Brand in Talheim
: Dachstuhlbrand gerade noch verhindert

Ein Feuer ist am Sonntag an einem Einfamilienhaus in Talheim ausgebrochen. Der Brand drohte, sich auf den Dachstuhl auszubreiten. Die Einsatzkräfte verhinderten das. Personen kamen nicht zu Schaden.
Von
NC
Talheim
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Die Drehleiter war im Einsatz, mit ihr konnten die Feuerwehrleute den vom Brand betroffenen Teil des Daches jedoch aufgrund der Hanglage nicht direkt erreichen. Deshalb mussten die Einsatzkräfte aufs Dach steigen.

Die Drehleiter war im Einsatz, mit ihr konnten die Feuerwehrleute den vom Brand betroffenen Teil des Daches jedoch aufgrund der Hanglage nicht direkt erreichen. Deshalb mussten die Einsatzkräfte aufs Dach steigen.

Feuerwehr Horb
  • Ein Brand in Talheim drohte, den Dachstuhl eines Einfamilienhauses zu erfassen; Feuerwehr verhinderte das.
  • 77 Einsatzkräfte und 15 Fahrzeuge der Feuerwehr Horb waren vor Ort.
  • Das Feuer griff auf Dach und Fassade über, wurde aber schnell gelöscht; das Haus bleibt bewohnbar.
  • Personen kamen nicht zu Schaden; Bürgermeister Ralph Zimmermann war vor Ort.
  • Der Schaden ist noch nicht beziffert.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Feuerwehr Horb wurde mit den Abteilungen Talheim, Horb-Stadt und dem Einsatzleiter vom Dienst am Sonntag gegen 14.51 Uhr zu einem gemeldeten Brand im Außenbereich eines Einfamilienhauses alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einheiten wurde ein Brand auf einem Balkon festgestellt, der bereits auf die Fassade und den Dachbereich des Gebäudes übergegriffen hatte und drohte, sich auch auf das Innere des Hauses auszubreiten.

Die Feuerwehr leitete umgehend Löschmaßnahmen unter Atemschutz mit mehreren Trupps ein und konnte das Feuer im Außenbereich zügig löschen. Der Brand aber hatte sich bereits in der Dämmung des Daches festgesetzt und drohte, sich zu einem Dachstuhlbrand auszuweiten. Daraufhin alarmierte die Feuerwehr weitere Einheiten und forderte zudem den Fachberater Baustatik der Feuerwehr Dornstetten sowie den Gerätewagen Atemschutz der Feuerwehr Freudenstadt an.

Dachhaut im Inneren geöffnet

Unter großem personellen und materiellen Aufwand wurde die Dachhaut unter Atemschutz geöffnet. So gelang es den Feuerwehrleuten, den Brand effektiv zu bekämpfen. Probleme bereitete die Lage des Hauses, wie Kommandant Sven Weniger berichtet. Aufgrund der Lage konnte die Seite, auf der sich der Brand entwickelt hatte, nicht angefahren werden. Die Feuerwehrleute mussten sich demnach über die Drehleiter abseilen und das Dach von außen abdecken. Die laut Feuerwehr "brandbeaufschlagte Dämmung" des Daches wurde komplett entfernt und von den Feuerwehrleuten am Boden vollends abgelöscht.

"Der Brand war schnell gelöscht", sagte Weniger und zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf des Einsatzes. Aber Aufgabe der Einsatzkräfte war demnach auch, die Glutnester zwischen Dachziegeln und Dämmung zu finden. Weniger: "Im Endeffekt mussten wir das Feuer suchen." Die komplexen Gegebenheiten machten laut des Kommandanten auch den hohen Personalaufwand notwendig.

77 Einsatzkräfte waren bei einem Brand an einem Einfamilienhaus in Talheim im Einsatz. Sie verhinderten Schlimmeres.

77 Einsatzkräfte waren bei einem Brand an einem Einfamilienhaus in Talheim im Einsatz. Sie verhinderten Schlimmeres.

Feuerwehr Horb

Die Feuerwehr war mit 77 Einsatzkräften und 15 Fahrzeugen im Einsatz, darunter die Abteilungen Talheim, Horb-Stadt, Dettingen und Grünmettstetten sowie der Einsatzleiter vom Dienst. Zur Absicherung der Einsatzkräfte waren zudem der Regelrettungsdienst und das DRK Talheim im Einsatz. Der Ortsverein stellte den Feuerwehrleuten eine Aufwärmmöglichkeit zur Verfügung und versorgte sie mit einer heißen Mahlzeit.

Personen kamen bei dem Brand nicht zu Schaden. Die Feuerwehr konnte das Haus provisorisch abdichten, sodass es weiterhin bewohnbar ist. Bürgermeister Ralph Zimmermann machte sich vor Ort ein Bild von der Lage.

Feuerwehr-Kommandant Weniger geht davon aus, dass der entstandene Sachschaden unter 100.000 Euro liegt, da auch der Wassereinsatz minimal gewesen sei.

Neue Drehleiter im Anmarsch

Die Drehleiter der Horber Feuerwehr war zuletzt für fünf Tage außer Dienst. Durch einen defekten Sensor habe sich die Drehleiter nicht mehr ausfahren lassen, berichtet Kommandant Sven Weniger auf Nachfrage. Ein Servicetechniker konnte das Problem schließlich beheben, weshalb das Fahrzeug beim Brand in Talheim wieder zur Verfügung stand. Bald dürfen die Horber Kameradinnen und Kameraden ohnehin ihre neue Drehleiter in Empfang nehmen: Kurz vor Weihnachten soll es soweit sein, so Weniger. Dann werde es jedoch noch zwei, drei Monate dauern, bis alle eingewiesen sind und die Drehleiter auch genutzt werden kann.