Digitale Transformation
: Evaluation zeigt – Der Digital Hub in Horb war ein wirksamer Impulsgeber

Der Digital Hub Nordschwarzwald hat sich in seiner zweiten Förderphase als wirksamer Impulsgeber für die digitale Transformation der regionalen Wirtschaft erwiesen. Das teilt die WFG mit.
Von
NC
Horb am Neckar
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Digital Hub Horb: Der Horber Standortleiter Thomas Hegenauer (links) und der Horber Wirtschaftsförderer Dejan Micic im Digital Hub auf dem Kasernenareal.

Der Horber Standortleiter Thomas Hegenauer (links) und der Horber Wirtschaftsförderer Dejan Micic im Digital Hub auf dem Kasernenareal. Zum 31. Dezember 2025 endete die Förderperiode. Nun wurde der Erfolg des Digital Hub evaluiert.

Wolfgang Hirn (Archiv)
  • Der Digital Hub Nordschwarzwald förderte die digitale Transformation regionaler Unternehmen.
  • Evaluation bestätigt: Ziele wurden trotz Pandemie teils deutlich übertroffen.
  • Über 50 Projekte und Kooperationen trugen zur regionalen Digitalisierung bei.
  • Erfolgreiche Formate: Digi-Check, Cybersecurity-Check und Vor-Ort-Begleitung.
  • Unterstützungsangebote wie der Digi-Check werden nach Projektende fortgeführt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Digital Hub Nordschwarzwald hat sich in seiner zweiten Förderphase als wirksamer Impulsgeber für die digitale Transformation der regionalen Wirtschaft erwiesen. Zu diesem Ergebnis kommt die Evaluation, die das Projekt der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald (WFG) analysiert hat. Trotz veränderter Rahmenbedingungen seit der Corona-Pandemie habe der Digital Hub seine Ziele in zentralen Wirkungsbereichen erreicht und teils deutlich übertroffen.

Der Digital Hub Nordschwarzwald wurde nach der ersten Phase Ende 2022 unter dem Dach der WFG gestartet und gemeinsam mit zwölf Konsortialpartnern an den Standorten Pforzheim, Nagold und Horb umgesetzt. Ziel war es, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen bei der digitalen Transformation zu unterstützen – von der Sensibilisierung bis zur konkreten Umsetzung.

„Die Evaluation zeigt klar: Der Digital Hub hat dort angesetzt, wo Unternehmen tatsächlich Unterstützung gebraucht haben“, bilanziert WFG-Geschäftsführer Jochen Protzer. „Wir mussten unsere Strategie nach der Pandemie anpassen – weg von der reinen Veranstaltungslogik, hin zur direkten Ansprache und Begleitung der Unternehmen. Dieser Schritt war richtig.“ Die unabhängige Bewertung bestätige insbesondere die hohe Wirksamkeit der Unterstützungsangebote, heißt es in einer Mitteilung der WFG.

Signifikanter Beitrag zur regionalen Entwicklung

Mit mehr als 50 selbst initiierten Projekten und zahlreichen angestoßenen Kooperationen habe der Digital Hub einen signifikanten Beitrag zur regionalen Entwicklung im Themenfeld Digitalisierung geleistet, so die Gutachter. Instrumente wie der Digi-Check und der Cybersecurity-Check hätten sich als praxisnahe, nachgefragte Diagnose- und Einstiegsformate bewährt. Die hohe Zufriedenheit der begleiteten Unternehmen unterstreiche die Qualität der Angebote.

„Der Fokus auf konkrete Projekte und individuelle Begleitung war entscheidend“, erläutert Dr. Rüdiger Werp, Vorstand der Atrineo AG. „Auch wenn quantitative Reichweitenziele nicht vollständig erreicht wurden, sind die wirkungsorientierten Ziele – also tatsächliche Veränderungsprozesse in Unternehmen – deutlich übertroffen worden.“

Als besondere Stärke hebt die Evaluation die Anpassungsfähigkeit des Projekts hervor. In einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld und bei veränderten Erwartungen der Unternehmen sei es gelungen, die Angebote konsequent weiterzuentwickeln. Gleichzeitig seien die bereitgestellten Fördermittel effizient eingesetzt worden; das Gesamtbudget blieb unter dem bewilligten Rahmen.

Vor-Ort-Begleitung und Digi-Check als Initialzündung

Auch an den einzelnen Standorten zeigte sich laut WFG die Bedeutung des persönlichen Zugangs. „Gerade die Vor-Ort-Begleitung und der Digi-Check haben bei vielen Unternehmen eine Initialzündung ausgelöst“, wird unter anderem Thomas Hegenauer vom Standort Horb zitiert. Themen wie Cybersicherheit, E-Rechnung und digitale Prozesse seien so konkret und greifbar gemacht worden.

Mit dem formalen Ende des Projekts Digital Hub Nordschwarzwald zum 31. Dezember 2025 endet nach Auskunft der WFG die Arbeit an der Digitalisierung der regionalen Wirtschaft nicht. Bewährte Instrumente wie der Digi-Check und der Cybersecurity-Check würden von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft und weiteren Partnern weitergeführt und in bestehende Strukturen integriert, unter anderem im Transformationsnetzwerk Nordschwarzwald (TraFoNetz).