In dem kleinen afrikanischen Land Eswatini (früher Swasiland) werden die Praxiseinrichtung und die zahnärztlichen Materialien bereits erwartet. Auf der „Mabuda Guest Farm“ in Siteki im Osten des Landes soll in naher Zukunft eine kleine Zahnarztpraxis in Anlehnung an eine bereits ansässige Augenarztpraxis entstehen. „Es gibt bisher nur sehr wenige Zahnarztpraxen hier im Land, deshalb ist die Spende eine sehr willkommene, dringend benötigte Erweiterung“, sagt der Zahnarzt, der zudem seit vier Jahren mit dem Hubschrauber von „Mercy Air“ zu mobilen Einsätzen in abgelegene Bergdörfer gelangt, wie aus der Mitteilung hervorgeht.
Die „Mabuda Guest Farm“ trägt den Spitznamen „Place of Dreams“ (Ort der Träume). In der Mitteilung heißt es: „Einmal mehr ist dieser Name nun Programm: Denn der Traum, Menschen mit hochqualitativer zahnärztlicher Behandlung zu versorgen, den das Ehepaar Ortelt-Gerlach über viele Jahre in Horb mit viel Herzblut gelebt hat, lebt in Kürze in Afrika weiter.“

Die Mabuda Guest Farm in Eswatini, wo die Praxis entstehen wird und wo der Mercy-Air-Hubschrauber stationiert ist.
Matthias Reuter/Mercy AirIn den nächsten Monaten wird ihre Sachspende über die Schweiz mit einem Sammelcontainer nach Eswatini verschifft, wo sie zukünftig Patienten zugutekommen wird, die in ihrem Land ansonsten über eine unzureichende zahnärztliche Versorgung verfügen. „Wir sind Ute Gerlach und Jürgen Ortelt außerordentlich dankbar für ihre Spende – ihr großes Herz für Menschen zeigt nun auch in Afrika Wirkung“, wird Matthias Böhning, der Erste Vorsitzende von „Mercy Air Deutschland“, in der Pressemitteilung zitiert. Er half am 23. Juni persönlich beim Verladen der Hilfsgüter in Horb mit.
„Mercy Air“ ist eine christliche Hilfsorganisation, die seit ihrer Gründung im Jahr 1991 humanitäre und missionarische Organisationen in entlegenen Gebieten Süd- und Ostafrikas durch Lufttransporte und Logistik unterstützt. Mit drei „Squirrel“-Hubschraubern erreicht „Mercy Air“ schwer zugängliche Gebiete in Ländern wie Mosambik, Lesotho, Malawi und Eswatini. Die Organisation arbeitet eng mit Partnern wie „Flying for Life“ und „Medical Missions Eswatini“ zusammen, um medizinische Versorgung, Katastrophenhilfe und Bildungsprogramme bereitzustellen. Der Einsatz von Hubschraubern ermöglicht es laut der Mitteilung, medizinische Versorgung direkt zu bedürftigen Menschen zu bringen, ohne dass lange und beschwerliche Reisen über Land oder durch die Berge notwendig sind und Spezialisten wie Zahnärzte wertvolle Zeit verlieren.