Dettingen: Vandalismus auf dem Priorberg

Das Erinnerungsstück wurde von Unbekannten zerstört.
Karl-Josef Sickler (privat)- Vandalismus auf dem Priorberg: Die weinende Madonna, ein Denkmal zur Erinnerung an einen Unfall 1963, wurde zerstört.
- Karl-Josef Sickler informierte darüber, dass das Denkmal und die steinerne Sitzbank zerstört wurden.
- Der Unfall geschah am 13. Dezember 1963, als Eugen Rapp bei einem Traktorunfall ums Leben kam.
- Die Dettinger und Priorberger Bürger sind über die Zerstörung entsetzt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Dem Jakobuspilger, dem Wanderer war das kleine, schmucke Denkmal eine Landmarke auf dem Weg zum Priorberg. Es regte zum kurzen Innehalten an, um dem schrecklichen Unfall, der sich hier ereignet hatte, zu gedenken. Nun ist dieses landschaftsprägende Kleindenkmal zerstört - mitsamt seiner steinernen Sitzbank. Das teilt Karl-Josef Sickler mit. „Unsere Landschaft, der Priorberg, ist wieder um ein Detail ärmer geworden“, schreibt er. „Es sind nicht nur die Pilger, auch die Dettinger und Priorberger Bürger sind über diesen Frevel entsetzt.“
Wer vom Dorf Dettingen hinauf auf den Priorberg wandert, begegnet einige hundert Meter nach dem Erreichen der Hochfläche rechts des Weges einem Bildstöckle. Es ist der weinenden Madonna von Syrakus geweiht.
Sickler weiß: Das Bildstöckle erinnert an einen schrecklichen Unfall, der sich 1963 dort ereignete. Eigentlich wollte Eugen Rapp an diesem Freitag, 13. Dezember, unten im Dorf bei der Hirschbrauerei nur Biertreber für sein Vieh und dem seines Schwagers Oskar Merkt holen. Es hatte an diesem Morgen den ersten Schnee gegegeben. Im Gewann „Steigäcker“ wird die Straße etwas abschüssig. Dort muss der Traktor ins Rutschen gekommen sein. Weil er mit einem der Vorderräder in die Wiese kam, wurde er seitlich stark abgebremst. Der Traktor überschlug sich und Rapp wurde unter demselben eingeklemmt. Die heute allgemein vorgeschriebenen Überrollbügel waren damals noch unbekannt.
Es war der Cousin, Hans Rapp, der als Erster zur Unfallstelle kam. Hans Rapp war ebenfalls unterwegs, um in der Dettinger Milchzentrale die Milch des Glatter Hofes abzuliefern. Er konnte dem Verunglückten allein nicht helfen. Eilends fuhr er zurück zu Merkts Hof. Dort war man gerade mit dem Schlachten eines Schweines beschäftigt. Der Schwager Merkt verständigte schnell den Dettinger Arzt Dr. Straubinger, dann fuhr er zusammen mit Hans Rapp, dem Hausmetzger Georg Sikeler und dem Nachbar Alfons Kuon hinunter zur Unfallstelle. Zu viert wurde der Verunglückte geborgen.
In der Zwischenzeit war auch der Arzt Dr. Straubinger eingetroffen - der konnte jedoch nur noch den Tod des Verunglückten feststellen.