Dornstetten · Wirtschaft: L okale Folgen des Klim awandels

Schwäbisches Tagblatt
.Wassermangel im Schwarzwald? Nicht mehr ausgeschlossen, wie sich bei der Diskussion im Rahmen des Dornstetter Unt ernehmer-Frühstücks zeigte. Dass Fachkräfte mit Praxiserfahrung dringend gesucht werden, ist im Vergleich dazu schon ein vertrautes Problem.
Das Ingenieurbüro Alwin Eppler war Gastgeber des jüngsten Unternehmer-Frühstücks. Seit Jahren kommen Dornstettens Unternehmer in regelmäßigen Abständen in den frühen Morgenstunden für Frühstück und fachlichen Austausch zusammen. Auf die Einladung eines externen Referenten hatten die Organisatoren dieses Mal verzichtet. „Es soll zwischendurch auch immer wieder Zeit für eigene Themen und Impulse sein“, erklärt Ellen Brede-Lenk, Wirtschaftsförderin der Stadt Dornstetten.
An diesen Themen mangelt es nicht. Ulrich Kornhaas, Inhaber und Geschäftsführer des 1952
von Alwin Eppler gegründeten Ingenieurbüros, stellte die Arbeit des Unternehmens vor, dessen Schwerpunkte im Bereich der Wasserversorgung und -aufbereitung liegen. „Vor einiger Zeit war es noch nicht vorstellbar, dass heute viele Gemeinden auch im Schwarzwald unter Wassermangel leiden“, beschreibt Kornhaas. Die anwesenden Unternehmer interessierten sich für Möglichkeiten, wie diesem Mangel mit Brauchwasseraufbereitung abgeholfen werden kann. Beispielsweise indem auch in Unternehmen Wasserkreisläufe und -wiederverwendungssysteme geschaffen werden.
Aber nicht nur das Wasser wird knapp, wie sich im Rahmen des Frühstücks zeigte, auch der Fachkräftemangel ist seit langem ein Thema unter den Unternehmern. Oft kommt es vor, dass die Interessen der potenziellen Arbeitnehmer und der Bedarf der Unternehmen einfach nicht deckungsgleich sind.
„Unser Arbeitsfeld ist sehr techniklastig“, nannte Ulrich Kornhaas das Beispiel seiner Firma. „Wir haben den Eindruck, dass viele Menschen im Moment allerdings lieber betriebswirtschaftlich arbeiten.“ Auch andere Unternehmer wissen ein Lied von der Suche nach Fachkräften zu singen. Vor allem Mitarbeitende mit handwerklicher Erfahrung seien derzeit schwer zu finden. Entsprechend viel Aufwand stecken die Dornstetter Unternehmen in die Personalgewinnung und die Besetzung von Ausbildungsplätzen.
Trotz Herausforderungen war die Stimmung unter den Teilnehmenden gut, schreibt die Stadt in ihrer Pressemitteilung. In Dornstetten seien schließlich schon vielerlei Herausforderungen erfolgreich bewältigt worden. Auch gingen im Stadtgebiet viele Projekte voran.
Davon wird die Stadt Dornstetten beim nächsten Unternehmerfrühstück am Donnerstag, 29. Juni, berichten. Den Gastgeber gibt dann die Stadtverwaltung. Bürgermeister Bernhard Haas wird über die größeren Projekte im Bereich Stadthalle, Nahwärme, Breitband, E-Carsharing und weiteres informieren.