Betrugsmasche in Sulz
: Vermeintliche Mitarbeiter regionaler  Stromversorger lügen Menschen an

Auch die ENRW Energieversorgung Rottweil warnt: „Aktuell häufen sich erneut Fälle von Besuchen durch angebliche Vertretende der ENRW.“
Von
Marcella Danner
Sulz/Kreis Rottweil
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Stromzähler: ARCHIV - 15.07.2025, Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin: Eine Person liest den Stromverbrauch an einem Wechselstromzähler ab. (zu dpa: «Schwarz-rote Stromsteuerpläne in der Kritik») Foto: Philip Dulian/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Auch im Bereich Sulz sind dieser Tage offenbar zwei Frauen unterwegs, die sich als Mitarbeiterinnen eines regionalen Stromversorgers ausgeben und die Stromzähler in den Häusern sehen wollen.

Philip Dulian/dpa (Symbolbild)
  • Betrügerinnen geben sich in Sulz als ENRW-Mitarbeiterinnen aus und fordern Zugang zu Stromzählern.
  • ENRW warnt: Keine persönlichen Daten oder Dokumente wie Rechnungen oder Verträge herausgeben.
  • Gespräche mit den Betrügerinnen sollten sofort abgebrochen werden – nach Dienstausweis fragen.
  • Polizei in Konstanz liegen bisher keine Anzeigen zu den Vorfällen vor.
  • Facebook-Nutzer*innen raten zu Vorsicht und empfehlen, die Polizei einzuschalten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Achtung – Betrugsversuch in Sulz. Warnt eure Omas und Opas! Zwei junge Frauen geben sich als Stadtwerke XY aus, gehen von Tür zu Tür und wollen Stromzähler sehen sowie Verträge andrehen.“ So warnt dieser Tage einer Userin in der Facebook-Gruppe „News Sulz a. N. und Umgebung“.

Und tatsächlich erreicht die SÜDWEST PRESSE am Donnerstag eine Pressemitteilung der ENRW Energieversorgung Rottweil: „Erneut versuchen angebliche Vertretende der ENRW Energieversorgung Rottweil GmbH & Co. KG, Kundinnen und Kunden an der Haustüre abzuwerben und persönliche Daten zu erfragen. Die ENRW bittet um erhöhte Vorsicht. Aktuell häufen sich erneut Fälle von Besuchen durch angebliche Vertretende der ENRW.“

ENRW: keine persönlichen Daten herauszugeben

Ziel dieser Personen sei es offenbar, Kundinnen und Kunden direkt vor Ort abzuwerben und persönliche Daten abzufragen. Die ENRW bittet darum, in einem solchen Fall keine persönlichen Daten herauszugeben und auf keinen Fall Dokumente wie Vertragsbestätigungen oder Rechnungen vorzuzeigen. Das Gespräch sollte so schnell wie möglich abgebrochen werden, heißt es in der Mitteilung weiter. Kundinnen und Kunden sollten sich nicht unter Druck setzen lassen und keinesfalls Dokumente unterschreiben. Im Zweifel können Kundinnen und Kunden nach einem Dienstausweis fragen, über den alle ENRW-Mitarbeitenden verfügen.

In der Sulzer Facebook-Gruppe kommentiert eine Userin den Warnpost: „Wir wohnen auf Kastell und sind vorgewarnt. Wäre trotzdem gut, die Polizei einzuschalten.“ Die SÜDWEST PRESSE hat beim Polizeipräsidium Konstanz nachgefragt. Dem dortigen Pressesprecher liegen jedoch keinerlei Anzeigen zu den Vorfällen vor.

Eine weitere Userin kommentiert: „Ich verlange immer den Ausweis. Außerdem kommen die Herrschaften von der Stadt immer zum Jahresende. Trotzdem passe ich auf. Danke für die Warnung.“

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