Brand in Göttelfingen: Eutinger Feuerwehr rettet zwölf Katzen

Die Feuerwehr rettete acht Katzen aus einem verrauchten Haus in Göttelfingen.
Feuerwehr Eutingen- Feuerwehr Eutingen rettete 8 von 12 Katzen bei Zimmerbrand in Göttelfingen.
- Ursache: Defekter Trockner im Keller; starker Rauch erschwerte Rettung.
- 50 Einsatzkräfte vor Ort; Tiere panisch, wehrten sich gegen Helfer.
- Hausbewohner unverletzt; restliche 4 Katzen flohen ins Obergeschoss.
- Besitzer dankbar, Tiere größtenteils wohlauf, einige trächtig.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es war der Einsatz der Eutinger Feuerwehr, bei der die meisten Tiere auf einen Schlag gerettet wurden, bestätigt Gesamtkommandant Tobias Plaz. Zumindest seit er Kommandant sei. Vor seiner Zeit habe es Stallbrände gegeben, bei denen das Vieh zu retten war. Diesmal versuchten Atemschutzgeräteträger im dichten Rauch, zwölf Katzen zu fangen.
Denn die Gesamtwehr Eutingen rückte am Montagmorgen, 30. Juni, um 9 Uhr gemeinsam mit der Drehleiter der Feuerwehr Horb zu einem Zimmerbrand in die Hintere Kirchstraße im Ortsteil Göttelfingen aus. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte drang bereits Rauch aus dem Erdgeschoss — das Feuer war im Waschraum. Die Feuerwehr geht davon aus, dass ein defekter Trockner brannte.
Katzen wehren sich gegen Retter
„Als Erstes haben wir gefragt, ist noch ein Mensch drin?“ erinnert Plaz sich. Zwei Trupps unter Atemschutz löschten, so Plaz. Die beiden Hausbewohner wurden vom Rettungsdienst betreut — und dann kam plötzlich die Hausherrin zu ihm, so Plaz und gab Bescheid, dass noch zwölf Katzen im Gebäude sind.
Daraufhin sandte Platz zwei weitere Atemschutztrupps ins Obergeschoss, um die Tiere zu retten. Schwierig daran: Die panischen Tiere rannten im Gebäude umher und wehrten sich gegen ihre Retter. „Da haben unsere dicken Handschuhe ihren Wert. Die haben gekratzt und gebissen, sind aber nicht durch die Handschuhe gedrungen“, so Plaz. So konnten sie acht der Tiere gezielt greifen und aus dem Gebäude tragen. Vier flohen vor dem Brand im Keller in den zweiten Stock. Plaz beurteilte die Gefährdung: Da es nur im Keller brannte, war wenig Rauch im zweiten Obergeschoss. „Auch im Erdgeschoss war nur eine leichte Verrauchung, aber da CO-Warner anschlugen, mussten wir mit Atemschutz rein“, erklärt der Eutinger.
Einsatz bei der Hitze anstrengend
Inzwischen hatten Feuerwehrleute im Keller den Trockner gelöscht und ins Freie gebracht. Plaz schildert, dass die Hitze ihren Einsatz erschwerte: „Wir waren alle froh, als wir bei den Aufräumarbeiten die Jacken ausziehen konnten.“ Beim Einsatz helfe das Adrenalin, doch danach hätte man an den erhitzten Gesichtern der Atemschutzgeräteträger ablesen können, wie anstrengend es war.
Alle vier Abteilungen der Feuerwehr Eutingen waren mit über 50 Einsatzkräften vor Ort. Zahlreiche Helfer unterstützten ihr Tun (siehe Infobox).
Rettung von Tieren als wichtige Aufgabe
Danach hätten die Feuerwehrleute noch zusammengestanden und festgestellt, dass das Retten der Tiere für sie ein besonderer Einsatz war. Auch aufregend, gibt Plaz zu, schließlich hatten er und die Kollegen den Hund im Kopf, der in Aach bei einem Wohnungsbrand starb. Das Retten von Tieren gehöre dazu, so Plaz. Natürlich sei die erste Priorität das Retten der Menschen, aber dass Tiere gerettet werden, sofern das Risiko es erlaubt, ist im Feuerwehrgesetz festgeschrieben. Dieses Mal sei das gut abzuschätzen gewesen.
Hinzu kommt, dass dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehrleute die Flammen nicht auf das Obergeschoss übergriffen. Die beiden Hausbewohner wurden nach kurzer Betreuung durch das DRK wieder entlassen - nachdem Polizei und Feuerwehr es erlaubt hatten, schauten sie direkt nach den Katzen auf dem Dachboden. Die Besitzer gingen davon aus, dass das Quartett einen Schock habe, die anderen acht seien wohlauf, so Plaz. Unter den Katzen waren auch trächtige Katzen und Katzenbabys. Die Besitzer waren sehr dankbar, so Plaz. Haben sie ihm denn auch ein Katzenbaby angeboten? Plaz lacht und antwortet: „Nein. Da müsste ich aber auch ablehnen, ich habe selbst schon drei zu Hause.“
Alle helfen bei der Tierrettung
Unterstützt wurde der Einsatz durch einen Notarzt, einen Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes Freudenstadt sowie einen Helfer des DRK Ortsverbands Eutingen. Außerdem halfen Freunde der Katzenbesitzer, die laut Plaz Tierschützer sind, die Katzen in Transportboxen zu setzen.

